Die Bundesliga und die Welt des Social Media

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Im Fokus: Social Media ist auch beim Fußball nicht mehr wegzudenken. Bild: Shutterstock

Eine Welt ohne sozialer Netzwerke? Unvorstellbar. Noch unvorstellbarer ist eine Fußballwelt ohne Facebook, Instagram und Co. Persönliche Fehltritte, ein spielerischer Fauxpas, Fotos aus dem Urlaub oder ein Live-Mitschnitt von einem Geburtstag, Fans weitweit nehmen Tag für Tag am Leben der Bundesliga-Profis teil. Jetzt verriet aber einer, wieso er genau diese Form des Privatlebens boykottiert.

James Rodriguez vom FC Bayern hat mehr als 34 Millionen Follower auf Instagram. Robert Lewandowski freut sich über fast 12 Millionen und Joshua Kimmich über 1,4 Millionen. Schon bei den Bayernstars erkennt man deutliche Unterschiede, wer weltweit wie angesehen wird. Wie siehts in der restlichen Liga aus? Dennis Diekmeier vom HSV hat 52.000 Fans zu verzeichnen, Dennis Aogo vom VfB Stuttgart 70.000 und dem Leipziger Timo Werner folgen fast 240.000 Menschen. Was besagen solche Zahlen und was bringen die Follower? Das lässt sich gut am Beispiel von James Rodriguez erkennen. Der ehemalige Madrilene übertrumpft alle seine Mannschaftskollegen um Längen, seine weltweite Popularität ist durch die Zeit bei den Königlichen höher, als bei Neuer, Lewandowski und Co. Für den Verein bedeuten diese Werte meist einen großen Mehrwert beim Merchandising.

Wie lebt die Bundesliga Instagram und Co.?

Benjamin Hübner von der TSG aus Hoffenheim ist, im Gegensatz zu fast allen seiner Kollegen, nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs und verrät auch, warum das so ist: „Ich hatte früher mal Facebook, da gab es Instagram noch gar nicht. Der eine hat sein Essen gepostet, der andere geschrieben, wie es ihm geht. Irgendwann habe ich mich gefragt: Was machst du hier eigentlich? Ich habe für mich entschieden, dass ich das alles nicht brauche. Ich finde, es nimmt dir sehr viel Lebensqualität und Lebenszeit. Das ist mir zu oberflächlich. Ich beschäftige mich lieber mit anderen Dingen“. Damit ist Hübner eine große Ausnahme im Bundesliga-Zirkus. Auf Instagram, Facebook und Snapchat halten die Spieler ihre Fans auf dem Laufenden, was im Training, in der Kabine oder im Privatleben passiert. Oftmals haben die Spieler zwei Accounts, einen privaten und einen, der sich als „Person des öffentlichen Lebens“ um sie kümmert. Meistens werden diese dann von Management oder Beauftragten geführt.

Die Schattenseiten der sozialen Medien

Die Generation der Bundesliga-Profis kommuniziert auf diesem Wege mit ihren Fans auf der ganzen Welt und weiß um ihre Chance, die sich dadurch bietet. Marktwerte, die weit über 100 Millionen liegen, gab es noch vor 10-15 Jahren nicht. Mittlerweile wird auch die Social Media Komponente in die Berechnung mit einbezogen. Mehr als 87 Millionen Menschen folgen Neymar auf Instagram, mehr, als allein in Deutschland leben. Unternehmen sehen diese Beliebtheit, holen sich den Star für Werbeeinnahmen ins Boot, dadurch steigert sich die weltweite Bekanntheit noch einmal und schon wird der Spieler für die größten Vereine attraktiv. Ein Kreislauf, in dem sich natürlich auch die Bundesliga bewegt, wie ein Zitat von Karl-Heinz Rummenigge belegt. „Die Follower scheinen sich extrem mit dem Transfer zu identifizieren. Wir haben bei unseren Accounts bereits sechsstellige Zuwachszahlen. Vor allem viele Südamerikaner. James wird sicher dabei helfen, dass uns noch mehr Fans weltweit erreichen können“, so Rummenigge nach dem James-Transfer. Die Einstellung Hübners scheint also vorerst eine Ausnahme zu bleiben.

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