Deutscher Sportwettenverband für rechtssichere Regulierung

Deutscher Sportwettenverband für rechtssichere Regulierung

Am 24. September wurde in Berlin der Deutsche Sportwettenverband gegründet. Mitglieder des Verbands sind vor allem führende europäische Wettanbieter, die sich nun gemeinsam verschiedene Ziele gesetzt haben.

Der Deutsche Sportwettenverband hat sich vor allem ein Anliegen auf die Fahne geschrieben: Der DSWV setzt sich für eine rechtssichere Regulierung von Sportwetten in Deutschland ein. Außerdem will der Verband entschieden gegen Spielmanipulation, Spielsucht und den Schwarzmarkt im Wettgeschäft vorgehen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Admiral, Bet365, Betfair, Betterbet, Cashpoint, Deutsche Sportwettengesellschaft, Happybet, Mybet, Ladbrokes, Stanleybet und Tipico. Sie alle wurden einer behördlichen Zuverlässigkeitsprüfung in Deutschland unterzogen. Sie besitzen bereits Lizenzen für Sportwetten in Schleswig-Holstein und/oder befinden sich in der letzten Runde des bundesweiten Vergabeverfahrens der 20 Wettlizenzen.

Deutscher Sportwettenverband zieht an einem Strang

Nachdem das Innenministerium vor wenigen Wochen die Liste der „besten“ 20 Wettanbieter veröffentlicht hat, stoß die Liste auf vielerlei Kritik. Vor allem jene Wettanbieter, welche auf den Plätzen 21 bis 35 standen, machten Druck auf das Vergabeverfahren und reichten entsprechende Klagen und Widerspruch ein. Es kam zu einem Hängebeschluss, welchen die Wettanbieter nun nutzen wollen, um klare Verhältnisse in die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland zu schaffen. Als Deutscher Sportwettenverband will man nun mit gebündelter Kraft und dementsprechend großem Einfluss für eine rechtssichere Regulation von Sportwetten in Deutschland sorgen.

Auch die Politik, vertreten durch Peter Ramsauer, scheint die Gründung eines Verbands zu begrüßen. „Der Verband ist eine Bereicherung. Denn wir brauchen starke Verbündete im Kampf gegen illegales Glücksspiel und Spielsucht“, erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag. Präsident des DSWV ist Mathias Dahms, den vor allem die Rechtsunsicherheit stört: „Dieses Situation ist unhaltbar. Unser Ziel ist, die Rechtslage zu befriedigen und die Sportwette sicher zu machen. Sicher für Verbraucher und Anbieter.“

Sollten sich noch weitere Wettanbieter dem Sportwettenverband anschließen wollen, sei dies kein Problem sondern sogar erwünscht. „Der Druck muss erhöht werden. Sonst wird es keine Bewegung geben. Je mehr sich gemeinsam aus der Branche melden, umso besser ist es“, erklärt FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Auch wenn die meisten Wettanbieter in der EU bereits eine Lizenz haben, scheiterte der Vergabeprozess in Deutschland bisher, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Leidtragende sind nicht nur der Wettanbieter und der Verbraucher, auch der Staat lässt sich bedeutende Steuereinnahmen entgehen. Im laufenden Jahr bezahlten Wettanbieter in Deutschland schon rund 150 Millionen Steuern, doch es hätte deutlich mehr sein können.

Wettanbieter müssen sich einigen

Mitglieder des DSWV sind neben mit einer Lizenz bedachten Unternehmen auch einige Wettanbieter, welche nicht unter den ersten 20 Unternehmen waren. Im Verband gilt es sich nun zu einigen, ob man strikt gegen das Ergebnis des Vergabeverfahrens vorgeht oder nicht. Deutscher Marktführer Tipico war nicht bedacht und ist Mitglied im DSWV. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man sich nun gemeinsam für eine kontrollierte Öffnung des Marktes einsetzen. Nach dem System in Schleswig-Holstein könnten Lizenzen an mehr als 20 Anbieter vergeben werden, damit endlich eine rechtssichere Regulierung stattfinden kann.

Autor Mark Weber

 

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