Das Pokal-Halbfinale steht fest

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Bayern tritt in Bremen an, Hamburg empfängt Leipzig. Bild: Imago

Am vergangenen Sonntag wurden die beiden Halbfinal-Begegnungen im DFB-Pokal ausgelost. Im Lostopf befanden sich der FC Bayern, RB Leipzig, Werder Bremen und der Zweitligist HSV. Die Münchner müssen sich einem Auswärtsspiel in Bremen stellen. Die Leipziger reisen zum Hamburger Sportverein. Die Spiele werden am 23. und 24. April ausgetragen.

Der FC Bayern benötigte einen Kraftakt, um sich für die Runde der letzten vier zu qualifizieren. Mit viel Mühe setzten sich zehn Bayernspieler am Ende gegen den Zweitligavertreter aus Heidenheim durch und siegten mit 5:4. RB Leipzig hatte ähnliche Mühen mit dem FC Augsburg, der in der Bundesliga um den Klassenerhalt kämpft. In der letzten Minute der Verlängerung rettete ein Handelfmeter den Champions League-Aspiranten aus Sachsen. Werder Bremen lieferte sich ein vergleichsweise wenig spannendes und solides Duell mit Schalke 04 und gewann in Gelsenkirchen mit 2:0. Für den HSV bedeutete ein 2:0 in Paderborn das Erreichen des Halbfinals. Die Auslosung ergab, dass die beiden stärksten noch vertretenen Bundesligisten, Bayern und Leipzig, auswärts antreten müssen. Auf den Rekordpokalsieger wartet ein schweres Auswärtsspiel in Bremen. Die Werderaner warfen neben dem FC Schalke 04 auch schon Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb.

Vorteil Werder?

Zwischen den Bayern und den Bremern gab es zuletzt 2010 ein Aufeinandertreffen im DFB-Pokal. Vor neun Jahren begegnete man sich im Endspiel in Berlin. Der deutsche Meister ließ dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Am Ende siegten die Münchner mit 4:0. Arjen Robben, Ivica Olic, Franck Ribery und Bastian Schweinsteiger erzielten die Treffer. Insgesamt gab es acht Duelle im Pokal. Siebend davon gingen an den Rekordmeister, nur einmal konnte Werder als Sieger vom Platz gehen. Ein Vorteil für die Norddeutschen: Sie dürfen Zuhause spielen. Seit 1988 ist der SVW vor eigenem Publikum ungeschlagen im Pokal. Um das Saisonziel Double zu erreichen, werden die Bayern eine starke Leistung abrufen müssen, um die Bremer auszuschalten. Nur wenige Tage zuvor treffen sich beide Teams bereits in der Bundesliga. Am 20. April ist Bremen in München zu Gast. Das zweite Semifinale beschert dem HSV ein Heimspiel. Der Aufstiegsaspirant aus Liga zwei erwartet Leipzig.

Hamburg freut sich über Heimrecht

Mit den Rothosen zog Nationalspielerin Lena Goeßling das vermeintlich leichteste Los für RB. Hamburg war auch der Wunschgegner von Trainer Ralf Rangnick. Allerdings, so der Coach, hatte dieser Wunsch weniger sportliche Gründe. „Weil wir gegen diesen Gegner noch nicht gespielt haben. Das ist eigentlich eher der Punkt“. Bei den Hamburgern weiß man um die schwierige Aufgabe, freut sich aber auf das eigene Publikum. „Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht und das hat uns die Losfee beschert. Darüber freuen wir uns für unsere Fans“, so Sportvorstand Ralf Becker. Ein Erfolg gegen RB würde Hamburg die erste Finalteilnahme seit 1987 bescheren. Vor 32 Jahren holte man den Pokal gegen die Stuttgarter Kickers. Die Fans auf Seiten von Hamburg und Bremen wünschen sich ein Derby für das Endspiel. Bayern strebt den 19. Pokalsieg an, während es für Leipzig um den ersten Titel der Vereinsgeschichte geht.

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