3:3 nach 0:3: Wilde Dortmunder Aufholjagd gegen Paderborn

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In letzter Minute rettet der BVB einen Punkt gegen den Tabellenletzten. Bild: Paimages

Was für ein spektakulärer Start in den zwölften Spieltag! Borussia Dortmund rettet in letzter Minute einen Punkt gegen den SC Paderborn. Mit 0:3 lag der Vizemeister sensationell zurück. In der zweiten Halbzeit startete man die Aufholjagd und muss das eigentlich enttäuschende Remis noch als Erfolg verbuchen.

Etwas besseres kann dem BVB nach der Pleite beim FC Bayer eigentlich nicht passieren. Schlusslicht Paderborn gastiert im Signal Iduna Park. Der ideale Aufbaugegner, um sich für die 0:4-Klatsche zu rehabilitieren und die Diskussionen um Trainer Lucien Favre zu beenden. So hatte man sich den zwölften Spieltag aus Dortmunder Sicht vorgestellt, doch das Spiel sollte ganz anders verlaufen. Dortmunds Kapitän Marco Reus war nach überstandener Verletzung wieder fit. Noch bevor die Partie richtig begonnen hatte, stand es bereits 0:1. Nach einer Dortmunder Ecke konterte der Tabellenletzte blitzschnell. Nico Schulz wurde überlaufen und Streli Mamba brachte den Ball zur frühen Führung im Dortmunder Tor unter. Die Dortmunder waren sichtlich geschockt. Bei eigenem Ballbesitz wussten sie sich nicht zu helfen. Obendrein liefen sie immer wieder in gefährliche Konter der Paderborner. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe der BVB wenigstens zu einigen Abschlüssen kam. Zwingend waren sie jedoch nicht.

Doppelschlag vor der Pause

Mehr als zwei Halbchancen von Raphael Guerreiro sprangen nicht heraus. Viel besser machten es die Gäste. Defensiv standen sie sicher, offensiv überrumpelten sie die Dortmunder immer wieder. So auch in der 37. Spielminute. Zolinski schlug aus der eigenen Hälfte heraus einen Pass auf Mamba. Der Stürmer lief alleine auf Roman Bürki zu, behielt die Nerven und feierte seinen Doppelpack. Doch damit nicht genug. Nach dem 0:2 waren die Borussen vollkommen von der Rolle. Schon in der 38. Minute hätte es 0:3 stehen können, doch Bürki konnte noch eingreifen. Fünf Minuten später war es passiert. Gerrit Holtmann traf zum dritten Mal für Paderborn. Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel ein nie für möglich gehaltenes 3:0 für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel brachte Favre Achraf Hakimi. Plötzlich war der BVB im Spiel. In der 47. Minute fiel der schnelle und wichtige Anschlusstreffer durch Sancho. Mehr wollte den Dortmundern vorerst trotz guter Gelegenheiten nicht gelingen.

Später Ausgleich

Nachdem Mamba in der 64. Spielminute die große Chance auf das 1:4 vergab, drehte der BVB wieder auf. Der Anschlusstreffer lag nun immer mehr in der Luft, wollte jedoch erst in der 84. Minute fallen. Witsel sorgte per Kopf für das 2:3 und Dortmund warf nun alles nach vorne. Mit Erfolg, denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit markierte Kapitän Marco Reus doch noch das 3:3. 3:3 nach 0:3, eigentlich ein großer Erfolg der Moral. Beim BVB allerdings herrschte mehr Tristesse als ausgelassene Jubelstimmung. 45 Minuten lang lies man sich im eigenen Stadion vom Tabellenletzten herspielen. Absolut indiskutabel für den selbsternannten Meisterschaftsaspiranten. Die Kritik um Lucien Favre dürfte nach diesem Auftritt alles andere als leiser werden. Paderborn hätte vor Anpfiff ein Remis wohl sofort unterschrieben. Nach der verspielten Führung ließ der Tabellenletzte verständlicherweise die Köpfe hängen. Paderborn bleibt Letzter, der BVB bleibt angeschlagen. Und Favre bleibt Trainer?

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