Tipico-Pressemitteilung

Hat Tipico bald neue Eigentümer?

Das Wall Street Journal berichtete kürzlich, dass der Sportwetten-Betreiber Tipico nach neuen Eigentümern sucht, hierbei soll der Preis über eine Milliarde Euro betragen.

Nach einem Bericht des Wall Street Journals soll der Sportwetten-Gigant Tipico nach Käufern suchen. Demnach sollen die Banken J.P.Morgan und Rothschild bereits mit dem Auftrag betraut worden sein, den Markt zu sondieren. Das Wall Street Journal behauptet in seinem Artikel, dass der Wert des Unternehmens bei über einer Milliarde Euro liegen soll. Allerdings könnte die unklare Gesetzeslage in der Bundesrepublik dieen Preis noch drücken.

Tipico ist auf der Suche nach Käufern

Auf dem europäischen Sportwetten-Markt gibt es einige Giganten, wozu auch Tipico gehört. Glaubt man einem Bericht vom Wall Street Journal, soll das Unternehmen nun jedoch die Banken J.P.Morgan und Rothschild damit beauftragt haben, einen Käufer für den Sportwetten-Riesen zu winden. Die Eigentümer von Tipico hoffen darauf, dass durch das enorme Wachstum des Unternehmens in den letzten Jahren Branchengrößten wie Amaya, William Hill oder die 888 Holdings an einer Übernahme interessiert ist.

Ein Kaufpreis soll geschätzt zwischen 1.12 und 1.69 Milliarden Dollar liegen. Bereits im Jahr 2004 wurde Tipico gegründet und erwirtschaftet jährliche Umsätze in Höhe von 500 Millionen Euro, womit das Unternehmen zu den größten privaten Wettanbietern in der Bundesrepublik gehört. Mit einer gültigen Lizenz aus Malta, wo der Sportwetten-Gigant auch seinen Hauptsitz hat, sowie aus Schleswig-Holstein, ist Tipico auch offizieller Wett-Partner vom FC Bayern München. Die rechtliche Lage in Deutschlande, die immer noch sehr schwammig ist, wird den Verkauf jedoch erheblich erschweren. Hier bietet Tipico seine Dienstleistungen und Produkte in einer Grauzone an, was auf potentielle Käufer abschreckend wirken könnte.

Sportwetten-Monopol in Deutschland

Das staatliche Glücksspiel-Monopol sollte in der Bundesrepublik bereits im Jahr 2008 der Vergangenheit angehören. Allerdings kam es bis heute nicht zu einer entsprechenden Gesetzesgebung. Lediglich in Schleswig-Holstein konnte ein reguliertes Glücksspiel ins Leben gerufen werden, wo die privaten Betreiber eine gültige Lizenz erwerben können. Auch Tipico hat sich in Schleswig-Holstein für eine Lizenz beworben und hat diese auch erhalten.

Unter den 20 Betreibern, die in Hessen eine Konzession erhalten sollten, war Tipico jedoch nicht. Zusammen mit anderen unterlegenen Sportwetten-Betreibern legte das Unternehmen gegen diese Entscheidung Klage vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden ein, womit das Vergabeverfahren zunächst gestoppt wurde. Das Verfahren ging bis vor den Verwaltungsgerichtshof in Kassel, wo entschieden wurde, dass das Vergabeverfahren für die Sportwetten-Lizenzen rechtswidrig sei. Sollte Tipico doch noch zu einer gültigen Lizenz in der Bundesrepublik kommen, würde der Betreiber zu einem interessanten Kaufobjekt für eine Vielzahl von privaten Anbietern werden.

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Autor Mark Weber

 

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