Bosz übernimmt Bayer Leverkusen

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Der ehemalige Dortmunder Peter Bosz wird Nachfolger von Heiko Herrlich. Bild: Imago

Bayer Leverkusen beendet die Hinrunde der Saison 2018/19 mit 24 Punkten auf Rang neun. Für die Ansprüche der Werkself ist dieser Zwischenstand nicht akzeptabel. Nach dem 17. Spieltag stellte die Führungsetage Cheftrainer Heiko Herrlich frei. Ein Nachfolger steht bereits fest. Der ehemalige Dortmunder Coach Peter Bosz soll Bayer noch in die Champions League führen.

Nach dem fünften Platz in der Vorsaison wollte Leverkusen 2019 den Einzug in die Champions League feiern. Ein Platz unter den ersten Vier aber scheint für Bayer aktuell in weiter Ferne. Die Verantwortlichen zogen jetzt Konsequenzen aus den bisherigen Enttäuschungen der Hinrunde. Cheftrainer Heiko Herrlich wurde nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin beurlaubt. Seit Juli 2017 war Herrlich im Amt gewesen. In der Europa League führte er seine Mannschaft zum Gruppensieg, in der Liga allerdings gelangen zu wenig Siege. Bayer startete denkbar schlecht in die Saison. Gegen Mönchengladbach, den VfL Wolfsburg und die Bayern setzte es gleich drei Niederlagen in Serie. Auf die Pleiten folgten zwei Siege, das Team schien sich zu stabilisieren. Im Anschluss an die beiden Erfolge wechselten sich grandiose und desaströse Leistungen ab, Leverkusen brachte keinerlei Konstanz in sein Spiel.

Entlassung trotz Aufwärtstrend

Zwischenzeitlich tauchte Bayer sogar im Tabellenkeller unter den Abstiegskandidaten auf. In den letzten Wochen dann stabilisierten sich die Auftritte endlich. Aus den letzten sechs Spielen holte Herrlich mit seiner Mannschaft vier Siege und ein Unentschieden, nur bei der Frankfurter Eintracht wurde verloren. Die Beurlaubung kommt für viele etwas überraschend. „Ich hätte es vor sechs Wochen verstanden. Da hatten sie eine schlechte Phase. Jetzt kann ich es nicht nachvollziehen, weil nur drei Punkte zum Europa-League-Platz fehlen. Wir werden im Mai sehen, ob die Entlassung gerechtfertigt war“, äußerte sich Mario Basler. Auch Stefan Effenberg hätte Herrlich noch Zeit gegeben. „Ich habe Bauchschmerzen mit dieser Entscheidung. Rein sportlich gesehen, kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie hatten gute Phasen und nicht so gute Phasen. Sie schaffen es nicht, oben mitzuspielen. Es gibt aber noch eine Rückrunde und die Reise ist ja noch nicht zu Ende“. Herrlichs Nachfolger steht bereits fest: Peter Bosz wird neuer Trainer werden.

Passt Bosz zu Bayer?

Der ehemalige Coach der Dortmunder ist seit gut einem Jahr ohne Job. Nach nur sechs Monaten wurde er im Dezember 2017 bei der Borussia entlassen und durch Peter Stöger ersetzt. Die Fans des BVB hielten viel von Bosz und rechneten den ausbleibenden sportlichen Erfolg mehr ihren Spielern zu. Durch die frühzeitige Entlassung von Herrlich hat Peter Bosz nun die gesamte Vorbereitung ab dem 4. Januar Zeit, sein neues Team kennenzulernen und einzustellen. „Er hat auf seinen Trainerstationen immer eine besondere Passion bei der Arbeit mit jungen Spielern gezeigt. Peter passt auch deswegen hervorragend zu uns, denn wir setzen seit vielen Jahren darauf, hochtalentierte Nachwuchskräfte weiterzuentwickeln und sie in einer ausgewogenen Kombination mit erfahrenen Profis auf Topniveau zu heben. Unsere Mannschaft wird vom Trainer Peter Bosz profitieren", freut sich Sportdirektor Simon Rolfes. Bosz lässt einen offensiven und schnellen Fußball spielen. Bei Bayer will er mit seiner Philosophie am Ende der Saison den Einzug in den Europapokal feiern.

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