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bwin: Zwei Akquisitions-Angebote sind eingegangen

Dass es bei dem Wettanbieter bwin in den letzten Jahren eher bergab als bergauf ging, ist kein Geheimnis. Noch vor einigen Jahren gehörte bwin zu den größten Online-Buchmacher, mittlerweile ist die Zahl der aktiven Kunden immens gesunken. Der bwin.party Gruppe denkt daher über eine Veräußerung des Geschäfts nach.

In den letzten Monaten hat sich bwin enorm bemüht, mit verschiedenen Aktionen und verbesserten Quoten zu alter Stärke zurückzufinden, gelungen ist dies allerdings nur bedingt. Das eigene Geschäft vor dem Verkauf noch einmal in die richtige Richtung zu lenken, um einen besseren Wert zu erzielen, blieb in erster Linie eine gut durchdachte Taktik. Im Jahr 2014 musste der Wettanbieter trotz der Zugkraft der Fußball-Weltmeisterschaft einen Verlust von über 92 Millionen Euro verbuchen.

Kaufinteresse bei GVC und 888 vorhanden

Die potenziellen Kaufinteressen scheint dies nicht sonderlich zu stören. Die bwin.party Gruppe bleibt mit einem Vermögen von 1,25 Milliarden Euro ein Wett- und Gamingriese, der sogar an der Londoner Börse notiert ist. Interesse an einer Akquisition haben mittlerweile zwei große Konkurrenten angemeldet. Am vergangenen Freitag hatte der Glücksspielkonzern GVC, der unter anderem für die Marken Casino Club, Betboo und Sportingbet verantwortlich ist, ein Angebot unterbreitet. Man wolle laut Kennth Alexander, CEO der GVC Holding jedoch nichts überstürzen. Wenn die bwin.party Gruppe zu viel Geld verlange, sei er glücklich abzusagen. Er benötige es nicht, Werte zu verlieren, indem er einen schlechten Deal abschließe.

Mittlerweile scheint sich diese Aussage etwas relativiert zu haben. Am Montag hat auch der Glücksspielkonzern 888 sein Interesse an bwin geäußert. Mit einem wohl recht hohen Angebot stieg das Unternehmen in das Rennen ein. Mit einem beinahe doppelt so hohen Marktkapital hätte 888 theoretisch einen großen Vorteil im womöglich stattfindenden Wettbieten. Doch auch die GVC-Verantwortlichen haben auf die neue Ausgangslage reagiert und einen Partner ins Boot geholt. GVC hat sich in Bezug auf die Akquisition von bwin mit dem kanadischen Pokerriesen Amaya Gaming zusammengetan. Amaya Gaming ist mit PokerStars und Full Tilt Poker der Branchenführer. Problemlos wurde das Angebot von GVC auf 1.5 Milliarden Euro erhöht.

Es scheint gut möglich, dass 888 das Wettbieten verlieren wird. Die „GVC-Amaya-Offensive“ scheint zu stark, als dass man alleine dagegen bestehen könnte. Das Akquise-Bündnis würde bei erfolgreicher Übernahme von bwin auch in Zukunft in gewisser Weise zusammenarbeiten. Demnach soll das Geschäft des Wettkonzerns nach Segmenten aufgeteilt werden. Das Pokergeschäft soll an den kanadischen Konzern gehen, während man die restlichen Geschäftsbereiche gemeinsam kontrollieren würde.

Positive Entwicklung für bwin-Aktionäre

Die bwin-Aktionäre dürfen sich über die aktuelle Entwicklung freuen. Nachdem der Wert ihrer Aktien in den letzten Jahren stetig an Wert verloren hat und zuletzt der Jahresverlust schwer in den Mägen lag, wirkt sich die potenzielle Akquisition positiv auf den Wert der bwin-Aktien aus. Durch das Wettbieten hat die bwin-Aktie beachtlich an Wert zugelegt.

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Autor Mark Weber

 

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