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Joseph Blatter: Rücktritt hinterlässt Fragezeichen

Gestern Abend verkündete Sepp Blatter völlig überraschend seinen Rücktritt und auch am Morgen danach rätselt nicht nur die Fußball-Welt über die Beweggründe des FIFA-Präsidenten. War es der mediale Druck? Liegt gegen ihn doch etwas Belastendes vor?

In den letzten Tagen und Wochen widersetzte sich der 79-jährige Schweizer jedweder Kritik und redete Probleme gnadenlos klein bzw. verlor nicht einmal ein Wort darüber. Reporter kamen an den ehemaligen FIFA-Präsidenten nur selten heran und wurden kritische Fragen gestellt, tat er auf ahnungslos. Nachdem Blatter die Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes wieder gewonnen hat, kam gestern Abend die große Überraschung: Joseph Blatter erklärt seinen Rücktritt.

War das FBI hinter Blatter her?

Bei der FIFA herrscht aktuell großes Chaos: Nicht nur, dass die Arbeitsbedingungen der Arbeiter in WM-Ländern in Russland und Katar immer wieder kritisiert werden, zuletzt wurde nachweislich klargestellt, dass innerhalb der FIFA Korruption im großen Stil betrieben wird. Sepp Blatter möchte mit all dem Ganzen nichts zu tun haben, gibt sich in Interviews ahnungslos oder spielt Probleme runter. In der Vorwoche waren die Verhaftungen von führenden Fußball-Funktionieren publik geworden und nur wenige Tage später stand die Wahl des FIFA-Präsidenten an.

Blatter ließ sich erneut wählen, tritt nun allerdings freiwillig zurück. Ganz klar sind seine Motive nicht ganz klar. War womöglich doch das FBI hinter ihm her und hat nun einige Hinweise auf krumme Deals gefunden, welche im direkten Zusammenhang mit Blatter stehen? Das FBI weigert sich die Berichte zu kommentieren, heißt es im Artikel von sport.de. Vermutungen zufolge wurden am gleichen Tag ernsthafte Nachrichten aus den USA an Blatter herangetragen. Aus seinem engen Freundeskreis äußerte sich Walter Gagg: „Ich hatte ein sehr gutes Treffen mit ihm heute früh. Dann kamen die anderen Informationen aus den USA mit diesem und jenem.“

Blatter selbst begründet seinen Abschied so (übersetzt): „Meine tiefe Fürsorge für die FIFA und ihre Interessen, die mir sehr am Herzen liegen, haben mich zu dieser Entscheidung bewegt.“ Im Interview mit dem britischen Sender BBC gab sich seine Tochter Corinne als treibende Kraft seiner Entscheidung. Sie habe ihm vermehrt dazu geraten, sich von dem Amt zurückzuziehen – aus Selbstschutz.

Wert tritt die Nachfolge an?

Mit dem Abschied von Blatter sind selbstverständlich sofort die Spekulationen über einen Nachfolger auf dem Tisch. Es wird eine schwierige Aufgabe, einen passenden Kandidaten zu finden. Laut Umfrage wünschen sich viele Bürger Deutschlands ein neues, junges Gesicht auf dem Thron der FIFA. Nicht selten fällt in sozialen Medien im Zusammenhang mit den FIFA-Funktionären das Wort „Alte Säcke“. Im Gespräch sind unter anderem Michel Platini sowie der am Freitag besiegte Prinz Ali bin al-Hussein. Außerdem rechnet man mit einer Kandidatur des kurz vor der Wahl zurückgetretenen Michael van Praag.

Ob sich mit einem neuen FIFA-Präsidenten etwas verändern wird, an den Strukturen, Vorgehensweisen und Echtscheidungen des Fußball-Weltverbandes, bleibt weiter fraglich. Unter anderem die WM-Entscheidungen könnten noch einmal überdacht werden. Bevor die nächste WM an steht, findet in Frankreich die Europameisterschaft statt. Bei dem Wettanbieter Tipico kann bereits auf den Sieger der EURO 2016 getippt werden. Deutschland ist als Weltmeister mit einer Quote von 4.00 erster Favorit, dicht gefolgt von Frankreich mit 4.80. Die Quoten könnten für eine Langzeitwette durchaus relevant sein.

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Autor Mark Weber

 

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