Fekir zum FC Bayern?

Fußball-News
Die Münchner lassen Nabil Fekir beobachten. Bild: Imago

Nabil Fekir von Olympique Lyon wurde im vergangenen Transferfenster bei diversen Topklubs gehandelt. Neben dem FC Liverpool soll im Sommer auch der FC Bayern großes Interesse gezeigt haben. Fekir blieb letztendlich in Lyon. Die Münchner sollen jetzt verstärkt am Außenspieler interessiert sein. Der Chefscout war vor wenigen Tagen in Lyon.

Der Transfer von Fekir zum FC Liverpool schien vor einigen Monaten nur noch Formsache zu sein. Es soll bereits einen Fünf-Jahres-Vertrag gegeben haben, über den sich die Beteiligten einig waren. Fekir gab für den Klubkanal des FC Liverpool bereits erste Interviews und freute sich auf den bevorstehenden Wechsel. Die gut laufenden Verhandlungen wurden jäh unterbrochen. Lyon verkündete überraschend, dass es Unstimmigkeiten gegeben habe und Fekir Spieler von Olympique bleibt. Gerüchten zufolge war auch der FC Bayern bereits an ihm interessiert. Ob die Münchner Kontakt zu Lyon hatten, ist allerdings nicht bekannt. Nun soll der deutsche Rekordmeister aber planen, den französischen Weltmeister an die Isar zu locken. Fekir ist die offensive Allzweckwaffe, die der FC Bayern 2019 benötigt. Franck Ribery und Arjen Robben werden ihre auslaufenden Verträge höchstwahrscheinlich nicht verlängern. Nabil Fekir kann als Rechtsaußen, Mittelstürmer und offensiver Mittelfeldspieler auflaufen.

Bayern-Scout vor Ort

Das Interesse der Münchner ist groß genug, um bereits einen Scout nach Lyon zu schicken. Anfang Oktober sei Fekir beim Spiel gegen Shakhtar Donezk genau beobachtet worden. Der Franzose Laurent Busser sah, wie Fekir nach 0:2-Rückstand seine Mannschaft noch zu einem Remis führen konnte. Bereits im ersten Spiel der diesjährigen Champions League-Saison überzeugte er. Beim überraschenden 2:1-Sieg in Manchester steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2020. Möchte Lyon eine Ablöse kassieren, muss er nach Ende der Saison verkauft werden. Die Ablösesumme dürfte weit mehr als 60 Millionen betragen. Genau diesen Preis wollte der FC Liverpool vor wenigen Monaten zahlen. Spielt Fekir eine starke Saison, wird diese Summer vermutlich nicht mehr reichen. Fraglich ist, ob die Bayern so viel Geld für einen Spieler ausgeben möchten. Bislang war Präsident Uli Hoeneß nicht bereit, einen Transfer dieser Größenordnung zu stemmen.

Vorteil Bayern?

Nach dem Last-Minute-Scheitern des Transfers zum FC Liverpool ist es wahrscheinlich, dass es die Reds nächsten Sommer noch einmal probieren. Können die Bayern mit dem finanzstarken Klub aus der Premier League mithalten? Die Münchner haben einen Vorteil gegenüber den Engländern: Jean-Pierre Bernes ist Fekirs Berater. Bernes hatte 2007 den Transfer von Franck Ribery eingefädelt. Fekir könnte die Position von Arjen Robben einnehmen. Der Franzose ist Linksfuß und trotzdem meist auf der rechten Außenbahn zuhause. Sollte der Wechsel zustande kommen, hätten die Münchner einen 26-jährigen Topstar verpflichtet. In der letzten Saison sammelte er in 40 Pflichtspielen 23 Tore und acht Assists. Seine Schnelligkeit ist europaweit gefürchtet. Gut möglich, dass die Bayernbosse erstmals mehr als 40 Millionen Euro für einen Spieler zahlen. Macht der Weltmeister weiter auf sich aufmerksam, wird der FCB aber nicht der einzige Interessent bleiben. Franck Ribery und sein Berater könnten also das Zünglein an der Waage sein.

Kommentare

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel zu Kommentieren bzw. einen Erfahrungsbericht zum Anbieter zu hinterlassen. Bitte beachten Sie die Netiquette.

Odds correct at time of publishing

© Copyright 2019 Sportwette.net