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Florian Kohfeldt: Vom No-Name zum Hoffnungsträger

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An der Weser wird wieder gefeiert: Neu-Coach Florian Kohfeldt gelang der erste Dreier. Bild: Stutterstock

Skepsis überwog, als Frank Baumann (Sportdirektor von Werder Bremen) in der letzten Länderspielpause verkündete, dass Florian Kohfeldt neuer Trainer der Bundesligamannschaft wird. Nach der Entlassung von Alexander Nouri hatte er das Team bei Eintracht Frankfurt gut eingestellt. Doch zum dritten Mal in Folge ein Trainer aus der U23? Das hat doch mehrfach nicht funktioniert, meinten viele Experten und Fans.

Frank Baumann erklärte danach, dass für ihn Florian Kohfeldt von den bei der Trainersuche überprüften Kandidaten die Nummer eins war. Dass er dies mit einer etwas unglücklichen Aussage verband, nach der es „bessere Trainer“ gegeben hätte, sorgte für einige unreife Bemerkungen in den Medien. Umso erfreulicher für die Fans war der folgende Sieg gegen Hannover 96. Mit einem 4:0 hatten die wenigsten im Vorfeld gerechnet. Es war der erste Saisonerfolg in der Liga. Die Mannschaft wirkt wie ausgewechselt. Die Taktik war nicht mehr so defensiv wie in den Wochen zuvor. Spieler wie Max Kruse und Fin Bartels erinnert sich an ihre grandiose Form aus der letzten Rückserie. Lag das alles am neuen Trainer? Der gibt sich selbstbewusst. Er hatte bereits vor dem Hannover-Spiel angekündigt, dass sein Team gewinnen werde.

Verantwortlich bis zur Winterpause

Bis zur Winterpause wird der Trainer von Werder Bremen Florian Kohfeldt heißen. In einigen Medien ist zu lesen, dass sein Vertrag bis zu dieser Zeit gültig ist. Das ist nicht korrekt. Zu dem genannten Zeitpunkt wird entschieden, ob er zur U23 zurückkehrt und Frank Baumann doch einen erfahrenen Trainer engagiert. Intern soll bereits feststehen, dass bis zum Ende der Saison der Trainer nicht mehr gewechselt wird. Der ehemalige Bremen-Liga-Torwart Kohfeldt selbst geht genau davon aus. Er entschied, dass entgegen der bisherigen Planung Werder am 1. Januar in ein Trainingslager nach Spanien fährt. Ein Trainer auf Abruf trifft derartige Entscheidungen nicht. Ausgeschlossen werden kann, dass Frank Baumann aktuell mit anderen Trainern verhandelt. Bei der Mitgliederversammlung am 20. November erläuterte er: „Ich werde niemals hinter dem Rücken eines aktuellen Trainers mit anderen Kandidaten verhandeln. Es ist egal, was die Meinungen in den sozialen Medien oder von Experten in Fernsehsendungen dazu sind.“

Zurück zu alter Form?

Die letzte Rückserie hat gezeigt, dass Werder Bremen über eine Mannschaft mit Potenzial verfügt. Auch wenn es einige Wechsel gab, hat sich daran nichts geändert. Die Offensive ist stärker, als die wenigen Tore in den ersten vier Saisonspielen vermuten lassen. Und die Defensive steht gut vor einem starken Torwart Jiri Pavlenka, den vor der Saison wenige Experten kannten. Kaum jemand hätte geglaubt, dass die Mannschaft im November erst ein Spiel gewinnen konnte. Vielleicht ist der Knoten nach dem Erfolg gegen Hannover geplatzt. Daran hätte Florian Kohfeldt, 2015 Jahrgangsbester beim Trainerlehrgang, mit seinen beiden Co-Trainern den hauptsächlichen Anteil. Schafft er es die Mannschaft langsam an das Mittelfeld heranzuführen, wird über seinen Vertrag nicht geredet werden müssen. Der wird dann angepasst. Und die Experten würden ihre Meinungen aus den letzten Wochen revidieren müssen.

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