Frankfurt holt den DFB-Pokal

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Überraschung in Berlin: Frankfurt schlägt den FC Bayern und jubelt über den DFB-Pokal. Bild: Shutterstock

Sensation im Pokalfinale in Berlin: Eintracht Frankfurt schlägt den großen Favoriten Bayern München verdient mit 3:1. Mit dem Titel spielt die SGE nächste Saison in der Europa League, dem VfB Stuttgart bringt sein siebter Platz nun nichts mehr. Bayern verpasst das Double und wird Trainer Jupp Heynckes „nur“ mit der Meisterschaft verabschieden.

Die Frankfurter zeigten von der ersten Minute an Kampfgeist und Siegeswillen. Trotzdem waren es die Bayern, die die erste dicke Chance im Spiel hatten. Noch nicht einmal zehn Minuten waren gespielt, als Robert Lewandowski einen Freistoß an die Unterkante der Latte setzte. Frankfurt hatte doppeltes Glück, denn vom Aluminium sprang der Ball noch an Torhüter Hradecky. Eiskalt zeigte sich die Offensive der Hessen. In der elften Minute war James zu unaufmerksam und verlor den Ball gut 30 Meter vor dem Tor. Ante Rebic blieb vor Torhüter Sven Ulreich cool und schob zur Führung ein. Nach dem Tor zogen sich die Frankfurter zurück und konzentrierten sich auf die Defensive. Die Bayern übernahmen, wenig überraschend, die Kontrolle im Spiel, kamen aber nicht zu den ganz großen Chancen. Die Abwehr des Rekordmeisters zeigte sich nicht unbedingt sattelfest, sodass die defensive Eintracht stets gefährlich blieb.

Kurze Drangphase der Münchner

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Fans, die für Aufregung sorgten. In beiden Fanlagern wurde Pyrotechnik gezündet, sodass Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie einige Minuten verspätet wieder anpfiff. Der FC Bayern kam deutlich besser aus der Kabine und belohnte sich in der 53. Minute mit dem Ausgleich. Niklas Süle spielte einen starken Pass auf Joshua Kimmich, der im Strafraum Lewandowski fand. Sein abgefälschter Schuss war unhaltbar für Hradecky. Nach dem 1:1 fanden die Bayern zu ihrem Spiel und spielten sich immer wieder in Tornähe. Die Eintracht hatte zu diesem Zeitpunkt Mühe, das Ergebnis zu halten. Die Drangphase der Münchner aber war nur von kurzer Dauer. Nach einer Viertelstunde hatte sich die SGE wieder gefangen und sorgte ihrerseits für gefährliche Offensivaktionen. In der 82. Minute unterschätzten die Verteidiger auf Seiten des FCB einen Pass auf Rebic. Der Kroate zeigte auch diesmal keine Nerven und schoss sein zweites Tor.

Turbulente Schlussphase

Kurz vor Schluss musste Bayern erneut einen Rückstand aufholen, die Eintracht verteidigte aber höchst konzentriert und sicher. Am Ende der vierminütigen Nachspielzeit sorgte Schiri Zwayer für gehörigen Diskussionsbedarf. Im Sechzehner verpasste Boateng den Ball und traf dafür mit voller Wucht Javi Martinez, der Schlag des Frankfurters war auch für den Videoschiedsrichter zu erkennen. Zwayer lief an die Linie, um sich das Foul selbst noch einmal anzusehen. Nach genauer Betrachtung entschied er auf weiterspielen. Nach der folgenden Ecke war Ulreich nicht mehr in seinem Tor, die Frankfurter markierten folglich den 3:1 Endstand. Die Münchner hatten spielerisch nicht ihren besten Tag, sodass der Sieg der Hessen in Ordnung ging. Der verweigerte Elfmeter in der Nachspielzeit wurde selbst von den Spielern der Eintracht nach dem Schlusspfiff anerkannt, warum Felix Zwayer ihn nicht pfiff, dazu gab er noch kein Statement ab. Niko Kovac verabschiedet sich mit einem Titel aus Frankfurt, für die Bayern geht eine eigentlich gute Saison nun mit einer schmerzhaften Niederlage zu Ende.

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