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Deutschland nach Zitterpartie im Viertelfinale gegen Frankreich

Gegen den vermeintlich schwächsten Achtelfinalgegner aus Algerien fiel es der deutschen Nationalmannschaft am gestrigen Abend extrem schwer, die richtigen Mittel und Wege zu finden.

Gerade die erste Halbzeit hatte Deutschland dem Team aus Algerien kaum etwas entgegen zu setzen. Viele Fehler im Mittelfeld, darunter Stopp-Fehler und zahlreiche Fehlpässe, hatten dafür gesorgt, dass Deutschland nicht die gewohnte Sicherheit hatte. Algerien presste früh im Mittelfeld und setzte Akteure wie Bastian Schweinsteiger oder Mesut Özil sehr schnell unter Druck. Algerien erspielte sich hingegen bereits in der ersten Halbzeit einige gute Chancen, welche eine Mannschaft wie Frankreich mit großer Wahrscheinlichkeit genutzt hätten. Bis zum Ende der regulären Spielzeit von 90 Minuten stand es allerdings immer noch 0:0-Unentschieden.

Starke Verlängerung sorgt für glücklichen 2:1-Sieg

In der Verlängerung hat die deutsche Nationalmannschaft noch einmal seine Fitness unter Beweis gestellt. Alle Spieler und allen voran Bastian Schweinsteiger warfen alles in die Arena, was sie haben. So gelang gleich zu Beginn der Verlängerung in der 92. Minute der erste Treffer des eingewechselten André Schürrle. Gegen Ende der Verlängerung wird es nochmal spannend. Hätte Mesut Özil in der 199.  Minute nicht das 2:0 erzielt, wäre der darauf folgende Treffer in 120. Minute von Algerien schwerwiegend gewesen. So zieht die deutsche Mannschaft mit einem Arbeitssieg ins Viertelfinale ein und trifft dort auf die souveränen Franzosen, die mit Benzema einen hervorragenden Angreifer im Team haben.

Auf dem dreistündigen Rückflug zurück ins deutsche WM-Camp wollten sich die frisch gebackenen Viertelfinalisten um den aufmerksamen Manuel Neuer noch nicht so viel über den nächsten Gegner nachdenken. Den Spielern fehlte nach der Partie sämtliche Kraft und auch Innenverteidiger Per Mertesacker gab an, er wolle sich nun drei Tage in die Eistonne legen, um am Freitag wieder bei Kräften zu sein. Nach dem Spiel war er es, der bei TV-Mann Boris Büchler für Aufregung gesorgt hatte. Bei den kritischen Fragen des Reporters platzte dem Abwehrmann der Kragen: „So kurz nach dem Spiel kann ich die ganze Fragerei nicht verstehen. Wir sind weiter, wir sind happy. Unter den letzten sechszehn gibt es keine Karnevalstruppen mehr, die haben uns nichts geschenkt.“

Viertelfinale gegen starke Franzosen

Der Bundestrainer war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. Er betont zwar, dass das Weiterkommen entscheidend war, doch war ihm die Unzufriedenheit schon während der Partie ins Gesicht  geschrieben. Soll ich jetzt nach dem Weiterkommen unter die letzten Acht stark enttäuscht sein? Wäre das angebracht? Wir haben natürlich gesehen, dass wir in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt haben. Aber solche Spiele gibt es bei jedem Turnier, in denen man den unbedingten Willen haben muss, in die nächste Runde zu kommen", wird der Bundestrainer von „Sport.de“ zitiert.

Zwei Tage dürfen sich die Spieler nun regenerieren und dann wird Löw seine Elf auf Frankreich einstimmen. Oliver Bierhoff erwartet gegen Frankreich ein sehr schwieriges Spiel: „Im Moment kann man eher Frankreich in der Favoritenrolle sehen.“ In jedem Fall muss Löw am Freitag auf den Außenverteidiger Mustafi verzichten. Wie der DFB bekannt gab, hat sich der Nachrücker einen Muskelfaserriss zugezogen. Der ausgewechselte Schweinsteiger hatte nur unter Muskelkrämpfen gelitten. „Das ist nichts Schlimmes“, betonte Löw.

Bei dem Wettanbieter Tipico können schon Wetten auf das Viertelfinale platziert werden. Deutschland ist mit einer Quote von 2.30 aktuell Favorit und Frankreich wird mit 3.10 versuchen, ins Halbfinale einzuziehen. Ein Unentschieden würde mit 3.40 belohnt werden.

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Autor Mark Weber

 

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