EM-Quali: Deutschland vor Pflichtaufgabe in Estland

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Ein Sieg in Estland ist Pflicht, um die gute Ausgangslage nicht zu gefährden. Bild: Paimages

Nach dem überzeugenden 2:2 im Testspiel gegen Argentinien am vergangenen Mittwoch geht es für die deutsche Nationalmannschaft weiter nach Estland. Dort steht das sechste Spiel der Europameisterschafts-Qualifikation auf dem Programm. Die DFB-Elf muss gewinnen, um den Konkurrenten aus Nordirland zu distanzieren und weiterhin an der Tabellenspitze zu bleiben.

Das Remis gegen Argentinien brachte viel Licht und etwas Schatten. In der ersten Hälfte zeigte Deutschland eine tolle Leistung und sprühte nur so vor Spielfreude. In den zweiten 45 Minuten ließ man etwas nach und konnte das Niveau nicht ganz halten. Obwohl man die 2:0-Führung verspielte, kann das Testspiel als Erfolg gewertet werden. In Estland wird Bundestrainer Joachim Löw die Mannschaft auf einigen Positionen verändern. Marc-Andre ter Stegen, der gegen Argentinien halten durfte, muss wieder auf die Bank. Kapitän Manuel Neuer kehrt zurück ins Tor. Defensiv baute Löw vergangene Woche auf eine Dreierkette. Am Sonntagabend wird es aller Voraussicht nach wieder eine Viererkette geben. Timo Werner, Marco Reus und Ilkay Gündogan kehren nach kleinen Blessuren zurück. Gündogan erhielt von Löw eine Einsatzgarantie. Er wird definitiv von Beginn an auflaufen. Ob der Bundestrainer weitere Tauschaktionen plant, ist noch unklar.

Unangenehmes Spiel

Vor drei Monaten feierte Deutschland im Hinspiel einen 8:0-Kantersieg gegen die Esten. Mit derart vielen Toren rechnet im Rückspiel niemand. Dem Bundestrainer sind ohnehin nur die drei Punkte wichtig, egal, wie sie geholt werden. „Wir dürfen uns keine Punktverluste mehr leisten. Dieses Spiel muss über Seriosität gewonnen werden.“ Auch Kapitän Manuel Neuer warnt. Der 102. der Weltrangliste wird den Deutschen ein unangenehmes Spiel aufzwängen. „Ich erwarte eine hochkonzentrierte Vorstellung. Wir brauchen gegen solche Mannschaften eine gute Raumaufteilung und ein schnelles Passspiel. Und dazu brauchen wir bewegliche Offensivakteure.“ 19 Spieler stehen Joachim Löw in Estland zur Verfügung. Wird Serge Gnabry seinen Lauf fortführen können? Der Bayernstürmer sorgte in Dortmund für einen Rekord. Nie zuvor war es einem Spieler schneller gelungen, zehn Länderspieltore zu erzielen. Ein einziger Treffer würde genügen, um den so wichtigen Sieg einzufahren.

Nordirland distanzieren

Die Ausgangslage der Gruppe C sieht gut aus für das deutsche Team. Zusammen mit den Niederlanden steht man nach fünf Spielen bei zwölf Punkten. Die Nord-Iren stehen ebenfalls bei zwölf Zählern, haben aber eine Partie mehr auf dem Konto. Das bedeutet für Deutschland: Bei einem Punktverlust wird es eng. Gelingt der zu erwartende Sieg, könnte man sich einen Vorsprung von drei Punkten erarbeiten. Da man noch ein Heimspiel gegen die starken Iren vor sich hat, würde ein Dreier in Estland die Ausgangsposition untermauern. Tritt man bei Punktgleichstand gegen sie an, steht man gehörig unter Druck. Mit diesem Konkurrenten hatten die beiden Favoriten Deutschland und Holland zuvor nicht unbedingt rechnen können. Der Sieg der Elftal gegen Nordirland vor wenigen Tagen spielt dem DFB-Team durchaus in die Karten. Anpfiff in Tallinn ist um 20.45 Uhr. Zwei Stunden später möchte sich die Mannschaft über einen großen Schritt in Richtung EM-Endrunde 2020 freuen.

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