Deutscher Sportwettenverband für rechtssichere Regulierung

DSWV äußert sich zum ARD-Themenabend: Illegale Sportwetten

Die ARD wählte den 2. März 2016 zum offiziellen Themenabend rund um das Thema „Illegale Sportwetten“ aus. So wurde zuerst der ARD-Spielfilm „Auf Kurze Distanz“ gezeigt, dem sich eine anschließende Dokumentation anschloss.

Die Dokumentation behandelte inhaltlich das gleiche Thema und befasste sich mit Spielmanipulation und Wettbetrug. Dadurch wurde ein ernstzunehmendes Problem beleuchtet und erneut der benötigte politische Handlungsbedarf seitens Bund und Länder betont.

Spielmanipulation – Ein Verbrechen?!

Das Spielmanipulation kein Kavaliersdelikt ist, dürfte allen klar sein. Die ARD wollte mit ihrem Themenabend die seit Jahren andauernde Thematik betonen und so das Interesse der allgemeinen Bevölkerung wecken. DSWV-Präsident Mathias Dahms sagt dazu: „Spielmanipulation ist ein Verbrechen, dem in erster Linie der Sport und die Sportwettenanbieter zum Opfer fallen. Wenn kriminelle Gruppen Spiele verschieben und so mit Wetten betrügen, dann tragen wir Buchmacher den wirtschaftlichen Schaden davon, da wir so erschlichene Wettgewinne auszahlen müssen. Es handelt sich um ein sehr ernstes Problem, das das Vertrauen in den Sport gefährdet.“ Dahms verdeutlicht mit dem Statement, dass es nicht per se die Sportwettenanbieter sind, die hier als die bösen erachtet werden sollte, sondern eher die kriminellen Gruppen, welche Spiele verschiebe und somit Wetten betrügen.

Daher begrüßt der DSWV den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf des Bundesregierung, mit dem das Strafrecht angepasst werden soll, um gegen Spielmanipulation effektiver vorzugehen. Die Bundesregierung hat sich dazu verpflichtet, eine „Nationale Plattform“ einzurichten, auf der Sport, Wettanbieter und Behörden Informationen austauschen und so gemeinsam gegen Spielmanipulation vorgehen können.

Die Bundesländer müssen nun endlich handeln

Um das „Match Fixing“ in Deutschland endlich zu unterbinden, ist es daher unabdingbar, dass die Bundesländer den seit Jahren mit Rechtsunsicherheit behafteten Glücksspielstaatsvertrag einer grundlegenden Reform unterziehen. Die darin enthaltenen Regeln zum Thema Prävention von Spielmanipulation greifen das Problem nicht annähernd, sondern befeuern den anonymen Schwarzmarkt in Asien. Vor allem dort finden in der Regel die Manipulationen statt.

Am 17. März werden sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit einer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags befassen, nachdem der Europäische Gerichtshof am 4. Februar zum wiederholten Male erklärte, dass zentrale Bestandteile deutschen Sportwettenregulierung europarechtswidrig sind.

Auch dazu gab Mathias Dahms ein Statement ab: „Seriöse, in Europa lizenzierte Sportwettanbieter bemühen sich seit langem darum, auch in Deutschland ein effektives Präventions- und Meldesystem gegen Spielmanipulation zu etablieren. Die Rechtsunsicherheit im Bereich der Sportwettenregulierung macht diese Bestrebungen jedoch äußerst schwierig. Wir führen nun Diskussionen mit dem Sport, wie wir trotz dieser Hürden eine Anti-Manipulations-Institution ins Leben rufen können.“

Am Ende kommt es auf die Politik und ausreichende Aufklärung an

Was bleibt im Kampf gegen Spielmanipulation ist das Handeln und Eingreifen der Politik sowie eine stetige Aufklärung über das Thema. Um einen besseren Schutz vor Spielmanipulation zu erreichen, hat der DSWV vor wenigen Monaten das Symposium „Kampf gegen Spielmanipulation“ veranstaltet. Dort diskutierten Experten aus Sport, Politik und Wissenschaft, wie die Integrität des Sports effektiv geschützt werden kann.

Autor Mark Weber

 

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