Der Videobeweis sorgt wieder für Ärger

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Der VAR eckt weiter an. Bild: Shutterstock

Die neue Bundesligasaison ist gerade einmal wenige Stunden alt. Im Vergleich zur letzten Spielzeit hat sich eine Sache nicht geändert: Der Videobeweis sorgt direkt am ersten Spieltag schon wieder für Ärger bei Spielern und Fans. Auch die Trainer zeigten sich wenig verständnisvoll ob der kuriosen Überprüfungen und Entscheidungen.

Bei der WM galt der Videobeweis als Gewinner. Viele Schiedsrichter hatten noch nie mit dem technischen Hilfsmittel gearbeitet, trotzdem gab es nur wenige Fehler zu monieren. In der vergangenen Saison wurde der Videoschiedsrichter häufig kritisiert. Es herrschte keine Klarheit über sein Eingreifen. Wann bewertet er kritische Szenen? Werden Fouls vor einem Tor nur unmittelbar vor dem Treffer geahndet? Die Mehrheit der Fans forderte eine Abschaffung. Den positiven Eindruck, den man bei der WM gewonnen hatte, wollte man auch mit in die Liga nehmen. Dieses Vorhaben scheiterte schon am aller ersten Spieltag. Gleich auf mehreren Plätzen sorgten die Unparteiischen für Verwunderung und Spielverzögerungen. Bereits im Eröffnungsspiel zeigte sich, dass der VAR nach wie vor ein großes Reizthema für die Fans ist. Der FC Bayern bekam einen sehr zweifelhaften Elfmeter, der nicht überprüft wurde.

Verwirrung in Wolfsburg

Der Elfmeter wurde gegeben, dafür gab es Einwände bei der Ausführung. Das zu frühe Einlaufen Robbens in den Strafraum wurde geahndet. Wenig später erkannte der VAR einen Treffer von Thomas Müller ab, obwohl kein strafbares Handspiel vorlag. Besonders kurios wurde es im Spiel Wolfsburg gegen Schalke. Nastasic sah zuerst Gelb, wenig später dann doch rot. Bei Wolfsburgs Weghorst gab es umgedrehte Vorzeichen. Schiedsrichter Ittrich zog die rote Karte, nach einem Impuls aus Köln gab es nur Gelb. Der Schalker Elfmeter, der zum Ausgleich führte, unterlag ebenfalls einer Überprüfung. Auch in Berlin beim Spiel gegen Aufsteiger Nürnberg herrschte Unruhe. Nach einem Tor von Ibisevic wurde geprüft, ob lange Zeit vor dem Treffer ein Foulspiel vorlag. Nach Auswertung der Bänder bekamen die Franken kurz vor Schluss einen Elfmeter, der allerdings vergeben wurde. In Freiburg dauerte das Spiel fast zehn Minuten länger, weil Schiri Gräfe mehrmals am Bildschirm stand, um kritische Situationen auszuwerten.

Keine klare Linie

Selbstverständlich gab es auch in der Partie Düsseldorf gegen Augsburg ein Eingreifen des Videobeweises. Der Ausgleichstreffer des FCA wurde allerdings am Ende gegeben. Die getroffenen Entscheidungen, die der VAR zu verantworten hatte, waren im Großen und Ganzen in Ordnung. Spieler, Trainer und Fans haben vielmehr ein Problem mit der Frage, wann eigentlich überprüft werden darf. Strittige Szenen, die weit vor einem Treffer passierten, werden viel zu oft überprüft. In der Allianz Arena jubelten die Bayernfans erst über den Elfmeterpfiff. Sicher war sich aber niemand. Erst, als der Ball auf dem Punkt lag, fiel die Entscheidung. Der Treffer wurde zurückgenommen. Ein reguläres Tor von Thomas Müller ebenfalls. Ein Jubel direkt nach einem Tor ist kaum noch möglich. Es scheint, als prüfen die Schiedsrichter aus Angst vor einem Fehler zu kleinlich. Der VAR sollte in dieser Saison perfektioniert werden. Soll das wirklich gelingen, liegt noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen.

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