Effizienz schlägt Spielfreude in Stuttgart

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Stuttgart schlägt Hoffenheim glücklich mit 2:0. Bild: Shutterstock

Das Duell Stuttgart gegen Hoffenheim am 33. Spieltag war auch das Aufeinandertreffen von exzellenter Defensive und starker Offensive. Trotz hochkarätiger Chancen gewann der VfB mit 2:0 und wahrt seine Chance auf die Europa League. Hoffenheim hat noch immer die Chance, die Champions League zu erreichen.

1899 Hoffenheim legte im Nachbarschaftsduell gut los und hätte schon in der Anfangsviertelstunde das Spiel entscheiden können. Obwohl der Ausfall von Serge Gnabry in der Offensive schmerze, hatte Hoffenheim hochkarätige Chancen. Vor allen Dingen Uth und Kramaric hätten schon früh Tore erzielen müssen. Nach 20 Minuten dann der erste Rückschlag für die TSG. Lukas Rupp blieb im Rasen hängen und musste nach längerer Behandlungspause vom Platz getragen werden. Nur drei Minuten später hatten die Stuttgarter ihre erste Chance in der Partie. Eine Flanke von Gentner rutschte durch die Hoffenheimer Defensive und fiel Mario Gomez vor die Füße. Der Stürmer hatte bislang nur auswärts für seinen VfB getroffen, doch diesmal blieb er cool und schob zum 1:0 ein. Für Gomez das erste Tor in Stuttgart im VfB-Dress seit neun Jahren. Nach der Führung zeigte sich das bewährte Stuttgarter Konzept. Sie zogen sich weit zurück und ließen die Hoffenheimer anlaufen.

Stuttgart eiskalt im Abschluss

Die Hoffenheimer hatten deutlich mehr Ballbesitz, aber richtige Gelegenheiten sprangen jetzt nicht mehr heraus. Kramaric hatte nach einer guten halbe Stunde die einzige gefährliche Chance zum Ausgleich, mehr ließ der VfB nicht zu. Nach der Halbzeit änderte sich kaum etwas am Spielgeschehen. Stuttgart griff erst in der eigenen Hälfte an. Diesen Platz nutzten die Kraichgauer aber nicht, denn das Zentrum der schwäbischen Defensive stand weiterhin sattelfest. Nach einer guten Stunde musste dann der bereits verwarnte Ascasibar zurecht mit Geld-Rot vom Feld. Hoffenheim kam daraufhin wieder etwas gefährlicher vor das Tor des VfB. Doch treffen konnte nur noch die Heimmannschaft. In der 74. Spielminute spielte Thommy auf Gomez, der trocken zum 2:0 abschließen konnte. Zwei Chancen, zwei Tore, so die Stuttgarter Bilanz. Die TSG probierte in der Schlussviertelstunde noch einmal alles und kam auch zu guten Chancen, doch Szalai und Uth fehlten wenige Zentimeter und das Quäntchen Glück.

Beide noch mit Chancen auf Europa

Trotz der äußerst unglücklichen Niederlage in Stuttgart kann Hoffenheim noch immer in die Champions League, sogar die direkte Teilnahme ist noch möglich. Als Viertplatzierter liegt die TSG drei Punkte hinter Dortmund. Die Borussia hat zwar eine um drei Tore bessere Tordifferenz, muss aber nächste Woche nach Sinsheim. Siegt Hoffenheim also mit zwei Toren Unterschied gegen den BVB, nimmt die Mannschaft von Julian Nagelsmann direkt an der Königsklasse teil. Bei einem Sieg mit nur einem Tor Differenz wird es der vierte Rang, der zur Teilnahme an der Qualifikation berechtigt. Gleichzeitig muss aber noch auf Leverkusen geschaut werden. Bayer liegt punktgleich auf Rang fünf und auch das Torverhältnis ist nur unwesentlich schlechter, als das der TSG (drei Tore). Ein Kantersieg der Werkself gegen Leverkusen, und ein knapper Sieg gegen den BVB würde nichts helfen. Gewinnen Leverkusen und Hoffenheim hoch, kann sogar der BVB noch auf Rang fünf Abrutschen. Stuttgart würde mindestens einen Punkt in München sowie die Hilfe der Konkurrenz brauchen, um in die Europa League einzuziehen.

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