Buchmacher Tipico für Sponsoring-Vertrag kritisiert

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Tipico wird für das Sponsoring der Bundesliga kritisiert. Bild: Shutterstock

Der renommierte Buchmacher und Sponsor von Bayern München, Tipico wurde von Transparency Deutschland wegen eines Bundesliga-Vertrags kritisiert. Dieser wurde zwischen dem Wettanbieter und der Bundesliga International abgeschlossen. In dem Vertrag wird nicht auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Spielmanipulation eingegangen. Das widerspricht laut Transparency der gesellschaftlichen Verantwortung, welche die DFL nach außen hin repräsentieren sollte.

Hintergrund der Kritik ist das Präventionsprojekt, welches die Deutsche Fußball Liga im Jahr 2010 mit Transparency entwickelt hatte, um die Spielmanipulationen einzudämmen. Allerdings wurde dieses Projekt von der DFL nur geringfügig weiterentwickelt und kaum ausgebaut. Das nun der Buchmacher Tipico ein Sponsor-Partner der kompletten ersten und zweiten Bundesliga für die Saison 2020/21 wird, steht der Projektmoral entgegen. Denn Tipico ist ein Wettanbieter, der Sportwetten anbietet und Spieler laut Transparency in die Gefahr bringt, spielsüchtig zu werden. Vor allem darf Tipico aufgrund des Sponsorvertrags mit Wettbewerbslogos der 1. und 2. Bundesliga werben. Ob sich das mit der gesellschaftlichen Verantwortung vereinbaren lässt, ist fraglich. Zwar erklärte die DFL, dass sie großen Wert auf Präventionsmaßnahmen gegen Spielmanipulation legt und sich ihrer Verantwortung bewusst ist, die Partnerschaft mit Tipico würde dem nicht im Wege stehen. Außerdem gäbe es bereits viele Aktionen und Initiativen der 36 Bundesligaclubs, die auf die Gefahren von Sportwetten und Spielmanipulation hinweisen würden.

Warum kritisiert Transparency den Vertrag

Private Sportwettenanbieter in Deutschland sind zwar geduldet, aber rechtlich nicht erlaubt. Denn laut Glücksspielstaatsvertrag muss es ein staatliches Sportwettenmonopol geben. Das bedeutet, nur der Anbieter Oddset darf eigentlich Sportwetten anbieten. Allerdings ist ein staatliches Monopol bei Glücksspielen- und Sportwetten laut EU-Gesetz verboten. Somit befinden sich private Buchmacher in einer Grauzone. Für Transparency ist das ein Grund, den Sponsor-Vertrag, der zwischen Tipico und der Bundesliga besteht, zu kritisieren. Denn es reicht nicht aus, dass sich die beiden Partner nur an der Werberichtlinie gemäß § 5 Abs. 4 Satz 1 des Glücksspielstaatsvertrags orientieren. Sie müssten sich auch an die aktuelle Gesetzgebung halten. Zudem bemängelt Transparency das grundsätzliche Vorgehen von Tipico. Sie verurteilte den Buchmacher dafür, den Ex-Nationaltorwart und Fernsehkommentator Oliver Kahn für Tipico als Markenbotschafter und Werbegesicht herangezogen zu haben. Tranparency fordert unter anderem deswegen ein generelles Werbeverbot für Sportwetten bei Fußballspielen der Bundesliga.

Tipico ist bereits Sponsor vom FC Bayern

Bereits seit zwei Spielzeiten ist Tipico Sponsor und Premiumpartner des FC Bayerns. Der Rekordmeister erhielt dafür mehrere Millionen Euro. Dass Tipico den Profiverein finanziell unterstützt, kann man gut finden oder nicht. Fakt ist: Der Sportwettenanbieter zahlt pro Saison zwischen fünf und sechs Millionen Euro für die Sponsoringrechten. Die Zusammenarbeit ist für die Münchner wie für den Buchmacher überaus erfolgreich. Deswegen wurde der Vertrag im vergangenen Jahr vorzeitig bis 2020/2021 verlängert. Mit dem Sponsorvertrag will Bayern München an seine fünf Siege in der UEFA Champions League anknüpfen und ein weiteres Mal deutscher Meister werden. Kontinuität wird in der Vereinsführung großgeschrieben. Die Partnerschaft mit Tipico gehört zu der sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte des Vereins.

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