Die Bundesliga und die ersten Montags-Spiele

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Die Fans sind alles andere als einverstanden mit den Montagsspielen. Bild: Shutterstock

Die Ankündigung, in Zukunft auch montags am Abend Bundesligaspiele anzusetzen, schlug hohe Wellen in Fußball-Deutschland. Bereits Ende der Saison 2015/16 traten Bremen und Stuttgart gegeneinander an, damals aber sollte die Ansetzung nur als Test gelten. Jetzt wird es zur Realität, die Fans kündigen bereits in mehreren Fanlagern Proteste an.

Ein zerstückelter Spielplan, nichts für Fußball-Romantiker. Was wir vor allem aus der englischen Premier League kennen, wollte in der Bundesliga niemand haben. Doch der finanzielle Mehrwert sorgte letztendlich doch dafür, dass sich Vereine, Spieler und Fans damit abfinden müssen, auch montags auflaufen zu müssen. Am 2. Mai 2016 testete die DFL schon einmal aus, wie Bundesliga am Montag funktioniert. Für die Ansetzung erntete sie damals heftige Kritik. Mitten im Abstiegskampf musste der VfB nach Bremen reisen, für die Fans ein Ding der Unmöglichkeit. An einem Werktag, abends um 20.15 Uhr, können die wenigsten Anhänger ihr Team unterstützen. Gleichermaßen will aber auch keiner darauf verzichten, ihre Mannschaft in der heißen Saisonphase, in der es um den Ligaverbleib geht, im Stich zu lassen. Die Fangruppierungen des VfB riefen damals zu großen Boykottierungen auf, trotzdem verfolgten mehr Stuttgarter das Spiel, als vorher angekündigt.

Nun wird es zur Realität

Nach dem Test im Mai 2016 beginnt der Spielplan also im Winter 2018, Montagsspiele zu besetzen. Am 19. Februar findet das erste offizielle Montagsspiel statt, wenn Frankfurt in der Commerzbank Arena auf RB Leipzig trifft. Insgesamt 5-Mal erwarten die Fans Duelle am Montag, doch lange währen soll diese Neuerung wohl nicht. Vor 2021 allerdings kann dies nicht passieren, erst muss die Rechteperiode abgewartet werden. Die Anhänger der Frankfurter Eintracht jedenfalls planen bereits große Proteste. Für Eintrachts Vorstandsvorsitzenden Axel Hellmann kein Wunder: „Über das Thema Montagsspiele wird man in Zukunft noch mal nachdenken müssen. Nicht nur die Fans sind dagegen, auch Sponsoren sehen den Termin am Montag durchaus sehr kritisch. Der Montag ist einfach nicht gelernt ist und wir müssen sehen, wie wir in Zukunft damit umgehen“. Die sonst so gelobte Frankfurter Atmosphäre könnte gegen RB erstmals ein anderes Gesicht zeigen.

Auch in Dortmund bereiten sich Fans auf Proteste vor

Nur eine Woche nach den Frankfurtern muss auch der BVB erstmals Montag ran. Viele Fans haben sich einem selbst gegründeten Bündnis angeschlossen, das zum Boykottieren des Spiels gegen den FC Augsburg aufruft. Möglich, dass sich die Anhänger der betroffenen Vereine erst einmal an den Reaktionen der Frankfurter orientieren. Axel Hellmann jedenfalls erwartet nicht, dass das Spiel ohne Nebenschauplätzen absolviert werden wird. „Ich gehe mal davon aus, dass es auch von unseren Fans eine Reaktion auf die Ansetzung geben wird. Aber wie die ausfällt, weiß ich noch nicht“. Im Anschluss an das Dortmunder Spiel müssen noch drei weitere Partien ausgespielt werden. Am 26. Spieltag empfängt Werder Bremen den 1. FC Köln, wen es danach noch treffen wird, entscheidet die DFL erst in wenigen Wochen, wenn die kommenden Spieltage terminiert werden. Für die Fans bleiben die Montagsspiele ein Gewissenskonflikt. Die eigene Mannschaft unterstützen oder doch lieber das Prinzip der Ansetzung boykottieren und den Unmut zum Ausdruck bringen?

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