Doll folgt auf Breitenreiter

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Andre Breitenreiter muss nach knapp zwei Jahren seinen Hut nehmen. Bild: Imago

Nach dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen folgte nun in Hannover die dritte Trainerentlassung der Saison. Der sportlichen Talfahrt der Niedersachsen fiel Andre Breitenreiter zum Opfer. 96 steht aktuell auf Platz 17 der Tabelle, zum rettenden Ufer fehlen vier Punkte. Breitenreiters Nachfolger wird der ehemalige Hamburger Thomas Doll.

Hannover zählte zusammen mit Nürnberg und Düsseldorf zu den am häufigsten genannten Abstiegskandidaten. Der Saisonstart der 96er verlief den Prognosen entsprechend. Nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Spielen wurde vier Mal in Folge verloren. Am siebten Spieltag gab es gegen den VfB Stuttgart endlich den ersten Saisonsieg. Der zweite und aktuell letzte Erfolg in der Liga konnte am elften Spieltag gegen Wolfsburg eingefahren werden. Seit diesem Dreier Anfang November sprangen lediglich zwei Remis für die Hannoveraner heraus. Mit nur elf Zählern steht man zusammen mit dem 1. FC Nürnberg am Tabellenende. Zum Auftakt in die Rückrunde verlor man Zuhause gegen Bremen mit 0:1. Nach der Niederlage schien das Aus von Breitenreiter bereits besiegelt. Trotzdem saß der Coach noch auf der Bank, als es am vergangenen Wochenende zum Tabellenführer nach Dortmund ging. Die 1:5-Klatsche war schließlich der K.O. für den Aufstiegstrainer.

Trennung unvermeidbar

„Diese Entscheidung fällt uns und mir persönlich unheimlich schwer, weil die Zusammenarbeit zwischen André und mir die komplette Zeit über extrem eng und sehr vertrauensvoll gewesen ist. Er und sein Team haben in den letzten Wochen und Monaten wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen. Dies ist leider nicht gelungen. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, eine Trennung vorzunehmen“, bedauert Manager Horst Heldt die Beurlaubung. Nach der Heimniederlage gegen Bremen war der Coach inoffiziell angezählt Breitenreiter kritisierte nach der 1:5-Niederlage in Dortmund die fehlende Kommunikation von Manager Held und Präsident Martin Kind. Er wünschte sich eine klare Aussage, wie es mit seiner Person weitergehen würde. Einen Tag nach dieser Kritik nahmen Heldt und Kind schließlich die Trennung vor. Breitenreiter übernahm die Mannschaft von 96 im März 2017 und führte sie zurück in die Bundesliga. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Thomas Doll übernimmt

Gerüchten zufolge waren Thomas Doll, Mirko Slomka und Felix Magath als Nachfolger von Breitenreiter im Gespräch. Der ehemalige Coach des HSV und BVB wird ab sofort der neue 96-Cheftrainer. Über vier Jahre Bundesliga-Erfahrung bringt Doll mit nach Niedersachsen. Von Oktober 2004 bis Februar 2007 trainierte er den Hamburger SV, von März 2007 bis Mai 2008 leitete er in Dortmund das Trainingsgeschehen. Hannover wird nun seine dritte Bundesligastation. „Thomas Doll hat bei all seinen bisherigen Stationen erfolgreiche Arbeit geleistet und immer wieder den Nachweis erbracht, dass er vorgegebene Ziele erreicht – sowohl im Kampf um den Klassenerhalt als auch um Titel und die Teilnahme am internationalen Geschäft. Auch während seiner Jahre in Ungarn hat er den deutschen Fußball immer eng verfolgt. Er kennt die Bundesliga in- und auswendig“, so Horst Heldt. Der Vertrag des neuen Trainers gilt auch für die zweite Bundesliga, sollte 96 den Klassenerhalt nicht mehr schaffen.

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