Bleibt Heynckes tatsächlich Bayerntrainer?

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Gibt es im Sommer doch keinen Trainerwechsel bei Bayern München? Bild: Shutterstock

Es könnte DIE Überraschung schlechthin werden. Seit Monaten werden nationale und internationale Namen gehandelt, wer das Traineramt des FC Bayern übernimmt. Jupp Heynckes, so sagte er selbst, werde definitiv nur die Saison zu Ende trainieren. Von dieser Aussage aber distanzierte sich der Coach jetzt überraschenderweise. Bleibt er womöglich doch noch ein Jahr?

Thomas Tuchel, Julian Nagelsmann, Ralph Hasenhüttl, Niko Kovac, Antonio Conte oder Luis Enrique? Kandidaten finden sich genug, wer denn nun der Favorit für den Trainerjob beim FC Bayern sein soll. Als die Münchner nach dem Aus von Carlo Ancelotti Anfang Oktober 2017 plötzlich Jupp Heynckes aus dem Hut zauberten, war die Überraschung groß. Bei Spielern und Fans ist Heynckes äußerst beliebt, einen besseren Trainer gibt es für kaum jemanden. Nach einigen Wochen sickerte durch, dass er sogar ohne Vertrag beim Rekordmeister arbeiten würde. Zu groß sei die Freundschaft und die Verbundenheit, als dass solche Regularien nötig wären. Aber Heynckes betonte, dass er lediglich für den Rest der Saison den Posten übernehmen würde. Im Anschluss an eine hoffentlich erfolgreiche Saison wolle er Platz für seinen Nachfolger machen.

Heynckes brachte Spaß und Sicherheit zurück

Mit der Rückkehr von Heynckes änderte sich schlagartig das eher pomadig und lustlos wirkende Spiel der Bayern. Wie schon 2013, als die Münchner sensationell das Triple holten, stellte er eine Einheit zusammen. Unzufriedene Spieler wie Ribery oder Boateng fanden schnell zur Normalform zurück und die Spielfreude zeigte sich wieder auf dem Platz. Stand jetzt ist das Triple auch 2018 wieder möglich. Logisch, dass sich die Bayernbosse über einen Verbleib von Jupp Heynckes über die Saison hinaus freuen würden. Heynckes fühlte sich geschmeichelt, sagte aber klar, er werde definitiv nur diese Saison bei den Bayern bleiben. Trotz dieses Statements blieb Uli Hoeneß gewohnt hartnäckig und äußerte sich zu keinem der stets genannten Nachfolger-Namen. Obwohl auch Fredi Bobic vor wenigen Wochen zu Protokoll gab, er wisse über den neuen Trainer bei den Bayern Bescheid, wurde in München nichts dementiert oder bestätigt. Uli Hoeneß bestätigte sogar, dass er aktuell nur Plan A habe, der eine Verlängerung mit Heynckes vorsehen würde.

Rolle rückwärts bei Heynckes

Vor wenigen Tagen überraschte Heynckes dann mit folgender Aussage: „Ich habe bislang noch nie definitiv gesagt, dass ich am 30. Juni aufhören werde“. Mit diesem Satz hatten sowohl Fans, als auch Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, nicht gerechnet. Rummenigge bezeichnete Heynckes Aussage als „Rolle rückwärts“, wollte sich aber nicht zum weiteren Verlauf der Trainerfrage äußern. Es scheint, als wäre der Erfolgstrainer bereit, noch ein weiteres Jahr bei den Bayern an der Linie zu stehen. Diese Entscheidung würde wohl aber auch bedeuten, dass Thomas Tuchel, der Favorit auf den Trainerposten, nicht in Frage kommt. Tuchel, derzeit vereinslos, könnte ab der kommenden Saison sofort anfangen. Niko Kovac beispielsweise, ein weiterer Kandidat, ist noch ein Jahr an seinen Klub gebunden und hat bereits klargestellt, den Vertrag in jedem Fall zu erfüllen. Gut möglich also, dass Heynckes ein Jahr länger bleibt, um seinem FC Bayern mehr Zeit bei der Auswahl des richtigen Nachfolgers zu geben.

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