Casino Raubzüge Top 10

Abgezockt: Die weltweite Top Ten der Casino-Raubzüge

Du bist Fan von Oceans Eleven und den Folgefilmen? In diesem Fall hast du dich sicherlich schon einmal gefragt, ob ähnlich dreiste Casino-Überfälle tatsächlich stattgefunden haben. Durch das viele Geld im Tresor sind Spielbanken häufig besser gesichert als echte Geldinstitute. Dennoch haben sich nicht wenige Räuber versucht.

In unserem Casino Vergleich nehmen wir uns den besten und kuriosesten Raubzügen der Casino-Geschichte an. Die Auflistung ist nach dem gestohlenen Gegenwert sortiert. Vollständigkeit ist hier kein Merkmal, da auch die kuriosen Coups aufgeführt werden sollten. Vorweg sei schon so viel verraten: Auch wenn nicht alle Diebstähle erfolgreich waren, so liegen ein paar dreiste Räuber jetzt vielleicht dank ihrer Beute gemütlich in der Sonne und genießen ihr Schurkenleben.

1. Casinos in den USA und Puerto Rico: Mehr als 37 Millionen US-Dollar Diebesgut

Ein Team von Personen, welches als die Roselli Brüder bekannt wurde, hat in den Jahren 1995 bis 2000 unterschiedliche Casinos ausgeraubt. Ihre Aktivitäten fanden in den USA, genauer gesagt in Nevada und New Jersey, sowie in Puerto Rico statt. Bemerkenswert an diesem Trick ist, dass kein eigenes Geld investiert wurde. Ein Computer-Hacker und das Anlegen verschiedener Identitäten hat hier den Erfolg gebracht.

Top 10 Casino Raubzüge - Roselli

Die Roselli Brüder führen die Liste als erfolgreichste Casino Räuber an.

Der Computer-Spezialist klaute Daten von Kreditinstituten. Ziel waren Personen, die über eine hohe Kreditwürdigkeit verfügten. Unter entsprechenden Namen wurden Konten eröffnet. Mit einer Einzahlung über 50.000 US-Dollar (Geld, welches durch andere Betrügereien erbeutet wurde) erhielt die Bande große Kreditsummen in den bedeutenden Casinos. Hierfür mussten sie bei den großen Glücksspiel-Tempeln aber zumindest für sechs Monate regelmäßig spielen. Damit kein Verdacht aufkommt und dennoch kein Verlust erwirtschaftet wurde, spielten die Brüder gegeneinander. Des einen Verlust, war des anderen Gewinn. So wurde der Spielbank glauben gemacht, Geld zu verlieren. Baccarat und Kartenspiele waren ihr Metier. Die Casinos gaben den Spielern größere Kreditsummen zum Spielen, aber natürlich immer noch auf falsche Namen. Während der Gewinn eingestrichen wurde, blieb der Verlust bei den falschen Identitäten hängen. Zum Neujahr 2000 nutzten sie sämtliche falschen Identitäten, um das Geld aus den Casinos zu ziehen. Das FBI kam erst sechs Monate später dahinter, dass es sich um einen Betrug handelt. Die Brüder, in Wirklichkeit wird es eine größere Gruppe gewesen sein, waren mit über 37 Millionen US-Dollar verschwunden. Von ihnen fehlt bis heute jede Spur. Nicht einmal ihre wahren Identitäten sind bekannt. Der Name Roselli Brüder geht ebenfalls auf gestohlene Identitäten zurück. Dahingegen herrscht in Online-Portalen, wie dem Cherry Casino größere Sicherheit.

2. Crown Casino in Melbourne (Australien): 33 Millionen US-Dollar Beute

Es ist noch gar nicht lange her, da hat sich ein Hacker in das Überwachungssystem des besagten Casinos eingeschleust. Der Diebstahl ähnelt tatsächlich in gewisser Hinsicht der Geschichte um Danny Ocean. Dieser Coup geht auf das Jahr 2013 zurück und ist damit sehr aktuell. Zumindest zwei Personen müssen an diesem Diebstahl beteiligt gewesen sein.

Melbourne - Casino Raubzüge

Einer der größten Casino Raubzüge der Geschichte wurde 2013 in Melbourne verübt.

Das Crown Casino selber hat keine Angaben zum Ablauf des Diebstahls gemacht. Stringfellow ist als Sicherheitsberater in Las Vegas tätig und meint sich die Zusammenhänge erklären zu können. Während der Hacker an einem entfernten Ort saß und in die Kameraüberwachung eindrang, war sein Komplize mit einem Ohrstöpsel „bewaffnet“ als Spieler im Casino unterwegs. Es wurden die hoch dotierten VIP-Tische aufgesucht. Mit dem Einblick seines Komplizen war es ein Leichtes die Mitspieler und das Haus zu betrügen. Es wird gemunkelt, dass vielleicht ein Mitarbeiter an den VIP-Tischen in den Betrug eingeweiht war oder seiner Sorgfaltspflicht nicht nachkam. Der Spieler im Casino wurde angeblich identifiziert. Der Hacker bleibt unbekannt. Zu der gestohlenen Summe gibt es keine weiteren Informationen.

3. Borgata Hotel Casino und Spa in Atlantic City: 9,6 Millionen US-Dollar ergaunert

Der Pokerspieler Phil Ivey Junior bediente sich im Jahr 2014 der Technik des “edge sorting“, um beim Baccarat abzuräumen. Bei diesem Betrug wird nach kleinen Unvollkommenheiten an den Karten Ausschau gehalten. Häufig werden diese sogar selber erzeugt. Auf diesem Weg können die einzelnen Spielkarten identifiziert werden. Die Gewinnchancen steigen gewaltig, wie Ivey mit seiner 9,6 Millionen US-Dollar Beute bewiesen hat.

„Edge sorting“ ist nicht zwingend verboten, solange der Spieler darauf nicht selbst Einfluss nimmt. Phil Ivey erkannte Unvollkommenheiten bei den Decks im Casino. Fehler im Diamantenmuster wurden hier ausgenutzt. Weiterhin wurde der Dealer angewiesen die Karten mit den Defekten auf bestimmte Art und Weise zu drehen. Dadurch wurde die Identifikation erleichtert. Einsätze konnten wirkungsvoller eingebracht werden. Es ist nach wie vor Umstritten, ob dieser Fall als Betrug einzusortieren ist. Eine entsprechende Klage läuft. Bekommt Ivey Recht zugesprochen, wäre er der erfolgreichste Trickbetrüger (zumindest als Einzelperson) in der Casino-Welt.

4. 25 Unterschiedliche Casinos: 7 Millionen US Dollar Diebesgut

Phuong Quoc Truong gilt als Drahtzieher dieses Betrugs. Dabei wurden gleich mehrere Casinos ausgenommen. Auch hier waren diverse Personen beteiligt. Insgesamt gehörten der Organisation mehr als 30 Komplizen an. Eingeschlossen sind hierbei auch Mitverschwörer in ihrer Rolle als Angestellte bei den Spielbanken.

Casino beraubt mit Kartendealer Trick

Mit dem Betrug eines Kartendealers wurden mehr als 7 Millionen Dollar erbeutet.

Ein gekaufter Kartendealer tut nach der ersten Runde nur so, als würde er die Karten mischen. Er schlägt die Hände mit den Karten aneinander, um ein entsprechendes Geräusch herzustellen. Auf diesem Weg bleibt das Deck in der aktuellen Reihenfolge. Einer der Spieler der ersten Runde verabschiedet sich mit der Ausrede eine Zigarette rauchen zu wollen, vermittelt aber einem anderen Spieler über ein verstecktes Mikrophon in seinem Ärmel die Karten der Mitspieler. Sieben Millionen US-Dollar wurden auf diese Art und Weise erbeutet. Allerdings ist die Organisation mangels Diskretion aufgeflogen. Ein Sicherheitsmann bemerkte den Trick.

5. Circus Circus in Las Vegas: 2,95 Millionen US-Dollar Raubzug

Dieses Mal ist nicht eine Gruppe von Tätern am Werk, sondern ein ganz besonderes Paar – nämlich ein Liebespaar. Eine Geldtransportfahrerin namens Heather Tallchief verschwand unter Mithilfe ihres Partners Robert Solis mit Bargeld in Höhe von 2,95 Millionen US-Dollar. Allerdings fand offenbar ein doppelter Betrug im Jahr 1993 statt. Denn 12 Jahre später stellt sich Heather Tallchief der Polizei. Sie war der Flucht überdrüssig und vom Geld hat sie anscheinend nichts gehabt. Denn ihr Partner Solis hat sie verlassen. Großzügig wie er war, hinterließ er der ehemaligen Dame an seiner Seite eintausend Dollar. Tallchief versteckte sich in den Niederlanden. Nach ihrem Geständnis bekam sie im Jahr 2006 eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und drei Monaten aufgebrummt. Robert Solis ist, ebenso wie die Millionen, bis heute nicht gefunden worden. Dieser Raub zeigt, dass es keine Ehre und scheinbar auch keine echte Liebe unter den Dieben gibt.

Circus Circus Casino Raubzug

Ein Liebespaar hat 2,95 Millionen US-Dollar vom Circus Circus in Las Vegas erbeutet.

6. Ritz Casino in London: 2,1 Millionen US-Dollar erschwindelt

Im Ritz Casino hat im Jahr 2004 ein technischer Roulette Betrug stattgefunden. Allerdings ist fraglich, ob wirklich von einem Diebstahl gesprochen werden kann. Vor Gericht wurde schlussendlich entschieden, dass sich die „Täter“ mit keinem Verbrechen strafbar gemacht haben. Sie wurden dementsprechend freigelassen. Drei Männer aus Osteuropa, Ungarn und Sibirien, haben sich an folgender Methodik versucht.

Mithilfe einer Laser-Technik, welche auf die Geschwindigkeit der Kugel Bezug nahm, konnte der Endpunkt häufig sehr genau ermittelt werden. Nach Eingabe entsprechender Daten wurde die Tippabgabe vorgenommen. Heute wird die Behauptung aufgestellt, dass die Gruppe Scanner in ihre Handys eingebaut hatte. Diese haben die Daten beim Beginn der Umdrehung gesammelt und an einem Computer weitergeleitet, welcher ein Ergebnis ausgegeben hat. Die Geschwindigkeit war hier entscheidend. Schließlich mussten die Spieler ihre Einsätze hinterlegen, bevor die Worte „Rien ne va plus“ erklingen. Hört sich kompliziert an? War aber erfolgreich und hat dem Trio 2,1 Millionen US-Dollar beschert. Ein Verbrechen lag nicht vor, die clevere Bande wurde wieder freigelassen. Tricksereien dieser Art können im 888 Casino beispielsweise nicht angewandt werden.

7. Casino Deauville in Frankreich: 1,0 Millionen US-Dollar Roulette-Betrug

Erneut wird weder beim Poker, noch beim Blackjack betrogen, sondern beim Roulette. Und es ist wieder eine Dreierbande. Mit der Datierung auf das Jahr 1973 handelt es sich um einen Klassiker im Bereich des Casino-Betrugs. Zu dieser Zeit war eine Millionen US-Dollar ein großes Vermögen. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Schönheit einer Komplizin den ausgeklügelten Plan hat auffliegen lassen.

Die Beteiligten bei diesem Coup waren ein Casino Dealer beim Roulette, seine wunderschöne Schwester und sein zukünftiger Schwager. Der Dealer war Amateurfunker. Und so kam ihm die Idee einen Radiosender zu erstellen, der exakt in eine Zigarettenschachtel passt. Dieser getarnte Empfänger ist mit einem Gegenstück in der Roulette-Kugel verbunden, welcher das Gewicht dort nicht erhöht hat. Jeder füllt seine Rolle aus. Der Dealer warf die Kugel. Der zukünftige Schwager stand als Spieler am Tisch. Die Schwester hatte den Empfänger griffbereit und stand etwas abseits. Der Ausgang wurde per Knopfdruck manipuliert. Mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit landete die Kugel auf einem von sechs Feldern, welche angespielt wurden. Den Angestellten kam der regelmäßige Gewinn schnell suspekt vor, aber der Trick wurde nicht durchschaut. Erst als sich der Direktor in die schöne Schwester verguckt und ihr ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit schenkt, wird folgendes festgestellt: Die Schönheit war bei jedem Gewinn auf der Etage anwesend. Mit einem Störsender wurde schließlich das Signal unterbunden und die Gruppe flog auf. Vielleicht wären sie nicht aufgeflogen und hätten ein Leben in Saus und Braus geführt, wäre die Schwester weniger hübsch gewesen. Ein Highlight in unserem Casino Bonus Vergleich zum Thema Betrug. Nur gut, dass beim DrückGlück Casino fair und unabhängig vom Aussehen gespielt wird.

8. Citibank Casinos in Kalifornien und Nevada: Mehr als 1,0 Millionen erbeutet

Nicht immer wird direkt bei den Casino-Spielen betrogen. Platz Acht unserer Casino Awards für den besten Betrug, bezieht sich eher auf die Geldautomaten innerhalb der Spielbanken. Damit die Masche im Jahr 2012 durchgezogen werden konnte, musste jeweils ein Casino mit Citibank Automaten aufgesucht werden. Zudem gab es ein enges Zeitfenster. Um den Trick durchzuführen, blieb der Bande jeweils nur eine Minute Zeit.

Casino ausgeraubt über Geldautomaten

Mit 1 Minute je Geldautomat haben es ein Team auf 1 Millionen Dollar Beute gebracht.

Ein Team von 14 Personen war bei diesem Coup beteiligt. Es wurde eine Sicherheitslücke bei der Automatentechnik ausgenutzt. Diese erlaubte mehrere Abhebungen innerhalb von 60 Sekunden, die jedoch nicht eingetragen wurden. Ara Keshishyan war der Kopf der Bande. Seine Gruppe von Leuten eröffnete Konten bei der Citibank und besuchte mit den entsprechenden Karten Casinos in Kalifornien und Nevada. Über die Sicherheitslücke gelang es den Betrügern ein Vielfaches ihres Einzahlungsbetrags abzuheben. Vorsicht trieb sie zu kleineren Abhebungen, die nicht auffielen. Es wurde gespielt, gegessen und sich unterhalten gelassen. Ein Großteil des Geldes wurde aber ausgezahlt. Keshishyan wurde gefasst und zu 30 Jahren Haft verurteilt. Seine Mitverschwörer mussten für fünf Jahre ins Gefängnis.

9. Casinos auf der ganzen Welt: Millionen US-Dollar im Blackjack gewonnen!

Die letzten zwei Tricksereien gehören zur besonderen Art. Zunächst gehen wir auf das MIT Blackjack Team ein. Mehrere Studenten des Massachusetts Institute of Technology entwarfen Strategien in Bezug auf das Kartenzählen. Ihr Spiel war Blackjack. Begonnen haben die Aktivitäten als Kartenclub der Uni. Die Mathegenies hatten bald schon höhere Ziele. Viele Übungsstunden waren nötig, bis die Taktiken perfekt waren. Anonyme Investoren unterstützten das Team mit privaten Geldmitteln.


Von 1979 bis zum Ende des Jahrhunderts wurde diese Masche mindestens durchgeführt. Bill Kaplan gilt als einer der Drahtzieher. Gründer ist J. P. Massar, welcher einen Kurs mit dem Titel „How to Gamble if You Must“ am MIT unterrichtete. Mit ihrer Kartenzähltechnik und den darin ausgebildeten Studenten, wurde der Starteinsatz in Höhe von 89.000 US-Dollar innerhalb von Wochen verdoppelt. Das Team war über viele Jahre, mit wechselnden Spielern, aktiv. Viele Studenten wurden wegen der Technik ausgeschlossen, darunter auch Kaplan. Sie waren bei den Casinos weitreichend bekannt. Dennoch wurde mit der „High-Low-Strategie“ beim Kartenzählen ein Betrag in Millionenhöhe gewonnen. Die genaue Summe ist unbekannt. Angeblich wurde die Gruppe 1993 aufgelöst, weil sich keine neuen Mitglieder fanden. Es wird jedoch gemunkelt, dass kleine Gruppen weiterhin aktiv waren und vielleicht sogar noch sind. Dieses Vorgehen ist Thema im Casino-Film „21“.

10. Unterschiedliche Casinos in Kalifornien (USA): 0 US-Dollar gestohlen

Vom Gegenwert her schafft es dieser Casino-Betrug eigentlich nicht in die Top Ten. Aber die Kuriosität ist hier eine Erwähnung wert. Das Jahr 1970 war Datum des versuchten Betrugs. Erneut sind es Studenten gewesen, dieses Mal von der University of California, die eine tollkühne Idee hatten. Mit Kleinstcomputern sollte das Verhalten der Roulette-Kugel analysiert werden. Dies wäre im Web, beim Mega Casino, nicht möglich.

Es ist nicht der erste Betrug, welcher sich diesem Thema annimmt. Auch hier sollte ermittelt werden, wo die Kugel liegen bleibt. Die kleinen Computer wurden an den Füßen der Studenten angebracht, immerhin durfte das Personal die Bedienung nicht spitzkriegen. Allerdings wurde eine Fehlfunktion ausgelöst. Die Computer sorgen für einen Kurzschluss, die Spieler erhielten Elektroschocks und ihre Strümpfe begannen zu brennen. Plan gescheitert, aber sicherlich ein Bild für die Götter im Live Casino!

Fazit: Die besten Casino Raubüberfälle und Betrügereien in der Geschichte

Ein Wahnsinn auf was für Ideen findige Spieler oder Betrüger doch kommen. Es ist zudem bemerkenswert, dass einige Verbrecher mit ihrer Beute entkommen konnten und sich vielleicht noch heute ein schönes Leben machen. Dennoch soll diese Aufführung nicht zur Nachahmung anregen. Sehr häufig wird ein Casino-Betrug mit vielen Jahren Haft „belohnt“.

Die häufigsten Spiele, welche für Tricks benutzt werden, sind Roulette und Blackjack. Spielautomaten sind hingegen für Betrügereien nicht anfällig. Hier könnte nur technisch manipuliert werden, was sicherlich auf den Überwachungskameras im Casino zu sehen wäre. Dennoch wird hier ein bunter Mix von cleveren Verbrechen und kuriosen Versuchen aufgezeigt.

Autor Mark Weber

 

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