Bayern mit Interesse an Vogt?

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Holen die Bayern Kevin Vogt, falls Boateng geht? Bild: Shutterstock

Kevin Vogt von der TSG 1899 Hoffenheim soll auf dem Wunschzettel vom FC Bayern stehen. Angeblich möchte der neue Trainer Niko Kovac den 26-jährigen Innenverteidiger in seinem Team haben. Der Wechsel würde allerdings nur Sinn machen, wenn ein anderer Innenverteidiger die Münchner verlässt. Medienberichten zufolge könnte das Boateng sein.

Um den Weltmeister ranken sich seit einigen Wochen Wechselgerüchte. Vor dem Pokalfinale bekräftigte Boateng selbst, dass alles offen sei. „Das Ausland ist immer interessant. Man hat nicht viele Chancen. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er nochmal die Erfahrung sammeln möchte“. Bei den Münchnern läuft sein Vertrag noch bis 2021. Mit Mats Hummels und Niklas Süle stehen zwei etablierte Innenverteidiger bereit, dazu gesellt sich Lukas Mai, der Ende der Saison zu ersten Einsätzen kam. Javi Martinez, meistens auf der Sechs im Einsatz, kann ebenfalls im Abwehrzentrum aufgestellt werden. Würde Boateng aber wirklich gehen, werden sich die Bayern wohl um Ersatz bemühen. Kursierte kürzlich noch ein Gerücht um Milans Leonardo Bonucci, soll jetzt mit Kevin Vogt ein Bundesligaspieler im Fokus stehen. Vogt wäre schon der vierte Hoffenheimer, den die Bayern innerhalb von nur einem Jahr verpflichten würden.

Rudy, Wagner, Süle, Gnabry, Vogt?

Neben Sebastian Rudy und Niklas Süle kam im Winter 2018 auch Sandro Wagner nach München. Serge Gnabry, den die Bayern verpflichtet hatten, war letzte Saison nach Hoffenheim ausgeliehen. Kevin Vogt wäre jetzt also bereits der fünfte Spieler mit Hoffenheimer Vergangenheit, auch David Alaba war kurzzeitig an die TSG ausgeliehen. Der Kapitän der Kraichgauer besitzt keine Ausstiegsklausel und würde wohl relativ teuer werden. Uli Hoeneß hatte am Rande der Meisterfeier angekündigt, keine großen Transfers zu tätigen. „Wir werden nix mehr investieren, sondern werden unsere Spieler dazu bringen, besser zu spielen“. Allerdings betonte Hoeneß auch, dass diese Aussage nur dann ihre Gültigkeit behält, wenn kein Spieler den Verein verlassen werde. Ein Abgang von Boateng ist vermutlich gleichbedeutend mit der Suche nach Ersatz.

Gut genug für Bayern?

Jerome Boateng musste in den letzten Jahren häufig verletzt passen. Auch leistungstechnisch schlichen sich deutlich mehr Fehler ein, als zu seiner Spitzenzeit 2013 und 2014. Trotzdem schreibt man dem Weltmeister ein anderes Format zu, als Kevin Vogt. Der Hoffenheimer beendet die Saison mit überragenden Werten. 91 Prozent seiner Zuspiele fanden den Mitspieler, dazu sind seine 2.474 Ballkontakte der Bestwert der Liga. Das erste Mal, dass Vogt im Kader für ein Bundesligaspiel stand, war im März 2009. Der Gegner: FC Bayern München. Debütiert hat er allerdings erst eine Woche später für den VfL Bochum. Im Anschluss an die Bochumer Zeit reifte er beim FC Augsburg sowie beim 1. FC Köln. Bei beiden Klubs war er Stammspieler und zeichnete sich vor allem durch variable Einsetzbarkeit aus. Vogt kann sowohl als Innenverteidiger, als auch als rechter Verteidiger sowie defensiver Mittelfeldspieler auflaufen. Diese Flexibilität soll auch Niko Kovac begeistert haben. Ob Vogt wirklich die Qualität hat, für die Bayern aufzulaufen und sich mit den Besten in der Königsklasse zu messen, zeigt sich eventuell, wenn Boateng eine Entscheidung getroffen hat.

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