Das Leben des Rudi Assauer

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Leben für den Fußball: Rudi Assauers Karriere wird verfilmt. Bild: Shutterstock

Mehr als 18 Jahre lang war er der Boss des FC Schalke 04, holte den UEFA-Cup in den Pott und musste die Meisterschafts-Dramatik 2001 verkraften. Seit 2010 leidet Assauer unter Alzheimer, die Schalker Fans jedoch werden ihn immer bestens in Erinnerung behalten. Sein Leben als Manager der Knappen wurde nun verfilmt und soll im März vorgestellt werden.
Für die Premiere des 90-minütigen Streifens hat man sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Nicht etwa eine Kinoleinwand soll der Schauplatz für die Erstausstrahlung werden, sondern der große Videowürfel in seiner Schalker Arena. Vor mehr als 54.000 Fans also wird der Film Premiere feiern, eine größere Aufführung dieser Art hat es wohl noch nicht gegeben. Das Doku-Drama „Rudi Assauer – Macher, Mensch, Legende“ wurde von Regisseur Don Schubert, den viele auch durch „Hai-Alarm auf Mallorca“ kennen, konzipiert und zeigt, wie sollte es anders sein, Eindrücke und Worte von Assauers langjährigen (Schalker) Weggefährten. Wie genau die Premiere laufen wird, müssen noch nicht unterschriebene Verträge allerdings noch final klären. Der FC Schalke hat mit den Rahmenbedingungen nicht viel zu tun, Schirmherr der Premiere wäre alleine die Veltins Arena.

Niemand steht mehr für S04

Rudi Assauer war in seiner fast 20-jährigen Amtszeit als Manager der Schalker nie in Frage gestellt worden. Bis zu seinem Rücktritt 2006 gab es um ihn, anders als um einige Trainer, die auf Schalke nicht lange im Amt waren, nur selten Diskussionen. Unvergessen ist sein Auftritt nach dem letzten Spieltag im Mai 2001, als sie die schon sicher geglaubte Meisterschaft doch noch entrissen bekamen. Die Schalker Eurofighter, die sich 1997 den Uefa-Cup sicherten, sind eng mit Assauer verknüpft. Im Dokumentarfilm wird deutlich, wie groß der menschliche und sportliche Respekt vor Assauer war. Huub Stevens („Wenn der Rudi etwas in seinem Kopf hatte, was er dachte, das gut ist für den Verein, dann hat er das durchgezogen“), Mike Büskens, Ebbe Sand, Olaf Thon („Wenn der Rudi etwas in seinem Kopf hatte, was er dachte, das gut ist für den Verein, dann hat er das durchgezogen“) und eine Menge andere Schalker Identifikationsfiguren, die viele Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben.

Seit 11 Jahren lebt er mit der Diagnose Alzheimer

Mit der Diagnose Alzheimer lebt Rudi Assauer bereits seit 2006. Nachdem die Krankheit diagnostiziert wurde und er seinen Managerposten auf Schalke aufgab, nahm er lange Jahre starke Medikamente ein. Seine Tochter, bei der er heute lebt, denkt nicht gerne an diese Zeit zurück. Er mied die Öffentlichkeit und baute körperlich mehr und mehr ab. Assauer, den man 2017 beim 20-jährigen Jubiläum der Schalker Eurofighter sah, setzte diese Medikamente 2012 auf eigenen Wunsch hin ab. Seitdem geht es ihm laut Aussage seiner Tochter besser, ab und an zeigt er sich auch in der Öffentlichkeit. Dass er allerdings einmal Teil des FC Schalke 04 war, weiß Assauer nicht mehr. Für seine Weggefährten und jeden einzelnen Fan wird er jedoch unvergessen bleiben, egal, wie viel Zeit ihm noch bleibt.

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