Abstiegsgipfel in Wolfsburg

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Steigt der HSV an diesem Spieltag bereits ab? Bild: Shutterstock

Am 32. Spieltag kommt es zu einem echten Endspiel für den Hamburger SV. Am Samstagnachmittag muss man beim VfL Wolfsburg unbedingt gewinnen. Bei einer Niederlage könnten die Hanseaten bereits zwei Spieltage vor Schluss als Absteiger feststehen. Für den VfL wäre ein Sieg gleichzeitig die Rettung im Abstiegskampf.

Mit 25 Punkten steht Hamburg aktuell auf Platz 17. Die Wolfsburger liegen zusammen mit Mainz auf den Plätzen davor, beide haben 30 Zähler. Die Ausgangslage für den HSV ist klar, nur ein Sieg und drei Punkte helfen, um noch eine Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Folgende Konstellation ergibt sich in der Liga, wenn der HSV gewinnt:

Sieg HSV, Sieg Mainz: Hamburg würde den Rückstand auf Wolfsburg auf nur noch zwei Punkte verkürzen, Mainz aber bleibt weiterhin fünf Punkte vor den Rothosen. Bei nur noch sechs zu vergebenen Punkten ginge es beim HSV dann wohl nur noch um die Relegation.

Sieg HSV, Niederlage Mainz: Die perfekte Konstellation. Für Hamburg wäre plötzlich sogar der direkte Klassenerhalt wieder in greifbarer Nähe, auf den rettenden Platz 15 wären es nur noch zwei Pünktchen Rückstand. Bei einem Mainzer Unentschieden stünden drei Punkte Rückstand auf Platt 15 zu Buche, ebenfalls noch aufzuholen.

Was passiert bei einer Hamburger Niederlage?

Verliert der HSV, könnte es ein bitterer 32. Spieltag werden.

Niederlage HSV, Niederlage Mainz: Nur mit dieser Konstellation bliebe ein wenig Resthoffnung beim Dino. Wolfsburg wäre nicht mehr einzuholen, Mainz weiterhin fünf Punkte weg. Hamburg müsste also zweimal gewinnen und darauf hoffen, dass Mainz keinen Punkt mehr holt.

Niederlage HSV, Punktgewinn für Mainz: Das wäre gleichbedeutend mit dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte. Das schlechtere Torverhältnis der Hamburger im Vergleich zu den 05ern zeigt, dass Mainz auch ein Punkt genügt, um bei einer Niederlage des HSV nicht direkt abzusteigen.

Unglücklich für die Hamburger ist auch, dass sie nicht wissen, was die Konkurrenz macht. Mainz hat den Vorteil, erst am Sonntag gegen kriselnde Leipziger spielen zu müssen. Es kann also sein, dass die Hamburger am Sonntagabend auf der Couch absteigen werden.

Es steht viel auf dem Spiel

Für beide Mannschaften ist das Duell das wohl spannendste der Saison, denn beide wissen: Ein Sieg kann alles verändern. Die Aussichten für den HSV sind gegen Wolfsburg nicht gerade rosig. Nur eins der letzten 13 Spiele konnte der Dino für sich entscheiden. In Wolfsburg schafften sie in der Bundesligageschichte sogar nur vier Siege gegen den VfL, der letzte datiert vom 12. Februar 2011. Motivation soll nicht das Problem sein, der Ligaverbleib steht für beide Mannschaften auf dem Spiel. Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia könnte seinen Ex-Klub nun in die zweite Liga schicken. Ausgerechnet Labbadia, der 2015 der gefeierte Held war, als er in letzter Sekunde in der Relegation doch noch den Abstieg vermeiden konnte. Schiedsrichter der Partie wird Daniel Siebert sein. Gut möglich, dass es auf ihn und seine Kollegen besonders ankommen wird. Ein Spiel auf hohem Niveau ist nicht zu erwarten, zu viel steht auf dem Spiel. Kampf, Siegeswille und die Angst.

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