Bundesliga: Die ersten Mannschaften trainieren wieder

Von Michael Schnellmann am

Der Liga-Betrieb ruht, die Bundesligisten bereiten sich individuell auf eine Wiederaufnahme der Saison vor. Die meisten Teams haben ihre Spieler ins Home-Training geschickt und mit umfangreichen Plänen ausgestattet. Mittlerweile kehren einige Mannschaften auf den Platz zurück. In Leipzig und Wolfsburg geht es weiter, allerdings ist der Trainingsbetrieb anders als gewohnt.

Obwohl klar ist, dass die Liga Anfang April noch nicht weitergehen kann, müssen sich die Bundesligisten dennoch auf dieses höchst unwahrscheinliche Szenario einstellen. Am morgigen Montag wird Trainer Oliver Glasner seine Spieler zum Mannschaftstraining begrüßen. „So lange das nicht gecancelt ist, müssen wir das so annehmen.“, so Sportchef Jörg Schmadtke im Hinblick auf den kommenden Spieltag. Das Training, das der VfL morgen aufnehmen wird, wird sich stark vom gewohnten Ablauf unterscheiden. Spieler und Trainer treffen sich im Stadion, denn dort sind die Räumlichkeiten weitläufiger. Hier, so Schmadtke, können die Abstände wesentlich besser eingehalten werden. Eine Sache wird es in Wolfsburg noch nicht geben: Die gemeinsame Rückkehr auf den Rasen. Die Mannschaft trifft sich zwar, wird sich jedoch anderweitig fit machen. „Wir haben eine Ausnahmeregelung beantragt und auch erhalten. Wir gehen aber davon aus, dass die kommende Woche ohne Ball gearbeitet wird.“, bestätigt Schmadtke.

Kleine Trainingsgruppen

Der gesamte Kader versammelt sich nicht in ein und dem selben Raum. Trainieren lässt man dafür in vier kleineren Gruppen. Diese vier Gruppen werden in vier verschiedenen Kabinen untergebracht und duschen auch separat. So lässt sich ein mögliches Infektionsrisiko so gut wie möglich minimieren. Nach jedem Gebrauch, bestätigt der VfL, werden alle Räume inklusive Duschen gründlich desinfiziert. In Leipzig ging es bereits am Freitag wieder los. Auch hier war an einen normalen, geregelten Trainingsbetrieb nicht zu denken. Am Trainingsgelände der Sachsen stehen einige Plätze zur Verfügung. Die Spieler durften also auf den Rasen, nicht aber in einer großen Gruppe. Sie wurden gesplittet zum Trainieren geschickt. Lauftraining, Torschusstraining, Dribblings – es wurde streng darauf geachtet, dass man jeden möglichen Körperkontakt reduzieren konnte. Umziehen mussten sich die Profis nicht in den normalen Kabinen. Sie nutzten ihre Tageszimmer im Leistungszentrum mit eigenen Duschen. Das Mittagessen wurde jedem einzelnen Profi vor die Tür gestellt.

Keine Ansteckungsgefahr

Diese Art des Trainings wollten die Sachsen weiterhin aufrecht erhalten, solange die Gesetze es erlauben. Da die Spieler kaum Kontakt zueinander haben und sich komplett abgeschottet umziehen, ist keinerlei Ansteckungsgefahr gegeben. Abseits des Trainings wurden ihnen untersagt, unter Menschen zu gehen. Seit Samstag ist allerdings klar: Vorerst muss sich wieder jeder Spieler Zuhause eigenständig fit halten. „Es ist derzeit für uns nicht absehbar, wann das nächste Mannschaftstraining in Dresden stattfinden wird. Sobald wir die Freigabe von den Behörden in Sachsen erhalten, starten wir wieder gemeinsam mit dem Teamtraining. Bis dahin dürfen die Spieler frei entscheiden, an welchem Ort sie die Aufgaben der individuellen Trainingspläne erledigen.“, so die Stellungnahme des ebenfalls betroffenen Klubs Dynamo Dresden. In Wolfsburg ist der derzeitige Trainingsbetrieb noch gestattet. Sollten auch in Niedersachsen die Regeln verschärft werden, geht es für die Wölfe zurück ins heimische Individualtraining. Die Spieler müssen sich derzeit in den eigenen vier Wänden vorbereiten.

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