Infektionsherd Anfield? Schlimme Erkenntnisse einer Corona-Studie

Von Nils am

Der FC Liverpool hat eine bewegte Vergangenheit. 15 Jahre etwa ist es fast auf den Tag genau her, als den Reds im Finale der Champions League 2005 gegen den AC Milan ein unfassbares Comeback gelang. Aus einem 0:3 machte Liverpool noch ein 3:3 – und holte sich später im Elfmeterschießen den begehrten Henkelpott.

Doch Teil dieser bewegten Fußball-Geschichte der Reds sind auch zwei Stadion-Katastrophen. Jene im Hillsborough-Stadion im Halbfinale im FA Cup gegen Nottingham Forest. Und die vom 29. Mai 1985 im Brüsseler Heysel-Stadion im Endspiel um den Europapokal der Landesmeister gegen Juventus Turin. In einer Massenpanik fanden damals 39 Menschen den Tod. In diesem Jahr war die Partie zwischen dem FC Liverpool und Atletico Madrid in der europäischen Königsklasse das letzte große Fußballspiel auf der Insel, ehe das Corona-Virus auch hier den Sport ausbremste. Jetzt bringt eine neue Studie einen traurigen Verdacht an den Tag.

Liverpool gegen Atletico vor 52.000 Fans

Die britische Zeitung Sunday Times berichtete als erste über die Studie der Datenanalysen-Firma Edge Health. In deren Bericht heißt es, dass in einem Zeitraum von 25 bis 35 Tage nach der Partie in unterschiedlichen Krankenhäusern in Liverpool und Umgeben entsprechend viele Corona-Tote gemeldet worden waren. Demnach könnte die Partie der Reds gegen Atletico, die 52.000 Fans in Anfield miterlebten, darunter 3000 Anhänger aus Spanien, zu einer Art Infektionsherd mutiert worden sein.

Auch die Partie zwischen Bergamo und Valencia steht unter Verdacht

Eine Annahme, die auch vom Imperial College London oder der Oxford University so gestützt wird. Denn in Spanien wurde zu diesem Zeitpunkt bereits weit über eine halbe Millionen Menschen registriert, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. In Großbritannien waren es damals erst etwa 100.000. Die Partie in Liverpool ist aber nicht das einzige Fußballspiel, das unter dieser Art von Verdacht steht. Ähnliches wird für die Partie von Atalanta Bergamo gegen den FC Valencia angenommen, dessen Hinspiel schon am 19. Februar in Mailand ausgetragen wurde – also in Norditalien. Dort, wo die Pandemie später am heftigsten wütete. Offizielle Studien zu diesem Fall gibt es allerdings keine.

Trotz des damaligen Ausscheidens in der Champions League ist die Saison sportlich für den FC Liverpool noch nicht gelaufen. Die Reds hoffen auf eine Fortsetzung der Premier League, um dann die zwei nötigen Siege einfahren zu können, die ihnen rechnerisch noch zur ersten Meisterschaft nach 30 Jahren fehlen. Im Juni soll nach Möglichkeit der Re-Start erfolgen.

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