Die Paradise Papers und ihre Auswirkung auf die Sportwetten

Casino Mekka Las Vegas Sportwetten-News
Nicht nur wegen der Paradise Papers ist die Politik gefordert. Bild: Shutterstock

Die Paradise Papers sorgten kürzlich für Aufsehen. Internationale Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, deckten auf, dass in Deutschland Tausende von Menschen und Unternehmen durch die Nutzung von Offshore-Firmen Geld am deutschen Staat vorbeischleusen. Was dies mit Sportwetten zu tun hat? Laut einem Bericht der ARD werden „illegale Beschäftigungen von deutschen Banken und Finanzinstituten im Bereich des Glückspiels“ belegt.

Mit „Beschäftigungen“ ist nichts anderes gemeint, als dass die Banken und Finanzinstitute es ihren Kunden gestatten, Zahlungen auf die Konten von Glücksspielanbietern zu veranlassen. Dies widerspricht angeblich den deutschen Gesetzen. Unter den Begriff Glücksspiel fallen für viele Berichterstatter in erster Linie Online Casinos, doch Sportwetten sind ebenfalls gemeint. Eine unbestreitbare Tatsache ist, dass die betroffenen, angeblich illegalen Unternehmen beide Bereiche auf ihren Websites präsentieren.
Vorurteile bezüglich der Sportwetten bestehen seit jeher. Es wird angeblich betrogen, Spielsüchtige verlieren Tausende von Euro und die bösen Wettanbieter verdienen Millionen, ohne dass der deutsche Staat davon profitiert. Dass Letzteres an den nicht zeitgemäßen Gesetzen in Deutschland liegt und dass die Lotto Lobby auf diese einen gehörigen Einfluss hat, wird gerne vergessen. Eine größere Anzahl von Unternehmen, die negativ in den Medien Erwähnung fanden, wehrten sich in offiziellen Statements.

Sportwetten wenig paradiesisch in den Medien

In den aktuellen Meldungen zu diesem Thema werden vor allem die Banken und Finanzdienstleister kritisiert, die Zahlungen zulassen, mit denen die Kunden auf verschiedene Sportarten setzen oder in Online Casinos spielen können. Wie das Magazin Sponsors berichtet, fühlen sich die erfolgreichen und unter seriösen Umständen am deutschen Markt aktiven Unternehmen Tipico, bwin und bet-at-home unsachgemäß und ungerecht behandelt. Sie argumentieren seit Jahren, dass der deutsche Staatsvertrag zum Thema Glückspiel und die aus diesem resultierenden verschiedenen Landesgesetze nicht europarechtskonform sind. Verschiedene europäische Gerichtsurteile bestätigen diese Einschätzung. Dies erkennt beispielsweise auch das Bundesland Schleswig-Holstein an, wo es seit dem Jahr 2012 ein eigenes Gesetz zum Thema Glücksspiel gibt. Dieses ist allerdings nicht bundesweit gültig ist. Eine Einigung ist zu diesem schwierigen Thema nicht in Sicht.

Der Regulierungsbedarf der Politik wird aufgezeigt

In der aktuellen Berichterstattung wird häufig betont, dass es gegen das deutsche Recht verstoßen würde, wenn Zahlungen für Spiele in angeblich illegalen Online Casinos übermittelt werden. Davon betroffen sind wie erwähnt beispielsweise die erwähnten Buchmacher, denn alle verfügen zusätzlich über ein Online Casino. Die Meinung der Experten gehen auseinander: Sind diese Angebote wirklich illegal oder sind sie aufgrund der europäischen Gesetzgebung legalisiert? Deutsche Kunden sind de facto offiziell zugelassen. Es erscheint nicht realistisch, wenn beispielsweise die Nutzung eines E-Wallets wie Skrill, Neteller oder PayPal zukünftig nicht mehr mit einem Bankkonto möglich wäre, aufgrund möglicher Zahlungen für Glücksspiele. Das Zahlen per Kreditkarte im Internet kann schwer verboten werden, in diesem Falle dürfte der europäische Gerichtshof einschreiten. Ob die Politik sich nach der langwierigen Regierungsbildung des hier beschriebenen Themas annimmt?

Kommentare

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel zu Kommentieren bzw. einen Erfahrungsbericht zum Anbieter zu hinterlassen. Bitte beachten Sie die Netiquette.

Odds correct at time of publishing

© Copyright 2019 Sportwette.net