Hoeneß kündigt Veränderungen an

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Die Bayernbosse planen wohl einen Neuanfang. Bild: Imago

Der FC Bayern war vor der Saison der gewohnt große Favorit auf die siebte Meisterschaft in Folge. Nach elf Spielen merkt man der Mannschaft allerdings an, dass die Kritik bezüglich den fehlenden Neuzugängen durchaus berechtigt sein könnte. Mit sieben Punkten Rückstand auf den BVB liegt der FCB nur auf Rang fünf.

Namentlich verfügen die Münchner klar über den besten Kader der Bundesliga. Mit Joshua Kimmich und David Alaba sind die Abwehrseiten top besetzt. Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle können die Innenverteidigung bilden. Das Mittelfeld ist ohnehin stets stark, dazu gesellen sich mit Robben, Ribery, Gnabry und Coman vier Flügelflitzer. Aus diesem Grund entschieden sich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge dazu, nicht auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Einzig Leon Goretzka kam ablösefrei von Schalke 04. Serge Gnabry und Renato Sanches kehrten nach einer Leihe zurück. Nach knapp einem Drittel der Runde 2018/19 müssen die Bayern allerdings erkennen, dass der Kader womöglich nicht ausreicht, um national wieder erfolgreich zu sein. Das eingespielte Team wurde sechsmal in Folge deutscher Meister. Den Spielern ist anzumerken, dass Spannung und Impulse mehr und mehr fehlen.

Verletzungspech

Niko Kovac wurde ein eigentlich sehr starker Kader übergeben, als der Kroate im Juli seinen Dienst antrat. Schon im ersten Ligaspiel gegen Hoffenheim folgte eine Ernüchterung. Kingsley Coman wurde bei einem Foul schwer verletzt. Der Franzose wird Ende November zurückerwartet. Wenige Wochen später traf es dann Corentin Tolisso. Der Weltmeister blieb unglücklich im Rasen hängen und riss sich das Kreuzband. Mittelfeldregisseur Thiago fehlt seit zwei Wochen. Auch er muss länger pausieren. Bei den noch vorhandenen Spielern fehlen Motivation und Kampfgeist. Die Mannschaft ist deutlich älter als die des BVB. Uli Hoeneß kündigte jetzt an, sein Team verjüngen zu wollen. „Wir werden nächstes Jahr, wenn der zweite Schritt des Umbruchs kommt, sicherlich das Mannschaftsgesicht ziemlich verändern“. Die Fans der Münchner hätten sich diesen Schritt bereits in der aktuellen Saison gewünscht. Transfers in der Winterpause indes schließt der Präsident aus. „dann hätten wir jedes Wochenende das Theater, dass die Journalisten nicht zu denen gehen, die zwei Tore geschossen haben, sondern zu denen, die auf der Tribüne sitzen“.

Wer trägt die Verantwortung?

Aktuell liegen die Münchner nur auf Rang fünf der Tabelle. Der Abstand auf die Dortmunder beträgt bereits sieben Zähler. Wer Schuld an der Krise hat, darüber ist man sich nicht einig. Für viele ist es die Führungsetage, die es verpasst hat, neue, hungrige Spieler zu verpflichten. Die meisten Fans nehmen auch die Spieler in die Pflicht. Trainer Niko Kovac steht am Ende der Fehlerkette. Er muss sich allerdings rechtfertigen, was die Aufstellungen für eine Wirkung zeigen. Nach der 2:3-Niederlage in Dortmund kritisierte Oliver Kahn die taktische Ausrichtung. „Da hat sich der FC Bayern München taktisch fragwürdig angestellt. Gibt es da keine klaren Anweisungen? Diese Fragen muss ein Trainer beantworten. Jeder muss wissen, was in solchen Situationen zu tun ist“. Hoeneß stärkte seinem Coach nach der Partie klar den Rücken. Es scheint, als wisse der Bayernboss, dass er seinem jungen Trainer einige Spieler mehr hätte präsentieren sollen.

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