Kampf um den Klassenerhalt in Augsburg

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Gewinnt Augsburg gegen Stuttgart, ist der Klassenerhalt zum Greifen nah. Bild: Imago


Am Osterwochenende steht der 30. Spieltag in der Bundesliga auf dem Programm. Am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr wartet ein umkämpftes Abstiegsduell auf die Fans. Der VfB Stuttgart ist in Augsburg zu Gast. Wollen die Stuttgarter die Klasse halten, muss zwingend gewonnen werden. Den Fuggerstädtern würde ein Sieg wohl den direkten Klassenerhalt bescheren.

Für den VfB ist die Partie in Augsburg wohl die letzte Chance, doch noch direkt in der Liga zu bleiben. Aktuell stehen die Schwaben auf dem 16. Platz und haben 21 Punkte. Der rettende Platz 15 ist sechs Zähler entfernt. Die Augsburger konnten sich durch das 3:1 in Frankfurt am vergangenen Spieltag etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. 28 Punkte hat der FCA nun auf der Habenseite. Bei einem Sieg gegen Stuttgart wäre der Relegationsrang bereits zehn Punkte entfernt. Fünf Spieltage vor Schluss wäre das vermutlich der Klassenerhalt für die Mannschaft des neuen Trainers Martin Schmidt. In der Rückrunde holten die Schwaben bislang nur einen einzigen Sieg beim 5:1-Erfolg gegen Hannover 96. Auf fremden Plätzen ist das Team von Markus Weinzierl 2019 noch sieglos. Augsburg hat nach dem überraschenden Sieg in Frankfurt wieder beste Karten auf einen Platz unter den ersten 15.

Bilanz spricht für Augsburg

Der FCA galt lange Zeit als Stuttgarter Angstgegner. Nach Augsburgs Aufstieg in die Bundesliga konnte der VfB die ersten drei Partien gegen den Neuling noch gewinnen. Im Anschluss an diese drei Erfolge entwickelte sich Augsburg zum schwäbischen Albtraum. Sieben Spiele in Folge zogen die Stuttgarter den Kürzeren. 3:17 lautete die erschreckende Torbilanz aus Sicht des VfB. Nach dieser Negativserie fing sich der Meister von 2007 wieder. Die vergangenen beiden Duelle gewann er mit 2:1, davor gab es ein 0:0. Im Dezember 2018 gelang dem VfB ein wichtiger 1:0-Heimsieg. Anastasios Donis schoss in der 29. Spielminute den entscheidenden Treffer. Die jüngste Bilanz spricht also für den Gast aus Baden-Württemberg. Santiago Ascasibar wird den Schwaben fehlen. Der Argentinier bespuckte im Heimspiel gegen Leverkusen Kai Havertz und hatte sich auch gegenüber des Schiedsrichters nicht unter Kontrolle. Der DFB sperrte den Stuttgarter Mittelfeldspieler für sechs Wochen. In den Abstiegskampf kann er nicht mehr eingreifen.

Weinzierl unter Druck

Verliert der VfB bei einem Sieg der Schalker gegen Hoffenheim, ist der direkte Ligaverbleib nur noch theoretisch möglich. Für Markus Weinzierl stellt die Tabellensituation Woche für Woche ein Risiko dar. Vor dem wichtigen Spiel in Augsburg wehrte sich Weinzierl gegen die mediale Kritik. „Ist der Trainer an allem schuld? Was müssen wir uns noch alles gefallen lassen? Sind wir schuld, wenn Spieler Grenzen überschreiten, sind wir schuld, wenn Spieler das Tor nicht treffen“? Für Weinzierl ist die Partie in Augsburg ein besonderes Spiel. Der Trainer des VfB kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte. Von 2012 bis 2016 stand er für den FCA an der Seitenlinie und formte eine Bundesligamannschaft, die stets als Abstiegskandidat den Klassenerhalt schaffte. Trotz der Verbundenheit muss Weinzierl mit seiner Mannschaft unbedingt gewinnen. Obwohl Hitzelsperger ihm eine Jobgarantie gegeben hat, scheint sein Stuhl zu wackeln. Ein Dreier in der WWK-Arena würde die Stimmung in Stuttgart etwas besänftigen.

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