Expertenforderung: Stadion nur mit Impfpass

Von Benjamin am

Stadion nur mit Impfpass

Für deutsche Fußballfans ist der kommende Dienstag ein wichtiger Termin. Dann nämlich stimmen die 36 Profiklubs in Deutschland über einheitliche Rahmenbedingungen für eine Öffnung der Bundesliga-Stadien ab dem 18. September ab. Allerdings wird es hier nicht um eine vollständige Öffnung, sondern nur um eine Teilöffnung gehen. Voll ausgelastet werden dürfen die Stadien nicht.

Ohnehin gibt es um die Bedingungen ein paar hitzige Diskussionen. Fans finden die Anträge der DFL denkbar kritisch: Alkohol wird es nicht geben, die Tickets sollen zumindest teilweise personalisiert werden und Stehplätze werden abgeschafft. Darüber hinaus fordert mit Albrecht Broemme nun ein Experte aus der Gesundheitsbranche, dass ein Stadionbesuch künftig nur mit Impfpass möglich gemacht werden soll.

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Komplette Stadionöffnung erst nach Impfstoff?

Die Corona-Pandemie hat auch die Bundesliga in Deutschland weiter fest im Griff. Zwar sollen in den kommenden Tagen Entscheidungen über mögliche Zulassungen von Zuschauern getroffen werden, allerdings nur unter bestimmten Vorgaben und Richtlinien. Zumindest der Ticket-Käufer wird seine Daten hinterlassen müssen. Zudem werden die Vereine ihre Besucher vor dem Eintritt ins Stadion wohl auch hinsichtlich der Körpertemperatur überprüfen, um so Infektionsherde ausschließen zu können.

Albrecht Broemme, bis 2019 Präsident des Technischen Hilfswerks, geht das noch nicht weit genug. Der Experte lobt die Bundesliga zwar für ihre Bundesweit einheitliche Verfahrensweise, fordert aber einen Einlass nur mit einem entsprechenden Impfpass. Broemme dazu: „Ein Impfstoff wird vermutlich im zweiten Quartal zur Verfügung stehen, auch in den benötigten Mengen. Dann ist aber die nächste Frage: Wie viele Menschen lassen sich impfen?“ Seine Forderung daher: „Es wäre eine Option, dass der Impfpass bei manchen Veranstaltungen zur Eingangsvoraussetzung wird – auch für die Bundesliga-Stadien.“

Broemme fordert noch mehr Dokumentation

In der Tat sollen auch die Bundesliga-Bosse laut „Bild“ davon ausgehen, dass eine komplette Öffnung erst dann wieder möglich sein wird, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht. Ob ein dazugehöriger Impfpass dann allerdings wirklich als Zulassungskriterium eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Die DFL dürfte kein großes Interesse daran haben, mit dieser Forderung möglicherweise Zuschauer zu vergraulen. Und: Bereits bei der Dokumentation der Besucherdaten tendiert die Liga zur eher sparsamen Variante, bei der nur der Ticketkäufer seine Daten angeben muss.

Das ist für Broemme ebenfalls zu wenig. Der Experte: „In jeder Pizzeria, in die ich gehe, muss ich nicht nur meine Daten angeben, sondern auch die meiner Begleiter. Warum soll das nicht auch für Stadien gelten?“ Wir dürfen also gespannt sein, unter welchen Umständen die Stadien vielleicht schon bald wieder ihre Tore öffnen.

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