Bayern nur Remis gegen Freiburg

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Ein schwacher FC Bayern muss sich mit einem 1:1 gegen Freiburg zufriedengeben. Bild: Imago

Der FC Bayern kommt weiter nicht richtig in Schwung. Am zehnten Spieltag spielte der deutsche Rekordmeister in der Allianz Arena nur 1:1 gegen den SC Freiburg. Durch den vergebenen Sieg haben die Münchner vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund. Die Freiburger verdienten sich den Zähler durch eine couragierte zweite Hälfte.

Für die Bayern war das Ziel klar: Drei Punkte gegen den Sportclub müssen her, um nächste Woche entspannt zum Ligagipfel nach Dortmund zu reisen. Verzichten mussten sie auf Thiago, der sich im Pokalspiel gegen Rödinghausen eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Für den Spanier rückte Joshua Kimmich auf die Sechs. Rafinha lief dafür in der Viererkette auf. Auch Renato Sanches durfte von Beginn an ran, Javi Martinez bekam eine Pause. Freiburgs Marschroute war klar: Die Bayern vom eigenen Tor fernhalten und hin und wieder zu gefährlichen Angriffssituationen kommen. In den ersten 15 Minuten drückten die Münchner aufs Gaspedal. Sie kontrollierten die Partie nach Belieben, nur Großchancen waren noch Mangelware. Nach der guten Anfangsphase jedoch ließen die Offensivbemühungen nach. Die Bayern verfielen wieder in ein lethargisches Spiel. In der 26. Minute hatte Lewandowski die große Chance zum 1:0, doch Schwolow konnte parieren.

Kaum Spielfreude

Arjen Robben hatte zehn Minuten vor der Halbzeit eine gute Gelegenheit, doch auch hier war der Freiburger Schlussmann zur Stelle. Mit einem nicht unverdienten 0:0 ging es in die Kabine. Freiburg nahm offensiv nur höchst selten am Spiel teil, verteidigte aber geschickt, ohne nur zu zerstören. Nach Wiederanpfiff wurde die Elf von Christian Streich sogar immer mutiger. Bei den Bayern lief weiterhin nicht viel zusammen, also probierten es die Freiburger. In der 54. Minute trafen sie sogar, doch der Treffer wurde korrekterweise wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Wenige Minuten später herrschte Aufregung auf der anderen Seite. Gulde war der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen. Schiedsrichter Felix Zwayer überprüfte die Szene, stellte aber kein absichtliches Handspiel fest. Der Elfmeterpfiff blieb somit aus. Über weite Strecken der zweiten Hälfte zeigte sich der FC Bayern erschreckend schwach. In der Offensive passierte nicht viel, sodass die Fans ihren Unmut mit Pfiffen äußerten.

Turbulente Schlussphase

In der 80. Spielminute fiel doch noch der Treffer für die Münchner. Nachdem Kombinationen an diesem Nachmittag keinen Erfolg brachten, war es eine Einzelaktion. Serge Gnabry spazierte durch die Freiburger Hintermannschaft und traf mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:0. Die Führung verschaffte den Bayern aber nicht die gewohnte Sicherheit. In der 89. Minute traf Lukas Höhler mit dem Kopf zum Ausgleich. Das 1:1 war nicht unverdient für die Breisgauer. Das erneut schwache Auftreten des FC Bayern war bereits das vierte sieglose Spiel in der Allianz Arena in Folge. Freiburg jubelte nach dem Abpfiff über den gewonnenen Punkt. Seit über 20 Jahren hatte der SC jedes Duell in München verloren. Joshua Kimmich zeigte seine wohl schlechteste Leistung im Trikot des FC Bayern. Seine Zweikampfquote lag während dem Spiel teilweise unter sieben Prozent. Sollten die Bayern am kommenden Spieltag in Dortmund gewinnen wollen, muss eine deutliche Leistungssteigerung erfolgen. Der Druck auf Trainer Niko Kovac wächst indes.

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