Kein Sieger im Kellerduell

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Viel Kampf, aber keine Tore gab es in Freiburg zu bestaunen. Bild: Shutterstock

Freiburg und Hamburg eröffneten den 14. Spieltag. Für beide zählte auf Grund der Tabellenkonstellation eigentlich nur ein Sieg, aber allzu viel Klasse versprach die Partie mit Betrachtung beider Formkurven nicht. Das sollte sich auch im Endergebnis wiederspiegeln, denn beide trennten sich am Freitagabend mit einem torlosen Remis.

Vor dem Spieltag rangierte der SC Freiburg mit 11 Punkten auf Relegationsplatz 16, die Hamburger belegten mit 2 Punkten mehr den 15. Platz. Um ein Stückchen aus dem Tabellenkeller zu kommen und in der Tabelle zu klettern, hätten beide einen Sieg benötigt. Der Sieger der Partie ist nun Werder Bremen, die Vorletzter sind.
Sowohl die Freiburger als auch die Hamburger drängten im Breisgau nicht auf den Sieg, allerdings war die Partie auch unterdurchschnittlich attraktiv. Gegen Ende des Spiels fanden kaum noch Angriffe statt, beide Teams, so schien es, waren mit dem Pünktchen zufrieden, obwohl sie sich doch eigentlich vom Gegner absetzen wollte. Die Angst einer Niederlage schien aber größer, der Punktgewinn wurde so zum obersten Ziel für beide. Vorsichtiges Agieren stand im Vordergrund, große Angriffsbemühungen sah das Publikum auf keiner Seite.

Ideenlose 1. Hälfte mit wenigen Torchancen

Die Freiburger kontrollierten die 1. Hälfte weitestgehend, aber mehr als zwei Chancen, bei denen Nils Petersen und Christian Günter jeweils das Außennetz trafen. Viel mehr Zählbares sprang aber nicht heraus, auch, wenn die Breisgauer mehr Torschüsse zu verzeichnen hatten. Wirklich eingreifen musste Hamburgs Schlussmann Christian Mathenia aber nicht, denn die Versuche aus der Distanz waren nicht zwingend genug. Vom HSV kam offensiv genauso wenig, trotzdem wären sie beinahe sehr glücklich in Führung gegangen. Der Chance von Youngster Fiete Arp ging ein dicker Bock von Jannik Haberer voraus, dem ein Rückpass misslang, der Arp seine Chance ermöglichte. Der Lupfer des 17-Jährigen aus zu spitzem Winkel ging allerdings doch deutlich am Tor von Alexander Schwollow vorbei. Die Zuschauer hofften auf mehr Ereignisse im 2. Durchgang, wurden aber enttäuscht. Weder Hamburg noch Freiburg zeigten spielerisches Potenzial, das Einzige, was ansatzweise Torgefahr brachte, waren Abwehrfehler beider Teams.

Nach einer Stunde war die Luft komplett raus

Das Highlight der Partie: Ein Abseitstor des SC Freiburg, das Schiedsrichter Benjamin Brand zurecht nicht gegeben hatte. Freiburg war zwar das bessere Team und kam über die linke Seite öfter einmal gefährlich nach vorne, die Präzision im Abschluss ließen die Mannen von Christian Streich aber vermissen. Die letzte halbe Stunde passierte so gut wie gar nichts mehr im Freiburger Stadion, beide Teams hatten Angst vor einer Niederlage und einem damit verbundenen Sieg des direkten Kontrahenten um die Nicht-Abstiegsplätze. Das 0-0 war die logische Konsequenz und spiegelt den Spielverlauf genau wieder. Der nächste Spieltag hält für beide Mannschaften eine ähnliche Konstellation bereit: Die Freiburger müssen zum Tabellenletzten nach Köln, für Hamburg geht es gegen den VfL aus Wolfsburg. Etwas mehr Offensivgeist sollten Christian Streich und Markus Gisdol ihren Spielern vorgeben, um aus dem Abstiegskampf herauszukommen.

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