Rouven Schröder und die Herkules-Aufgabe auf Schalke

Rouven Schröder muss noch Ersatz holen

Aktualisiert Aug 2021

Dirk Hofmann
Von Dirk Hofmann
Redakteur

Es ist eine echte Herausforderung. Eine Herkules-Aufgabe also irgendwie. Aber auch ein Job, um den Rouven Schröder nicht unbedingt zu beneiden ist. Oder eben vielleicht doch. Denn Langeweile kommt in Gelsenkirchen gar nicht erst auf. Das liegt natürlich daran, dass die Knappen einen kompletten Umbruch vorantreiben.

Den Saisonstart konnten sie in Gelsenkirchen schon mal in die Tonne kloppen. Das lag natürlich an der 1:3-Pleite gegen den Hamburger SV. Das lag aber eben auch daran, dass sich der Kapitän Danny Latza schwer verletzte. Wegen einer Außenbandverletzung am linken Knie muss Latza, einer von zwölf Neuzugängen bei S04, erstmal verzichten. Sportdirektor Rouven Schröder plant, dafür noch einen Ersatz zu holen. Also Transfer Nummer 13 bei den Königsblauen. „Es wird Möglichkeiten geben, aber es ist noch nichts spruchreif“, sagt Schröder und betont: Eine zeitnahe Entscheidung sei weniger wichtig. Ein solcher Transfer müsse aus Überzeugung vollzogen werden.

Ein Neuer „aus dem oberen Regal“

Am Sonntag (1. August) kickt der FC Schalke 04 im Rahmen des zweiten Spieltags der 2. Bundesliga 2021/22 ab 13.30 Uhr bei Holstein Kiel. Bis dahin wird es ohnehin noch nichts mit einem Ersatz für Danny Latza. Und ganz so einfach wird es sowieso nicht, einen passenden Mann mit den richtigen Anforderungen zu finden. Die lesen sich laut Rouven Schröder wie folgt: Bundesliga-Erfahrung brauche der, Stärken in Offensive und Defensive gleichermaßen. „Da befindet man sich schon im oberen Regal, was Spieler angeht“, so Schröder.

Dass derweil ein Goalgetter vom Format Simon Terodde den Schalkern helfen wird, möglicherweise auch direkt wieder in Kiel, bewies der Stürmer bereits gegen den HSV. Terodde war gefährlich, erzielte beim 1:3 auch das zwischenzeitliche 1:0, besaß noch ein paar gute Gelegenheiten mehr. Aufs 2:0, später auf den möglichen 2:2-Ausgleich. Er harmonierte auch bereits sehr gut mit Marius Bülter zusammen – noch so einem starken Neuzugang, den Rouven Schröder verkünden gute.

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Rouven Schröder dementiert: Kein Interesse an Kevin Stöger

Und dennoch wird es Zeit brauchen, bis der Schalker Kader sich final findet. Denn obwohl schon 20 Kicker abgegeben wurden, soll damit das Ende der Fahnenstange nicht erreicht sein. Ozan Kabak und Omar Mascarell sind die Kandidaten Nummer eins und zwei auf einen Verkauf. Unter anderem soll dem Vernehmen nach Lokomotive Moskau an Mascarell interessiert sein.

Ein anderer Name ist offenbar auf Schalke kein Thema: Kevin Stöger vom 1. FSV Mainz 05. Rouven Schröder meint dazu: „Das ist ein guter Spieler mit einem guten Charakter, aber nicht in der Form, dass wir ihn auf dem Zettel haben.“ Also wird der Sportdirektor bei seiner Herkules-Aufgabe weiter gefordert sein. Mal sehen, wie das auf Schalke weitergeht. Der Druck jedenfalls ist schon jetzt gewaltig. Verlieren die Knappen auch in Kiel und stehen als einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg direkt mit null Punkten da, könnte es ungemütlich werden im Ruhrpott.

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