Italien: Verband auf der Suche nach neuem Nationaltrainer

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Kein Grund zum Jubeln: Italien schaut bei der WM nur zu. Bild: Shutterstock

Nach der verpassten Teilnahme der Italiener an der Weltmeisterschaft 2018 war ziemlich schnell klar, dass es so nicht weitergehen kann. Bereits wenige Stunden nach dem enttäuschenden Ausscheiden gegen Schweden wurde Ex-Trainer Gian Piero Ventura entlassen. Nun beginnt die händeringende Suche nach einem Nachfolger. Zahlreiche Namen werden gehandelt, als aussichtsreichster Kandidat gilt jedoch ein ehemaliger Bundesliga-Coach.

Der italienische Fußball ist voller Persönlichkeiten, die im Zuge der Neubesetzung auf der Trainerbank der „Azzurri“ gehandelt werden. So fliegen zum Beispiel die Namen Antonio Conte, Claudio Ranieri oder Roberto Mancini im Raum. Ebenfalls ein heißer Kandidat ist zudem der aktuelle Juve-Boss Massimilano Allegri. Allerdings: Die besten Chancen auf den Job als Nationaltrainer dürfte der ehemalige Bayern-Coach Carlo Ancelotti haben. Der ist aktuell nicht nur arbeitslos, sondern wurde bereits vor einigen Wochen als Nachfolger für Ventura gehandelt. Passenderweise berichtet die „Tuttosport“, dass Verbandspräsident Carlo Tavecchio damit beschäftigt sei, Carlo Ancelotti als „Retter der Nation“ zu verpflichten. In der Tat ist nach der verpatzten Teilnahme an der WM-Endrunde ein Neustart das Ziel im italienischen Verband FIGC. Doch auch Präsident Tavecchio ist alles andere als unumstritten.

Reibereien im FIGC stören die Suche

Das große Problem von Carlo Tavecchio liegt derzeit darin, dass möglichst zeitnah ein Nachfolger präsentiert werden sollte. Denn: Der Präsident selber steht scharf in der Kritik, nicht Wenige fordern in Italien den Rücktritt. Aus diesem Grund hat der 74-Jährige für Montag eine Dringlichkeitssitzung des Verwaltungsrats angekündigt, in der dann Vorschläge für das weitere Vorgehen unterbreitet werden sollen. Bereits am Mittwoch hatte es ein Krisentreffen des FIGC gegeben, welches die Diskussionen allerdings lediglich neu befeuerte. Tavecchio stellte bei dem Treffen klar, dass er nicht gewillt sei, seinen Job als Präsident aufzugeben. Daraufhin habe Damiano Tommassi, seines Zeichen Präsident der italienischen Spielervereinigung AIC, aus Protest den Raum verlassen. Im Nachhinein erklärte er, dass es scheine, als gäbe es keinen wirklichen Willen, neu anzufangen.

“Azzurri“ mit historischem Aus in der Quali

In einer Gruppe mit Spanien konnte sich Italien in der Gruppenphase der Qualifikation für die WM 2018 nur den zweiten Platz sichern. Anschließend musste die „Azzurri“ in die Play-offs, in denen in zwei Spielen gegen Schweden ein 0:1 und ein 0:0 erspielt wurden. Damit ist Italien seit 1958 zum ersten Mal nicht bei der Endrunde einer Weltmeisterschaft dabei. Kurios: In jenem Jahr wurde der FC Schalke 04 zum letzten Mal deutscher Meister in der Bundesliga. Wie vermutlich jeder Fußball-Fan weiß: Bis heute durfte „Königsblau“ anschließend nie wieder über einen Titel im Oberhaus jubeln – und Italien war bei jeder WM-Endrunde mit dabei. Im Ruhrpott dürfte die verpasste WM also Freude ausgelöst haben, zumal S04 in der Liga tatsächlich auf den oberen Plätzen zu finden ist.

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