Hertha BSC mit Meisterambitionen: Jens Lehmann folgt auf Jürgen Klinsmann

Von Michael am

Windhorst legt bei Hertha BSC 150 Millionen nach - Lehmann tritt Aufsichtsrat bei

Borussia Dortmund hat es zur neuen Saison vermieden, ein Saisonziel auszugeben. Hertha BSC hat dies offiziell ebenfalls nicht getan. Investor Lars Windhorst ließ sich jedoch zu einer ehrgeizigen Aussage hinreißen: „Wenn alle Beteiligten mitspielen und nicht zu große Fehler gemacht werden, dann gibt es theoretisch keinen Grund, warum Hertha nicht auch einmal Deutscher Meister werden sollte und in der Champions League oben mitspielt.“ Allerdings schränkte der Tennor-Boss sogleich ein: „Aber wie schnell das geht, kann keiner vorhersagen.“ Sein Geld hilft zumindest bei der Planung in angespannten Zeiten.

Neben der neuerlichen Finanzspritze in Höhe von insgesamt 150 Millionen Euro, gibt es eine personelle Änderung zu verkünden. So folgt Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann auf Jürgen Klinsmann. Nein, nicht als Trainer. Dort bleibt Bruno Labbadia im Amt. Doch durch das spektakuläre und wenig ruhmreiche Ausscheiden Klinsmanns ist auch ein Posten im Aufsichtsrat freigeworden. Und diese Lücke schließt Lehmann.

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Hertha BSC mit 150 Millionen Euro Finanzspritze in Corona-Zeiten

Der FC Schalke 04 muss sparen. Auf die Mithilfe von Investor Kühne wird vorerst verzichtet. Gleichwohl haben die Schalker bekanntgegeben, dass sie eine Gehaltsobergrenze von 2,5 Millionen Euro pro Spieler und Jahr ausgeben. Freilich betrifft dies nur Neuzugänge und Vertragsverlängerungen. Gewissermaßen als Gegenmodell tritt Hertha BSC auf den Plan. Hier steckt Investor Lars Windhorst 150 Millionen Euro in den Hauptstadt-Club.

Schon in diesem Monat sollen die ersten 50 Millionen Euro fließen. Im Oktober dann sattelt er nochmals 100 Millionen Euro drauf. Damit sollen die Transfers leichter von der Hand gehen. Und genau hier müssen andere Clubs in diesem Sommer sparen. Natürlich stellt sich für die Berliner damit ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz ein. Doch aus den 224 Millionen Euro, welche der Geldgeber schon 2019 in den Club gesteckt hat, wurde sportlich sehr wenig gemacht.

Hertha BSC beendete die Saison auf dem zehnten Platz. Damit standen sie letztlich punktgleich mit Aufsteiger und Rivale 1. FC Union Berlin in der Tabelle da. Mit seinem Investment stockt Windhorst seine Anteile auf 66,66 Prozent auf.

Jens Lehmann wird in den Aufsichtsrat befördert

„Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen“, so Lehmann. Seine Zuständigkeit im Aufsichtsrat ist die Beantwortung von sportlichen Fragen. Ebenfalls zieht Marc Kosicke in den Rat ein. Der ehemalige Nike-Manager, sowie Berater von Julian Nagelsmann und Jürgen Klopp, steht bei Fragestellungen zur strategischen Ausrichtung mit Rat und Tat zur Seite.

„Mit meiner Expertise im Fußball-Business leiste ich gerne einen Beitrag zum Erreichen der großen Ziele, die sich Hertha zusammen mit Lars Windhorst gesetzt hat“, so Kosicke. Der Investor äußerte sich selber zu den neuen Gesichtern im Aufsichtsrat, in dem er selber auch Platz nimmt: „Ich freue mich sehr, dass sich Jens Lehmann und Marc Kosicke für uns bei Hertha engagieren werden. Beide bringen ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität mit.“

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