Armin Veh rudert zurück mit Kritik

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Die harte Kritik hat Armin Veh mittlerweile relativiert. Bild: Shutterstock

Kölns neuer Sportdirektor Armin Veh kritisierte in der Woche des letzten Spieltags Ex-Trainer Peter Stöger, weil die Mannschaft, so hieß es, mangelnde Fitness aufwies. Nun ruderte Veh mit seiner Kritik aber zurück und zeigte Verständnis für den jetzigen Coach von Borussia Dortmund, der im Dezember in Köln entlassen wurde.

Vor dem 1:0 Sieg der Kölner gegen den VfL Wolfsburg am letzten Spieltag der Hinrunde, was gleichzeitig auch der allererste Dreier der Domstädter war, hatte Veh mit folgenden Worten in Richtung Peter Stöger geschossen: „Die Mannschaft ist körperlich und mental schwer angeschlagen. Ich bin nicht da für weiche Aussagen.“ Schon damals aber machte Veh auch klar, dass seine Kritik eine Unterstützung für Trainer Stefan Ruthenbeck sein sollte. „Ich muss das klar sagen, auch um unseren Trainer zu schützen“. Stöger selbst wurde nach den Partien des 17. Spieltages mit Vehs Aussagen konfrontiert und kommentierte dies teils überrascht, aber auch teils ironisch. Nun also hat Veh noch einmal Stellung zu seiner Kritik genommen und erklärt, weshalb er seine Aussagen so getroffen habe. Kritisiert hat er nicht die Leitung von Peter Stöger, sondern nahm lediglich den neuen Trainer aus der Schusslinie.

Veh versteht Stögers Situation

„Wir hatten 13 verletzte Spieler und nach 16 Spielen drei Punkte – das waren die Fakten. Ich habe in 27 Jahren als Trainer auch Phasen gehabt, in denen ich eine schlechte Trainingssteuerung hatte. Das passiert eben mal. Das kann jedem passieren. Und es ist nicht unnormal, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem, wie wir stehen, und wie es passiert ist. Da kann ich ein Lied von singen." So äußerte sich Veh im Laufe der Woche und sprach Stöger damit von seiner Kritik überwiegend wieder frei. Veh betonte weiterhin, dass er keine chaotischen Verhältnisse beim Tabellenletzten vorgefunden habe. Auf allen Ebenen arbeite man beim FC professionell. Die sportliche Situation der Geißböcke dagegen ist nur schwer schönzureden. Mit 6 Punkten ist man weit abgeschlagen auf dem letzten Platz, auch der neue Chef weiß um diese nahezu aussichtslose Situation. Der Klassenerhalt wäre laut Veh ein kleines Wunder.

Weiter mit Ruthenbeck

Seine erste Entscheidung beim FC traf Armin Veh noch vor Beginn der Winterpause: Interims-Coach Stefan Ruthenbeck wird auch in der Rückrunde an der Seitenlinie stehen. Ob er allerdings auch mit dem FC den (wahrscheinlichen) Gang in die zweite Liga antreten wird, darüber entscheidet Veh mit seinen Kollegen des Vorstandes dann erst im Frühjahr. In Sachen Fitness werden die Kölner in der Vorbereitung auf die Rückserie arbeiten können, denn abschenken wollen sie die 17 Partien auf keinen Fall. Die Kritik Vehs an Stöger, die ihm seinerseits nicht nur beipflichtende Worte eingebracht hatte, war also mehr als Randnotiz wahrzunehmen. Peter Stöger hat sich auf die Relativierung von Veh bislang noch nicht geäußert. Für den FC geht es am 14. Januar in das Unternehmen „Wunder vom Klassenerhalt schaffen“, und das ausgerechnet gleich mit dem Derby daheim gegen die Borussia aus Mönchengladbach, Vehs Ex-Klub.

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