Geplatzter Fabian-Deal sorgt für Ärger

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Marco Fabian beschuldigt Fenerbahce. Bild: Shutterstock

Marco Fabian zählte zu den Schlüsselspielern der Frankfurter Eintracht. Nach dem Gewinn des DFB-Pokals im Mai wurde er sogar mit internationalen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Der neue SGE-Trainer Adi Hütter jedoch sortierte den Mexikaner aus. Auf der Suche nach einem neuen Verein einigten sich die Parteien, Fabian sollte zu Fenerbahce transferiert werden.

Der Wechsel schien bereits in trockenen Tüchern zu sein. Fabian kam in Istanbul an und wurde von den Fans am Flughafen in Empfang genommen. Er posierte mit einem Schal seines neuen Arbeitgebers und freute sich auf die neue Herausforderung. Der obligatorische Medizincheck sollte nur eine Pflichtuntersuchung werden. Plötzlich legten die Türken aber ihr Veto ein und erklärten, Fabian hätte den Medizincheck auf Grund von Rückenproblemen nicht bestanden. Der Mexikaner lässt diese Aussage nicht gelten. „Sie haben es auf meinen Rücken geschoben, aber das ist Blödsinn. Es war alles verhandelt, der Vertrag war fix. Aber fünf Minuten vor der Unterschrift habe ich gesehen, dass einiges geändert wurde. Und das ist nicht korrekt. Da mache ich nicht mit“. Fenerbahce bleibt dabei, dass die Rückenprobleme des Mittelfeldspielers zu gravierend waren. Ein Transfer hätte sich aus ihrer Sicht nicht gelohnt.

Aussagen decken sich nicht

„Der wirtschaftliche Aspekt des Geschäfts war so attraktiv, dass wir das Risiko eingegangen wären. Den Medizincheck hat er mehrfach absolviert. Nicht positiv. Wir konnten das Risiko nicht eingehen“. Die Klauseln im Vertrag, so Fabian, entschieden über einen geplatzten Wechsel. Diese Zusätze sollten Zahlungen an den Spieler als auch an die Eintracht regeln. Der Präsident des türkischen Spitzenklubs aber widersprach den Aussagen. „Wir können schriftlich beweisen, dass dem nicht so ist. Um nicht respektlos zu sein, will ich nicht auf mehr Details eingehen“. Fabian dagegen bleibt bei seiner Begründung. „Es ging teilweise um Geld und um Boni, aber es betraf nicht nur meine Person, sondern auch das, was sich die Eintracht vorgestellt hatte. Da wurde sich nicht an Abmachungen gehalten. Das war alles andere als okay“. Mit dem geplatzten Wechsel ist er also weiterhin Spieler der Frankfurter Eintracht und kämpft weiter um ein Comeback bei den Hessen.

Gelingt ein Neuanfang in Frankfurt?

Marco Fabian bleibt bis zur Transferperiode im Winter Spieler der Eintracht. Um sich für neue Arbeitgeber zu beweisen, muss er spielen. Adi Hütter hatte den Mexikaner aussortiert. Jetzt hofft der Mittelfeldspieler darauf, wieder eine Chance zu bekommen. Im Winter 2016 war er von Deportivo Guadalajara für dreieinhalb Millionen Euro nach Frankfurt gekommen. Sportvorstand Fredi Bobic gab seinem Spieler Rückdeckung. Fenerbahce stelle die Situation so dar, als könne Fabian nie wieder Fußball spielen. Das Verhalten seiner türkischen Kollegen bezeichnet Bobic als „Sauerei“. Die Hessen starteten mit einem Sieg und einer Last-Minute-Niederlage in die neue Bundesligasaison. Fabian muss 100 Prozent geben, um es in den Kader der Eintracht zu schaffen. Gelingt ihm das nicht, muss er darauf hoffen, dass es trotzdem Angebote anderer Klubs gibt. In erster Linie wird es beim Mexikaner jetzt darum gehen, gesundheitlich fit zu werden. Bestreitet er dann das ein oder andere Spiel für die Frankfurter, dürfte ein Wechsel im Winter nichts im Weg stehen.

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