Deutschland verliert beide Spiele in der Nations League

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Deutschland verliert gegen Holland und Frankreich. Bild: Shutterstock

Das DFB-Team musste nach dem 0:0 gegen Frankreich Anfang September in den Niederlanden sowie in Paris gegen den Weltmeister antreten. In der UEFA Nations League wollte die Mannschaft von Joachim Löw Punkte sammeln und sich nach dem WM-Vorrundenaus rehabilitieren. Am Ende standen zwei Niederlagen zu Buche, allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Am Samstagabend stand die Partie gegen Holland auf dem Programm. In Amsterdam warteten die Fans auf eine enge, spannende Begegnung. Bei den Niederlanden versuchte sich eine sehr junge, noch unerfahrene Elf. Joachim Löw dagegen setzte auf einen Bayernblock und einen Debütanten. Mit Jerome Boateng und Mats Hummels spielte die Weltmeister-Innenverteidigung, der oft gescholtene Thomas Müller durfte rechts außen ran. Im Sturm vertraute Löw einem Debütanten. Der Schalker Mark Uth trug zum allerersten Mal das DFB-Dress. Deutschland kam nicht schlecht in die Partie und war in der ersten Hälfte auf Augenhöhe. Die Führung für die Hausherren fiel nach einer Ecke. Manuel Neuer patzte und der Liverpooler Virgil van Dijk staubte ab. Nach der Pause versuchte Deutschland alles um auszugleichen, der Esprit aber fehlte. Der eingewechselte Leroy Sane vergab die beste Gelegenheit.

Neue Aufstellung bringt neuen Mut

In den Schlussminuten fing sich die deutsche Mannschaft gar noch zwei Konter und verlor mit 0:3. Nach der Partie hagelte es Kritik von Fans und Experten. Besonders die Aufstellung kam nicht gut an. Der erwartete Umbruch mit neuen Spielern war weiterhin nicht zu sehen. Mats Hummels und Manuel Neuer forderten mehr Respekt bei der Bewertung des Spiels, Joshua Kimmich dagegen übte sich vielmehr in schonungsloser Selbstkritik. Gegen Weltmeister Frankreich am Dienstagabend befürchteten viele eine noch höhere Niederlage. Diesmal setzte Löw auf ein jüngeres Team und eine Fünferkette. Ginter, Süle, Hummels, Kehrer und Schulz bildeten die Verteidigung. Das Sturmtrio bestand aus Werner, Gnabry und Sane. Die deutsche Elf begann stark und ging durch einen Handelfmeter, den Kroos verwandelte, in Führung. Auch nach dem Tor blieb die Mannschaft das bessere Team. Deutschland verpasste es, das zweite Tor nachzulegen. Besonders Frankreichs Superstar Kylian Mbappe wurde fast vollständig aus dem Spiel genommen.

Fehlentscheidung führt zur Niederlage

Nach dem Seitenwechsel wurde der Weltmeister etwas stärker. In der 62. Minute fiel folgerichtig der Ausgleich. Lucas Hernandez flankte und Antoine Griezmann erwischte den Ball perfekt mit dem Kopf. Manuel Neuer war chancenlos. Es entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Franzosen wirkten etwas gefährlicher, doch das deutsche Team stand gut in der Defensive und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. Zehn Minuten vor Spielende wurde die Partie entschieden. Im Zweikampf mit Matuidi ging Hummels im deutschen Strafraum zu Boden. Matuidi trat Hummels auf den Fuß und rutsche daraufhin aus. Statt Freistoß für Deutschland pfiff der Schiedsrichter plötzlich Strafstoß. Griezmann ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:1. Löw brachte Julian Brandt und Thomas Müller für eine letzte Schlussoffensive, aber es blieb bei der knappen und unglücklichen Niederlage. Trotz des 1:2 kann der DFB positive Schlüsse ziehen. Das junge Team war mit dem Weltmeister auf Augenhöhe und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt.

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