Der Druck beim HSV steigt, aber Tim Walter setzt auf „viele hungrige junge Spieler“

Tim Walter

Aktualisiert Sep 2021

Dirk Hofmann
Von Dirk Hofmann
Redakteur

Für den Hamburger SV warten im September die Wochen der Wahrheit. Und die beginnen am Samstag (11. September) mit dem ersten von zwei Top-Spielen um 20.30 Uhr im Free-TV. Das weiß auch Trainer Tim Walter. Das Heimspiel gegen den SV Sandhausen ist die Pflicht. Eine Woche später soll dann die Kür folgen. Mit einem Sieg im prestigeträchtigen Nordderby bei Werder Bremen. Alleine der Glaube daran dürfte dem einen oder anderen fehlen.

Hamburg. Denn es ist natürlich nicht zu übersehen, dass diese beiden Begegnungen, erst gegen Sandhausen, dann bei Werder, auch mithelfen könnten, um die Rothosen in eine echte hausgemachte Krise zu stürzen. Weil der HSV seit dem 3:1-Auftaktsieg beim FC Schalke 04 eben den Erwartungen meilenweit hinterher hinkt. Gewonnen haben die Hanseaten nämlich anschließend nur noch in der ersten Runde im DFB-Pokal beim Drittligisten Eintracht Braunschweig (2:1). In vier Ligaspielen allerdings nicht mehr. Nicht gegen Aufsteiger Dresden (0:0) oder Darmstadt 98 (2:2) zu Hause. Und auch nicht beim 1. FC Heidenheim vor der Länderspielpause (0:0).

Gegen Sandhausen darf der Hamburger SV nicht patzen

Der Kredit bei den Fans scheint langsam, aber sicher aufgebraucht. Zumal bereits ein Nordderby, das beim FC St. Pauli am Millerntor, mit 2:3 vergeigt wurde. Also war für Trainer Tim Walter wichtig gewesen, zwar mit intensiven Einheiten in die neue Woche zu starten. Für eine bessere Balance indes habe man „die Länderspielpause genutzt, um am Wochenende mal die Köpfe freizubekommen.“ Das ist nicht zu unterschätzen. Weil der HSV – nicht zum ersten Mal – als Favorit in eine Partie geht. Dieses Mal dürfen die Rothosen aber eben nicht schon wieder stolpern.

Schlechte Erinnerungen an den SVS gibt es schon einige. Allen voran das epochale 1:5 im Volkspark am letzten Spieltag der Saison 1999/20, durch das der HSV sogar die Chance auf zumindest zwei Relegationsspiele um den Aufstieg vergeigte. Und in der letzten Saison siegte Sandhausen zu Hause auch mit 2:1. Das sollten Warnungen genug sein, wenngleich der HSV es schon weitaus besser gegen Sandhausen gelöst hat. Dafür taugt das 4:0 zu Hause kurz vor Weihnachten 2020 als Beweis.

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Tim Walter verspricht den Fans: „Wir wollen abliefern“

Daher redet Trainer Tim Walter seine Spieler lieber stark: „Wir haben Respekt vor dem Gegner“, sagt der Coach. Aber sein Team wisse auch, was es kann. „Wir wollen abliefern. Ich habe jeden Tag den Ehrgeiz in meiner Mannschaft gesehen.“ Wenngleich schon etwas dran ist an der Tatsache, dass in der 2. Bundesliga „jedes Spiel unangenehm“ sei.

Und so richtig unangenehm, ja ungemütlich, könnt es an der Elbe werden, wenn zum fünften Mal nacheinander in der Meisterschaft kein Sieg herausspringt. Dann steigt der Druck vor dem Nordderby bei Werder Bremen unermesslich. Was ist also zu tun? Tim Walter: „Wir wollen auf dem Feld die Last auf viele Schultern verteilen, wollen schwer auszurechnen sein“, lautet der Matchplan des HSV-Coaches. Dass dies gelingen wird, da ist sich der Übungsleiter sicher. Denn: „Wir haben viele hungrige junge Spieler.“

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