Jerome Boateng vor Abschied aus München

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Die Tage von Jerome Boateng beim FC Bayern scheinen gezählt. Bild: Paimages

Beim FC Bayern wurde am 8. Juli der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Zu Beginn der Vorbereitung auf die kommende Saison konnte Trainer Niko Kovac noch nicht allzu viele Spieler begrüßen. Während die Nationalspieler noch einige Tage Urlaub genießen, nahm Jerome Boateng an den Einheiten teil. Für ihn könnten es die letzten Tage beim FCB sein.

Bereits unmittelbar nach der vergangenen Saison zeichnete sich Boatengs Abgang ab. Die Meisterfeier schwänzte der Weltmeister von 2014 ebenso, wie auch die Siegerehrung nach dem Pokalsieg und die Feier mit den Fans. Präsident Uli Hoeneß legte ihm daraufhin einen Wechsel nahe. „Den Frust, den er derzeit hat, wird er nächstes Jahr noch mehr haben, wenn er da bleibt. Aber er ist kein Spieler für die Bank. Er ist kein Spieler, der das verträgt. Das hat man jetzt die letzten Wochen gesehen. Und dann ist es besser für ihn zu gehen“, so der Bayernboss im Mai dieses Jahres. Vor wenigen Wochen entschied sich Mats Hummels für einen Wechsel zu Borussia Dortmund. Durch die Neuzugänge Benjamin Pavard und Lucas Hernandez hätte sich Hummels einem harten Konkurrenzkampf stellen, da Niklas Süle als gesetzt gilt. Durch die drei starken Verteidiger scheint auch für Boateng kein Platz mehr zu sein.

Rummenigge spricht von Abschied

Genau diese drei Abwehrspieler stehen auch für den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge im Fokus. Rummenigge äußerte sich im Rahmen des Saisonauftaktes zur Personalsituation und zeigte, dass mit Boateng wohl nicht mehr geplant wird. „Wir sind mit Hernández, Süle und Pavard sehr gut aufgestellt. Wer drei solche Innenverteidiger hat, braucht sich keine Gedanken zu machen“, so Rummenigge. Der Name Jerome Boateng scheint in den Plänen der Münchner also keinerlei Relevanz mehr zu haben. Für den Spieler selbst und seinen Berater Christian Nerlinger jedoch ist ein Wechsel noch keine beschlossene Sache. Auch konkrete Angebote sollen beim FC Bayern noch nicht eingegangen sein. Während der Saisonvorbereitung geht es für Boateng also darum, sich in den Fokus einiger Klubs zu spielen. „Jeder Spieler, der einen Vertrag hat, bekommt dieselbe Aufmerksamkeit. Solange ein Spieler hier ist, wird er fit gemacht, um gegebenenfalls zum Einsatz zu kommen“, bekräftigte Trainer Niko Kovac.

Bayern will 15 Millionen

Im vergangenen Jahr war Boateng schon einmal wechselwillig. Damals war Paris St. Germain drauf und dran, den 30-Jährigen zu verpflichten. Den Franzosen war eine Ablöse von geschätzten 45 Millionen Euro allerdings zu hoch und Boateng blieb beim FC Bayern. Nun könnte er den Verein für eine Summe verlassen, die deutlich unter dem früheren Betrag liegt. Bei 15 Millionen würden sich die Münchner gesprächsbereit zeigen. Der Marktwert des ehemaligen Nationalspielers beträgt aktuell 20 Millionen. Wird sich ein Klub finden, der für Jerome Boateng die gewünschte Summe bezahlt? Falls keine konkreten Offerten beim deutschen Rekordmeister eintreffen, könnte der Verteidiger auch in München bleiben. Abgeschrieben hat Kovac seinen Spieler noch nicht. „Es gibt immer Spieler, die überlegen, wegzugehen. Man muss schauen, ob dann alles passt. Und es muss ja auch einen Abnehmer geben.“ Bis Ende August hat Boateng noch Zeit, sich zu zeigen, um die Vereine auf sich aufmerksam zu machen.

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