Ist Streich wirklich ein Kandidat für den FC Bayern?

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Die Bayern und Christian Streich, passt das? Bild: Shutterstock

In drei bis vier Wochen, so eine Bekanntgabe des FC Bayern, soll der neue Trainer genannt werden. Vor der Partie des Rekordmeisters in Freiburg tauchte plötzlich ein neuer Name in der Verlosung auf: Christian Streich. Er selbst hält die Gerüchte für absurd, doch ist dieser Name wirklich nur Schall und Rauch?

Namen werden seit Monaten viele gehandelt. Dass darunter auch zurzeit aktive Bundesligatrainer sind, ist klar. Dass aber der Name von Christian Streich fiel, verwunderte viele, nicht zuletzt ihn selbst. Der FC Bayern soll im Februar Kontakt nach Freiburg aufgenommen haben, wie pünktlich zum Spiel der Bayern im Breisgau durchsickerte. Darauf angesprochen, gab Streich aber eine ziemlich eindeutige Antwort: „Bei den Bayern wird ja jede Woche ein anderer Name gehandelt. Julian Nagelsmann, Niko Kovac, Thomas Tuchel. Da wäre ich ja beleidigt gewesen, wenn mein Name nicht auch einmal aufgetaucht wäre. Es gab keine Anrufe, keinen Kontakt. Es gab gar nichts. Es gibt genug Leute, die dort Trainer werden können. Ich bin Trainer in Freiburg“. Auch Jupp Heynckes schien keine Informationen bezüglich des Münchner Interesses zu haben. „Freiburg ist so eine schnuckelige Stadt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Christian Streich so etwas verlässt“.

Welche Rolle spielt Uli Hoeneß?

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic reagierte weniger ablehnend auf dieses Thema, mehr als ein „Ich rede darüber nicht“ konnte man ihm nicht entlocken. Es heißt, Uli Hoeneß sollte Derjenige sein, der Christian Streich gerne in München sehen würde. Der Präsident ist bekannt dafür, erst nachzugeben, wenn seine Lösung umgesetzt werden konnte. Für Christian Streich scheint das aber alles fernab jeglicher Realität zu sein. „Ich habe Vertrag in Freiburg. Alleine das schon. Zum anderen ist es ein bisschen ärgerlich, weil irgendwelche Leute irgendwelche Dinge behaupten, die einfach erfunden sind“. Sollte Hoeneß ihn also wirklich wollten, scheint das noch nicht bis zu Streich durchgedrungen zu sein. Schwer vorstellbar, dass der höchst authentische Coach des SC Freiburg mit Unwahrheiten glänzen würde. Die Spieler, sowohl von Freiburg als auch von Bayern, wollten sich zu den Gerüchten nicht großartig äußern“.

Das Warten auf die Bekanntgabe

Tuchel, Nagelsmann, Kovac? Ein internationaler Mann wie Conte oder Enrique? Oder hängt Heynckes wider Erwarten doch noch ein Jahr dran? Die Bayern haben schon oft genug mit einer nicht erwarteten Lösung überrascht. Auch bei Transfers zauberten sie Spieler wie Ulreich hervor, ohne dass der Name vorher jemals in den Medien auftauchte. Man darf also gespannt sein, welchen neuen Trainer die Bosse in wenigen Wochen präsentieren werden. Am wahrscheinlichsten scheint vielen eine Verpflichtung von Thomas Tuchel. Man müsse ihn nicht aus einem bestehenden Vertrag kaufen, er feierte mit dem BVB Erfolge, spricht Deutsch und kennt die Liga. Und: Er wurde in den vergangenen Wochen auffällig wenig diskutiert. Es wäre nicht das erste Mal, dass der FC Bayern die Gerüchte gezielt in andere Richtungen lenkt, um in Ruhe mit dem eigentlichen Kandidaten den Vertrag aufzusetzen. Und wenn Thomas Tuchel und alle anderen Kandidaten nicht wollen, hat Sandro Wagner eine andere Lösung parat: „Zur Not mach ich es selber“.

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