Auswärtsfans in Aue: So plant der FC St. Pauli die alleinige Tabellenführung

Auswärtsfans in Aue

Aktualisiert Aug 2021

Dirk Hofmann
Von Dirk Hofmann
Redakteur

Für den FC St. Pauli läuft es aktuell wie geschnitten Brot. Und weil das so ist, ereilte die Kicker vom Kiez direkt aus dem Erzgebirge die nächste tolle Meldung. Denn Auswärtsfans in Aue sind beim nächsten Match der Hamburger erlaubt. Die Norddeutschen dürfen sich also am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga abermals über Unterstützung des eigenen Anhangs freuen.

Ein Jahr und ein halbes sind verstrichen. So lange schon begleitete kein Fan mehr den FC St. Pauli zu einem Gastspiel. Doch nun ist die Enthaltsamkeit auch in fremden Stadien beendet. Denn es sind Auswärtsfans in Aue erlaubt. Exakt 12.082 Zuschauer sind für die Partie im Erzgebirgsstadion zugelassen. Theoretisch passen dort 15.500 Zuschauer rein. Trainer Timo Schultz jedenfalls freut sich schon jetzt: „Toll, wenn Gästefans im Stadion sind. Zuschauer sind schön, das ist die Prise Salz in der Suppe. Aue ist nicht die einfachste Reise, aber ich gehe davon aus, dass im Gästeblock was los sein wird“, meint der Coach vor dem Anpfiff am Sonntag (1. August 2021) um 13.30 Uhr.

FC St. Pauli ärgert den HSV

Und die Auswärtsfans in Aue will der Coach mit seiner Elf keineswegs enttäuschen: „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir uns zerreißen und unseren Fans ein gutes Spiel zeigen.“ So in etwa wie das beim glatten und unerwartet deutlichen 3:0-Sieg gegen Fast-Aufsteiger Holstein Kiel im Millerntor-Stadion am ersten Spieltag der Fall war. Mit diesem Dreier ärgerten die Kiez-Kicker auch den großen Nachbarn HSV. Denn der hatte zwar auf Schalke mit 3:1 gewonnen. Das reichte aber eben nicht, um sich in der Tabelle vor dem Stadtrivalen von der Reeperbahn zu platzieren.

Trotz des deutlichen Sieges und obwohl Auswärtsfans in Aue erlaubt ist, sieht Trainer Timo Schultz seine Mannschaft nicht automatisch in der Favoritenrolle. Er hat dafür gute Gründe: „Man kann Aue nicht mehr mit der Mannschaft vom letzten Jahr vergleichen. Die Mannschaft spielt sehr intensiv, bevorzugt ein wildes Spiel und will schnell umschalten. Der neue Trainer hat einiges verändert“, so Schultz. Will also heißen: Dass der FC St. Pauli in der vergangenen Saison dort beim 3:1 dreifach punktete, darf die Hamburger keineswegs zu sehr in Sicherheit wiegen.

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Mit Auswärtsfans in Aue zum nächsten Dreier?

Trotzdem glaubt Timo Schultz natürlich auch an die Qualitäten seines Kaders: „Wir können richtig guten Fußball spielen und sind von den Abläufen und personell gut aufgestellt. Aber man braucht zehn bis zwölf Spieltage, um zu sehen, wo sich die Mannschaften einsortieren.“

Das gilt für den FC St. Pauli wie für Erzgebirge Aue, das mit einem 0:0 beim 1. FC Nürnberg gestartet war. Und noch etwas lässt Schultz natürlich eher vorsichtigere Worte wählen: Die Bilanz gegen die Ostdeutschen. Denn von zehn Duellen in Aue gewann die Heimmannschaft schon sechs. St. Pauli glückten im Erzgebirge erst zwei Siege. Der letzte in der Vorsaison – da aber noch ohne Auswärtsfans in Aue.

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