Guerreiro vor Abschied aus Dortmund

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Verabschiedet sich Raphael Guerreiro nach Paris? Bild: Imago

Bei Borussia Dortmund schreiten die Kaderplanungen für die kommende Saison voran. Der Transfer von Thorgan Hazard aus Mönchengladbach steht kurz vor dem Abschluss. Ein Abgang dagegen deutet sich bei Raphael Guerreiro an. Der Portugiese wird mit dem französischen Meister PSG und seinem ehemaligen Trainer Thomas Tuchel in Verbindung gebracht.

Vor dem 34. Spieltag stehen die Zeichen in Dortmund auf Angriffsmodus. Der Titel ist möglich, sollte der FC Bayern gegen Frankfurt verlieren. Der BVB tritt in Mönchengladbach an und muss unbedingt gewinnen. Bei einer Niederlage der Münchner würde die Schale an die Schwarz-Gelben übergeben werden. Nach der Entscheidung in Sachen Meisterschaft wird sich zeigen, welche Spieler den Verein verlassen werden. Bei Raphael Guerreiro sollen die Zeichen auf Trennung stehen. Der Portugiese besitzt noch einen Vertrag bis zum Sommer 2020. Somit ist es die letzte Chance für den BVB, den Europameister nicht ablösefrei zu verlieren. Der 25-Jährige wechselte vor drei Jahren in die Bundesliga. Nach dem überraschenden Titelgewinn mit der portugiesischen Nationalmannschaft überwies der BVB zwölf Millionen Euro an den FC Lorient nach Frankreich. Guerreiro überzeugte auf ganzer Linie und die Dortmunder stachen einige Mitkonkurrenten aus, um den Wunschspieler für die Defensive zu verpflichten.

Stockende Verhandlungen

Um den Vertrag des Linksfußes zu verlängern, müsste die Borussia Gespräche mit Guerreiro führen. Die Verhandlungen allerdings sollen von Seiten der Dortmunder aus nicht zwingend vorangetrieben werden. Anders als bei Mario Götze verzichtet der BVB im Moment darauf, dem Portugiesen einen neuen Kontrakt anzubieten. Auch Raphael Guerreiro selbst soll sich einen Wechsel durchaus vorstellen können. Sportdirektor Michael Zorc bestätigte, dass es bei seinem Linksverteidiger noch keine finale Entscheidung gibt, ob er den Verein verlassen wird. Die Flexibilität von Guerreiro könnte den BVB dazu bewegen, ihm einen neuen Vertrag anzubieten. Europameister wurde er als linker Verteidiger. Bei den Dortmundern allerdings kam er genauso oft als Linksaußen zum Einsatz. Auch im zentralen Mittelfeld zeigte er starke Spiele. Für Trainer Lucien Favre ist Guerreiro als Linksaußen eingeplant. Obwohl den Schwarz-Gelben eine Alternative für die links Abwehrseite fehlt, scheint Favre den Portugiesen nicht in sein Verteidigungskonzept integrieren zu wollen.

Wechsel nach Paris?

In der aktuellen Saison kommt Raphael Guerreiro auf 31 Pflichtspieleinsätze. Dabei erzielte er sechs Treffer und steuerte sechs Assists bei. Auf welcher Position sieht er selbst seine Zukunft? Als Thomas Tuchel Trainer in Dortmund war, durfte er sowohl im Mittelfeld als auch in der Verteidigung auflaufen. Möchte er sich diese Flexibilität erhalten? Gerüchten zufolge denkt sein ehemaliger Coach darüber nach, seinen damaligen Schützling wieder zu sich zu holen. Ein offizielles Angebot soll es aber noch nicht gegeben haben. Bereits vor einem Jahr hatte der französische Meister versucht, Guerreiro zu locken. Damals waren die Dortmunder zwar gesprächsbereit, forderten allerdings 30 bis 40 Millionen Euro Ablöse. Paris wollte auf Grund des Financial Fairplay lediglich 15 Millionen bezahlen. Im Sommer 2018 soll es bereits Gespräche zwischen Dortmund und Paris gegeben haben. Wird Thomas Tuchel es dieses Jahr schaffen, Guerreiro wieder unter seine Fittiche zu nehmen? Nach der Entscheidung im Meisterkampf wird beim BVB eine Entscheidung erwartet.

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