10 Jahre Thomas Müller

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Thomas Müller debütierte vor genau 10 Jahren in der Bundesliga. Bild: Shutterstock

Thomas Müller feiert am 15. August ein bemerkenswertes Jubiläum. Vor genau zehn Jahren begann seine Karriere in der Bundesliga gegen den Hamburger Sportverein. Exakt zehn Jahre später spielt er erneut gegen Hamburg. Der FC Bayern bestreitet beim HSV einen letzten Test, bevor die Saison mit dem Pokalspiel beginnt.

Am 15. August 2008 wird Müller für Miroslav Klose eingewechselt und erreicht mit seinen Bayern ein 2:2 gegen den HSV. Der damals 18-Jährige spielte unter Trainer Jürgen Klinsmann allerdings keine große Rolle. Nur drei weitere Einsätze kamen dazu, Müller wurde in der zweiten Mannschaft der Bayern eingesetzt. In der dritten Liga kämpfte der Stürmer um den Klassenerhalt und erzielte 15 Tore für die Amateure. Für die Bayern endete Müllers erste Saison ohnehin wenig erfolgreich. Jürgen Klinsmann wurde entlassen und man fand sich am Ende in ungewohnten Regionen der Tabelle wieder. Während Wolfsburg Meister wurde, erreichten die Münchner nur die Vizemeisterschaft. Zur Saison 2009/10 wurde Louis van Gaal der neue Coach an der Säbener Straße. Van Gaal erklärte sofort: „Müller spielt bei mir immer“. Der Holländer setzte großes Vertrauen in seinen 19-jährigen Stürmer und verzieh ihm auch schlechte Spiele.

Unaufhaltsam Richtung Weltkarriere

Die erste Saison, in der Thomas Müller trotz seiner erst 19 Jahre zum Stammpersonal gehörte, verlief nahezu perfekt. Er erzielte 13 Tore und gewann zwei Titel. Die Meisterschaft holte Bayern mit großem Vorsprung, im Pokal besiegte man die Bremer mit 4:0 im Finale. Fast wäre Müller gleich der ganz große Wurf gelungen. Im Endspiel der Champions League war Inter Mailand zu stark und verhinderte das Triple. Nach der erfolgreichen Saison durfte Thomas Müller mit zur WM nach Südafrika. Er wurde auf Anhieb Torschützenkönig und kam als Drittplatzierter zurück. Nach knapp drei Jahren unter seinem Mentor Louis van Gaal kam Jupp Heynckes zu den Bayern. Für Müller änderte sich zunächst nichts, er blieb weiter unantastbar. Nicht nur auf dem Spielfeld, auch bei den Fans erlangte er Sonderstatus. 2013 machte er sich dann unsterblich. Neben Meisterschaft und Pokal klappte es endlich mit der Champions League. Im Halbfinale schoss Müller zwei Tore gegen den großen FC Barcelona und weinte wenig später vor Glück über den gewonnenen Titel.

Stammplatz in Gefahr

Heute ist sein Bundesligadebüt genau zehn Jahre her. In einem Testspiel gegen die Hamburger feierte Müller ein perfektes Jubiläum und steuerte zwei Treffer zum 4:1 Sieg bei. Thomas Müller hat alles gewonnen. Die Meisterschaft und den Pokal mehrfach, dazu kommt die Champions League und der WM Titel des Jahres 2014. Trotz dieser Erfolge muss er unter Niko Kovac hart um seinen Stammplatz kämpfen. In den letzten beiden Jahren meldeten sich mehr und mehr Kritiker, die seinen Spielstil für nicht mehr tragbar halten. Bei der WM 2018 ging Müller mit all seinen Mitspielern unter. Einige Fans der deutschen Nationalmannschaft kritisierten Bundestrainer Joachim Löw, dass er Müller überhaupt nominiert hatte. Seinen Torriecher verliert Müller nicht. Technisch aber zeigten sich in den letzten Jahren einige Defizite, an denen er arbeiten muss. Bei den Bayernfans genießt er dennoch großes Vertrauen. Unter Kovac aber muss sich jeder Weltstar beweisen, um es in die Stammelf zu schaffen.

Unser Autor: Benjamin Dworak

Autor Benjamin Dworak

Ich fühle mich ein wenig wie Otto Rehhagel. Als Kind der Bundesliga eben. Wett-Tipps für die 1.Bundesliga, 2. Bundesliga und Wettempfehlungen für den DFB-Pokalsind mir wie auf den Leib geschnitten. Hier kenne ich Vereine, Spieler und Entwicklungen aus dem Effeff. Und zwar nicht nur beim Effzeh. Am Ende gilt für jede Wettanalyse: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Das wusste schon König Otto. Daran lasse ich mich bei jedem einzelnen meiner Wett-Tipps messen.

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