FC Bayern verabschiedet Schweinsteiger

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Bastian Schweinsteiger spielt ein letztes Mal vor seinen Fans. Bild: Shutterstock

Bastian Schweinsteiger verließ den FC Bayern im Sommer 2015. Drei Jahre später bekommt er nun sein Abschiedsspiel in der Münchner Allianz Arena. Der einstige Publikumsspieler reist mit seinem aktuellen Klub Chicago Fire an und wird von seinen Fans frenetisch gefeiert werden. Zuvor wurde Schweinsteiger gleich doppelt geehrt.

Im Juli 2015 wurde bekannt, dass Schweinsteiger seinen Jugendklub in Richtung Manchester United verlassen wird. Für die Fans war diese Meldung ein Schock. Der „Fußballgott“, wie er beim FCB genannt wird, kam schon als kleiner Junge an die Säbener Straße. Am 7. Dezember 2002 feierte Schweinsteiger sein Bundesligadebüt. Der Jungstar wurde behutsam aufgebaut, Trotz starker Konkurrenz im Mittelfeld kam er aber schnell zu vielen Einsätzen. Er wurde zum Shootingstar und spielte 2004 bereits mit der Nationalmannschaft eine Europameisterschaft. Die Nummer 31 war schnell die Lieblingsnummer auf den Trikots der Bayernfans. Seinen Heldenstatus erlangte er in den Jahren 2012 und 2013. Als Herz des Vereins sollte Schweini seine Bayern zum Gewinn der Champions League im eigenen Stadion schießen. Den letzten Elfer der Bayern setzte ausgerechnet die Vereinsikone an den Pfosten. Sein Team verlor und Schweinsteiger vergrub sein Gesicht in seinem Trikot.

Rückschläge und grosse Titel

Ein Jahr später gab es Freudentränen bei Schweinsteiger. Bayern gewann endlich den Henkelpott und die Tränen von 2012 waren getrocknet. Meisterschaften und deutsche Pokale sammelte er au masse. Auch im Nationaltrikot musste er harte Niederlagen einstecken, bevor der große Triumpf wartete. 2006, 2008, 2010 und 2012 scheiterte er mit dem DFB-Team immer kurz vor einem großen Titel. 2014 krönte sich Schweinsteiger zum Weltmeister. Er stand sinnbildlich für den großen Kampfgeist der deutschen Mannschaft. Mehrmals lag er im Finale blutend am Boden. Nach den beiden großen Titeln musste Schweinsteiger seinen körperlichen Anstrengungen Tribut zollen. Unter Pep Guardiola fand er sich bei den Bayern immer häufiger auf der Ersatzbank wieder. Ein Jahr nach dem WM-Titel wechselte er deshalb zu Manchester United. In die erste Elf schaffte er es aber nie. Jose Mourinho ließ ihn teilweise sogar bei der zweiten Mannschaft mittrainieren. Seit März 2017 ist er in Chicago aktiv.

Hall of Fame

Für die Bayern ist Schweinsteiger zweifelsohne eine der größten Vereinsikonen. Aus diesem Grund wurde er in die Hall of Fame des Rekordmeisters aufgenommen. Diese Ehre wurden vor ihm 17 Spielern zuteilt: Klaus Augenthaler, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Stefan Effenberg, Giovane Elber, Konrad Heidkamp, Uli Hoeneß, Oliver Kahn, Philipp Lahm, Bixente Lizarazu, Sepp Maier, Lothar Matthäus, Gerd Müller, Franz Roth, Karl-Heinz Rummenigge, Hans-Georg Schwarzenbeck und Mehmet Scholl. „Er war Mr. Bayern. Alle, die Bastian besser kennen, wissen, dass es keine Hollywoodschauspielerei ist, sondern ehrliche, hochsympathische Charakterzüge sind, die ihn so beliebt gemacht haben“, so Karl-Heinz Rummenigge. Neben der Ehrung des FC Bayern bekam Schweinsteiger auch den bayrischen Verdienstorden. Das Abschiedsspiel vor seinen Fans aber dürfte der emotionalste Moment seiner Tage in der alten Heimat München werden. Die Arena wird ausverkauft sein, über 70.000 Bayernfans freuen sich auf ihren Fußballgott. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.

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