Franck Ribery im Kreuzfeuer

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Muss Ribery nach seiner verbalen Entgleisung suspendiert werden? Bild: Imago

Die Bayern sind auch in der Winterpause das Gesprächsthema Nummer eins. Der Rekordmeister steht nicht etwa mit sportlichen Leistungen im Mittelpunkt. Franck Ribery zog die Aufmerksamkeit durch eine verbale Entgleisung in den sozialen Medien auf sich. Fußballexperten und Fans sind geteilter Meinung, wie es mit dem Franzosen weitergehen soll.

Während seines Urlaubs in Dubai war Ribery zu Gast bei Salt Bae, einem unter Prominenten bekanntem Koch. Es wurde auf Instagram ein Foto veröffentlicht, auf dem Franck Ribery sowie ein vergoldetes Steak zu sehen waren. 1200 Euro kostete das Menü des Franzosen. Ribery kennt den Gastronomen Nusret Gökce, der für das Luxusdinner verantwortlich war, schon lange und pflegt eine Freundschaft mit ihm. Nach diesem Abendessen musste sich Ribery wüste Beschimpfungen gefallen lassen. Ein Steak für 1200 Euro dürfe hinsichtlich der Hungersnot in vielerlei Gebieten niemand verzehren. Der Bayernstar wurde verbal angegangen und auch seine Familie geriet ins Visier der Beleidigungen. Daraufhin verlor er die Fassung und antwortete auf Instagram seinen Kritikern. Mit seiner Wortwahl schoss Europas Fußballer des Jahres von 2013 weit über das Ziel hinaus. Seine verbale Entgleisung schlägt seitdem hohe Wellen.

Hohe Geldstrafe

Riberys Worte ließen auch den FC Bayern aufhorchen. Schon in der Vergangenheit war der Dribbler negativ aufgefallen. Oftmals blieben Tätlichkeiten auf dem Spielfeld folgenlos. Nach den Beschimpfungen des Franzosen erwarteten einige, dass der Rekordmeister Ribery suspendieren würde. Statt eines Rauswurfs folgte allerdings nur eine Geldstrafe. „Franck wurde eingeladen, hat das Steak nicht selbst bezahlt." Das sei nicht berücksichtigt worden – und war dann der Auslöser: „Weil das falsch dargestellt wurde, wurde Franck beschimpft und beleidigt. Nicht nur er, sondern auch seine hochschwangere Frau. Dazu hat er jedes Recht. Da unterstütze ich den Spieler auch. Leider ist es Franck in einem Punkt total entgleist. Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild nie benutzen darf. Franck hat eine sehr hohe Geldstrafe bekommen und diese auch akzeptiert“, so Sportdirektor Hasan Salihamidzic über das Strafmaß. Für viele ist das Verhalten des FC Bayern nicht zu tolerieren. Ein Rauswurf Riberys wird von vielen Seiten gefordert.

Suspendierung unumgänglich?

Wie hoch der Betrag ist, den Ribery zahlen muss, bleibt unbekannt. Zu rechnen ist mit einer sechsstelligen Summe. Für den ehemaligen Bayernspieler Stefan Effenberg hätten die Münchner anders mit der Situation umgehen müssen. Trotzdem verteidigt Effenberg den Franzosen. „Das Strafmaß ist angemessen. Das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist – und wohin das Geld geht. An den FC Bayern oder an einen gemeinnützigen Zweck? Wenn das im Verborgenen bleibt, ist es kein Wunder, dass weiter diskutiert wird. Transparenz wäre hier der wichtigste Punkt. Wenn Ribéry eine richtig schlechte Hinrunde gespielt hätte, oft ausgefallen und unzufrieden gewesen wäre, wäre die Entscheidung womöglich anders ausgefallen. So aber war die Gefahr zu groß, dass das sportlich in der Rückrunde nicht gut geht“. Eine Suspendierung wäre für Effenberg aber zu viel des Guten. Ribery wird nach seiner Entgleisung wohl mit Pfiffen in fremden Stadien rechnen müssen.

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