Bittencourt nach Hoffenheim?

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Hoffenheim wird wohl die Ausstiegsklausel bei Leonardo Bittencourt ziehen. Bild: Shutterstock

Kölns Leonardo Bittencourt steht kurz vor einem Wechsel zur TSG 1899 Hoffenheim. Der 24-Jährige wird den FC verlassen und nicht mit in die zweite Bundesliga gehen. Im Rennen um Bittencourt waren auch einige internationale Klubs, die direkte Champions-League-Qualifikation der Hoffenheimer aber soll letztendlich den Ausschlag gegeben haben.

Dass der Offensivspieler Köln verlassen wird, kommuniziert auch Sportdirektor Armin Veh schon seit einigen Wochen sehr offen. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihn gerne halten würde. Aber wir müssen damit leben, dass Leo uns wahrscheinlich verlassen wird. Da kann ich ihm auch nicht böse sein. Leo ist ein guter Junge“. Jonas Hector, Timo Horn und Marco Höger hatten ihre Verträge in Köln trotz des Abstiegs verlängert und keinen Gebrauch von ihrer Ausstiegsklausel gemacht. Bei Bittencourt sieht die Klausel vor, dass eine Ablöse acht Millionen Euro betragen muss. Ein Betrag, der für einen Spieler seiner Klasse fast schon ein Schnäppchen ist. Zugeschlagen soll nun also die TSG 1899 Hoffenheim haben. In der Bundesliga sollen auch Schalke, Bremen und Leipzig um die Gunst des Linksaußen gebuhlt haben. Mit Hoffenheim, Schalke und Leipzig sind drei Klubs im Rennen, die in der nächsten Saison international spielen.

Nachfolger von Gnabry

Hoffenheim und Schalke spielen im Gegensatz zu RB Leipzig in der Königsklasse. Bei den Kraichgauern, die sich überraschend vor dem BVB als Dritter direkt für die Champions League qualifiziert hatten, kann Bittencourt eine Lücke füllen. Serge Gnabry, der eine überragende Saison bei der TSG gespielt hat, war nur ausgeliehen und geht zurück zum FC Bayern. Bittencourt könnte den zur Zeit verletzten Gnabry eins zu eins ersetzen. Der Stürmer machte besonders im Schlussspurt auf sich aufmerksam, sodass mehrere Vereine beim FC anklopften. Für Köln gelangen ihm so viele Torbeteiligungen wie nie zuvor in seiner Karriere. In 76 Spielen für die Domstädter erzielte er zwölf Treffer und bereitete 17 weitere vor. Für Hannover 96 und den BVB, wo er nur zu sporadischen Kurzeinsätzen kam, war die Ausbeute deutlich geringer. Wäre der Deutsch-Brasilianer nicht immer wieder von einigen Verletzungen zurückgeworfen worden, würde seine Bilanz wohl noch besser aussehen.

Bittencourt passt ins TSG-System

Das schnelle Umschaltspiel der TSG über die Außen kommt Bittencourt sehr gelegen. Andrej Kramaric gilt für die kommende Saison als gesetzt. Der Mittelstürmer, der mit seinen vielen Toren maßgeblich am Erreichen der direkten Champions League beteiligt war, verliert seinen Konkurrenten Mark Uth, der zum FC Schalke 04 wechselt. Bittencourt kann, wenn er verletzungsfrei bleibt, Serge Gnabry optimal ersetzen. Benfica Lissabon, die AS Monaco und die Spurs aus Tottenham bieten ihm auch die Teilnahme am europäischen Geschäft, doch der 24-jährige Noch-Kölner möchte lieber in Deutschland bleiben. Mit Julian Nagelsmann bekommt er zudem einen Trainer, der junge Spieler perfekt ein- und aufbauen kann. Hoffenheim hat noch bis zum 31. Mai Zeit, die Klausel bei Bittencourt zu ziehen. Doch bereits jetzt soll sich der Drittplatzierte der Saison 2017/18 sicher sein, in ihm den idealen Nachfolger für Gnabry gefunden zu haben.

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