Boateng kritisiert die Bayernbosse

Fußball-News
Boateng will Aussprache mit Hoeness und Rummenigge. Bild: Shutterstock

Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Jerome Boateng und dem FC Bayern sind offensichtlich noch nicht beigelegt. Der Nationalspieler erhielt von seinem Verein die Wechselfreigabe, blieb aber trotzdem. Jetzt kritisiert Boateng die Bayernbosse öffentlich und wünscht sich mehr Rückendeckung. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben sich noch nicht zu seinen Aussagen geäußert.

Vor Saisonende kokettierte Boateng erstmals mit einem Wechsel. Das Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt verpasste er verletzt, dafür traf er Aussagen zu seiner sportlichen Zukunft. Es wurde deutlich, dass er einem Transfer nicht abgeneigt schien. Nach der Weltmeisterschaft zeigte sich der FC Bayern gesprächsbereit. Karl-Heinz Rummenigge ließ verlauten, dass Boateng bei einem passenden Angebot gerne wechseln könne. Bis zur letzten Minute der Transferperiode war nicht klar, ob Boateng die Münchner verlässt oder nicht. Manchester United wollte den Weltmeister verpflichten, doch die Red Devils gaben ein viel zu niedriges Angebot ab. Fortan war Paris St. Germain der neue Favorit. Die Franzosen führten Gespräche mit dem FC Bayern, doch die finanziellen Ansprüche wurden nicht erfüllt. Letztendlich blieb Boateng in München. Dort will er zurück zu alter Stärke finden, kritisiert jetzt aber die Verantwortlichen und bemängelt fehlendes Vertrauen.

Fokus auf dem FC Bayern

Die vergangenen Meinungsverschiedenheiten mit den Bossen hat Jerome Boateng nicht vergessen. „Mir ist es wichtig, noch mal klarzustellen, dass ich voll auf den FC Bayern fokussiert bin. Und dass ich es andererseits aber auch nicht so schön finde, wenn überall Sachen über mich behauptet werden und man dann keine öffentliche Unterstützung vom Verein bekommt. Mein Fokus liegt jetzt klar bei Bayern. Ich bin total klar im Kopf und freue mich auf die englischen Wochen, die Champions League, die Hymne“. Boateng kündigte an, bald das Gespräch mit Hoeneß und Rummenigge zu suchen. Er wolle sich beim FC Bayern weiterhin wohlfühlen und Missverständnisse aus der Welt schaffen. „Was mich wahnsinnig gestört hat, waren Aussagen nach der WM. Das war fast schon lustig: Da hieß es, ich sei nicht voll fokussiert, weil ich beim Südkorea-Spiel auf der Tribüne Ohrringe und Sonnenbrille trage, wenn die Sonne scheint“. Nicht selten muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass der Sport nicht seine oberste Priorität genießt.

Boateng unterstreicht Professionalität

Jerome Boateng bekräftigte, dass seine volle Konzentration auf seiner Karriere liegt. Er betonte, dass seine Vorbereitung absolut professionell ist. Noch vor den Trainingslagern mit dem FC Bayern kümmerte er sich stets um eigene Einheiten, um fit in die Saison zu starten. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Dass ich ein anderes Erscheinungsbild und andere Interessen habe als andere, das ist ja legitim, glaube ich. Und noch mal: Dass ich zu wenig auf den Fußball konzentriert bin, das kann mir niemand vorwerfen. Fragen Sie meine Mitspieler, fragen Sie meine Trainer“. Nach dem Champions League Auftakt seiner Bayern bei Benfica Lissabon möchte Boateng das Gespräch mit der Vereinsführung suchen. Für ihn sei es schade und unverständlich, dass man sich etwas voneinander entfernt hat, so Boateng. Sein Vertrag bei den Münchnern läuft noch bis zum Sommer 2012, dann wäre Jerome Boateng 32 Jahre alt.

Kommentare

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel zu Kommentieren bzw. einen Erfahrungsbericht zum Anbieter zu hinterlassen. Bitte beachten Sie die Netiquette.

© Copyright 2019 Sportwette.net