Der Südschlager zum Schluss

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Anpfiff zum letzten Spieltag: Der VfB empfängt Bayern. Bild: Shutterstock

Mit dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart beendet Herbstmeister Bayern München die Hinserie. Während die Münchner ihren komfortablen Vorsprung von 9 Punkten mit über die freie Zeit nehmen möchten, wird die Luft für den VfB im Abstiegskampf immer dünner. Mit einer Niederlage könnten die Schwaben mit nur 2 Pünktchen Vorsprung auf Tabellenplatz 17 überwintern.

Das Duell München gegen Stuttgart findet diesen Samstag bereits zum 99. Mal statt. Dass die Bayern eine, wie gegen alle Bundesligisten, positive Bilanz aufweisen können, überrascht kaum. Der VfB hat gegen keinen Klub in der Geschichte der Bundesliga eine derart niedrige Siegquote, wie gegen den Rekordmeister. Nur 17% aller Spiele konnten die Schwaben gewinnen (17 von 98). Sucht man aus Stuttgarter Sicht nach einem Erfolgserlebnis gegen die Münchner, muss man weit zurückgehen. Im März 2010 gewann der VfB überraschend in der Allianz Arena mit 2:1, nachdem 0:0 im Hinspiel der Saison 2009/10 waren sie also ungeschlagen gegen den späteren Deutschen Meister. Seit diesem Sieg herrscht aber Flaute im Schwabenland, alle Partien wurden seitdem verloren. Ob Zuhause oder in München, kein einziges Pünktchen ging auf das Stuttgarter Konto. Mit der Negativ-Serie der letzten Spiele wäre der erste Punktgewinn nach über 7,5 Jahren eine echte Überraschung.

Besonderes Spiel für Badstuber

Für Holger Badstuber ist es das erste Mal, dass er mit seinem neuen Klub auf seinen Jugendverein Bayern München trifft. Als Leihspieler des FC Schalke 04 musste er im Frühjahr im Pokal schon einmal gegen die Münchner ran und flog beim 0:3 als Unglücksrabe vom Platz. Nun also spielt Badstuber erstmals in der Bundesliga gegen seinen langjährigen Ex-Verein. Die Fans des Rekordmeisters würden Badstuber wohl sogar für einen Treffer gegen die eigene Mannschaft feiern, denn in München wird der so oft Verletzte immer ein Idol bleiben. Auch für Torhüter Sven Ulreich wird es ein besonderes Spiel. Zwar trat der Ex-Stuttgarter schon einige Male gegen den VfB an, allerdings nahm er jedes Mal nur den Platz auf der Bank ein. Nachdem er die letzten beiden Partien wegen Adduktoren-Problemen verpasst hat, ist der Neuer-Ersatz in Stuttgart wieder fit und brennt auf seinen Einsatz. Beim VfB wurde Ulreich nicht selten hart kritisiert und sogar trotz klarer Nummer 1 auf die Bank gesetzt.

Wird’s ein Torspektakel oder eine enge Angelegenheit?

Spiele zwischen dem VfB und den Münchnern haben nicht selten einen hohen Unterhaltungswert. Ein 5:3 vor fast genau 7 Jahren war wohl ein Highlight für beide Seiten. Damals fielen in nur 4 Minuten 3 Tore, Mario Gomez erzielte einen Dreierpack gegen seinen Ex-Verein und nur 4 Tage später fand das Spektakel mit einem 6:3 im Pokal seine Fortsetzung. Es gab aber auch Spiele, in denen die Stuttgarter trotz Niederlage ebenbürtig waren. 2014 stand es lange 1:1 in der Mercedes Benz Arena, bis Thiago in letzter Minute mit einem wunderschönen Fallrückzieher doch noch der Siegtreffer gelang und Sven Ulreich im Kasten des VfB ohne Chance war. Auch das letzte Duell, das die Bayern mit 3:1 in Stuttgart gewannen, war enger, als es das Ergebnis aussagt. Erst in der 89. Minute machte Douglas Costa den Deckel drauf.

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