Bayern bringt ein 1:0 dramatisch über die Zeit

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Sven Ulreich hielt Bayerns Sieg in der Nachspielzeit fest. Bild: Shutterstock

Seit mehr als 7,5 Jahren wartet der VfB auf etwas Zählbares gegen die Münchner, auch am letzten Hinrunden-Spieltag reißt diese Serie nicht. Die Schwaben verloren nach großem Kampf und starker Leistung mit 0:1, und das, obwohl sie in der Schlusssekunde mit einem Elfmeter den lang ersehnten Punkt hätten holen können.

Das Spiel begann beinahe so, wie man es erwartet hätte. Noch keine Minute war gespielt, da hätte Robert Lewandowski fast das 1:0 erzielt. Doch dieser erste Warnschuss der Gäste war wider Erwarten für sehr lange Zeit das letzte Ausrufezeichen in Richtung Stuttgarter Tor. Die Schwaben standen defensiv stabil und ließen die Bayern nicht zum Kombinieren kommen. Anders als viele Mannschaften, setzten sie aber nicht nur auf die Defensive, sondern konnten immer wieder für Torgefahr sorgen. Bei den Bayern wurde es nur einmal richtig gefährlich, als ein Stuttgarter Fehler Tolisso ermöglichte, auf Ron Robert Zieler zuzulaufen, doch dieser parierte den Schuss. Besonders Andreas Beck lieferte eine überragende Partie ab und machte seine rechte Seite nahezu komplett zu. Auch Ex-Bayer Holger Badstuber spielte eine glänzende Partie. Mit einem schmeichelhaften 0:0 für den Herbstmeister ging es in die Kabinen.

Ein wenig Besserung auf Münchner Seite

Die Stuttgarter kamen zunächst besser aus der Kabine, doch nach einer Stunde wurden die Bayern besser. Trotz erhöhter Torgefahr hielt das Stuttgarter Defensivkonstrukt den Münchner Angriffen nahezu mühelos stand. Die beste Chance hatte Jerome Boateng mit einem Distanzschuss, den Zieler glänzend parierte. Es dauerte bis zur 80. Minute, eher der eingewechselte Thomas Müller einen der ganz seltenen Fehler der Stuttgarter Hintermannschaft nutzte. Nach einem Pass von Coman stand Müller blank und erzielte sein 2. Saisontor. Zieler stand zwar im Torwarteck, hatte aber keine Chance. Der VfB gab nun keinesfalls auf. Ausgerechnet Holger Badstuber hatte die größte Chance zum Ausgleich, als er nach einer Ecke frei zum Kopfball kam. Sven Ulreich, zum 1. Mal für Bayern an alter Wirkungsstätte im Tor, lenkte den Ball noch über die Latte. Ulreich, der mit Pfiffen und Beleidigungen 90 Minuten lang konfrontiert war, spielte erneut eine starke Partie.

Dramatik in der Nachspielzeit

Was die Bayern mit ihren 100%igen Torchancen in den letzten Minuten anstellten, gleicht einem Ding der Unmöglichkeit. Komplett aufgerückter Stuttgarter sahen nach eigener Ecke eigentlich das sichere 2:0 für die Münchner, doch gleich zweimal brachten es Lewandowski, Müller und James fertig, den Ball nicht über die Torlinie zu bringen. Die letzte Minute brachte noch einmal Aufregung: Niklas Süle holte zum Schuss im eigenen Strafrauf aus, traf minimal den Ball, danach aber das Knie von Asacacibar. Video-Schiri Jochen Drees schaltete sich ein und es gab in der 94. Minute den Strafstoß für den VfB. Akolo übernahm die Verantwortung, scheiterte aber an Sven Ulreich. Der Keeper trotzdem den Schmährufen des Publikums und avancierte zum Matchwinner seiner Bayern, nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen. Die Stuttgarter, die nun mit nur 2 Pünktchen Vorsprung vor dem 17. überwintern, hätten sich einen Punkt redlich verdient gehabt. Die Bayern gehen nur mit einem zweistelligen Vorsprung in die Winterpause.

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